Donnerstag, 15.05.2008

Wer spielt international?

Vierkampf um drei internationale Plätze

Düsseldorf - Im Endspurt um die begehrten internationalen Plätze in der Bundesliga bleibt ein Team auf der Strecke. In der Lotterie zwei plus eins aus vier kämpfen die vier punktgleichen Teams Bayer Leverkusen, Hamburger SV, VfL Wolfsburg und VfB Stuttgart um zwei direkte UEFA-Cup-Ränge und ein Startrecht im UI-Cup.

Bundesliga, Fußball, Magath
© Getty

Als sichere UEFA-Cup-Starter stehen bisher Pokalfinalist Borussia Dortmund und ein weiteres Team aus der Fair-Play-Wertung fest. Am Ende könnte sogar die Tordifferenz darüber entscheiden, wer noch die lukrativen Europapokalspiele erreicht und wer nicht.

"Das Spiel gegen Werder Bremen wird unser Cup-Finale", sagte Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler. Bayer hat von allen vier Teams mit der besten Tordifferenz (+ 18) die beste Ausgangsposition, dafür aber wohl den schwersten Gegner.

Werder reicht ein Punkt

Denn der Tabellenzweite Bremen muss noch seinen Platz für den direkten Einzug in die Champions League sichern. Während den Bremern ein Punkt reichen würde, könnte ein Remis für Leverkusen zu wenig sein.

Werder muss im letzten Spiel der Saison allerdings auf die Verletzten Tim Wiese, Ivan Klasnic und Daniel Jensen sowie den gesperrten Jurica Vranjes verzichten.

HSV ohne Demel

Mit einem Sieg im Heimspiel gegen den Karlsruher SC hätte auch der auf der Zielgeraden schwächelnde Hamburger SV (+ 14) den Einzug in den UEFA-Cup geschafft.

Beim Abschiedsspiel für Trainer Huub Stevens stehen fast alle Profis zur Verfügung, lediglich Guy Demel wurde aus disziplinarischen Gründen nicht berücksichtigt.

Stevens enttäuschendes Saison-Fazit

Von den letzten neun Spielen gewann der HSV nur eines und blieb in sechs der letzten sieben Partien gar torlos. Stevens zog ein enttäuschendes Saison-Fazit. "Ich finde, es war mehr drin.

Wenn wir in der Rückrunde einigermaßen Leistung gezeigt hätten, sogar die Champions League", sagte der HSV-Coach der "Bild" (Donnerstag-Ausgabe) im Interview.

Wölfe hoffen

Der VfL Wolfsburg (+10) hofft als Tabellensechster auf einen Ausrutscher von Bayer oder Hamburg, muss aber als einziges der vier beteiligten Teams auswärts bei Borussia Dortmund antreten.

"Wir verspüren keinen Druck, ganz egal, was am Samstag herauskommt. Es ist nach wie vor eine tolle Saison gewesen", sagte VfL-Coach Felix Magath.

Mittelfeldspieler Marcelinho setzt auf einen positiven Saison-Ausklang. "Wenn es uns gelingt, die Ruhe zu bewahren und so aufzutreten wie gegen die Bayern und gegen Stuttgart, dann haben wir gute Chancen zu gewinnen. Und wenn dann der UEFA-Cup dabei herausspringt, sind wir alle überglücklich", meinte der Brasilianer.

VfB: Hoffen auf Wunder

Vorjahresmeister VfB Stuttgart hat als Tabellensiebter mit der schlechtesten Tordifferenz (0) die ungünstigsten Voraussetzungen. Die Schwaben spielen aber vor eigenem Publikum gegen die noch vom Abstieg bedrohte Elf von Arminia Bielefeld, müssen aber auf Fernando Meira, Pavel Pardo und Serdar Tasci verzichten.

Trainer Armin Veh hat sich mit seinem Kader zur Vorbereitung ins Burghotel Staufeneck bei Salach zurückgezogen. "Es geht noch um den Abstiegskampf", betonte Veh, der im Tor wieder auf Nachwuchskeeper Sven Ulreich setzt.


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