Samstag, 17.05.2008

Bundesliga

Bayerns Toni ist Torschützenkönig

München - Die stimmungsvolle Huldigung von Oliver Kahn und Ottmar Hitzfeld war gerade erst vorbei, da leitete Luca Toni gleich die nächste Ehrung an.

Bundesliga, Toni, Torschützen-König
© Getty

Nach nur drei Minuten erzielte er beim 4:1 (3:0) gegen Hertha BSC das 1:0. Mit diesem und zwei weiteren Treffern gegen die Berliner sicherte sich der 30-Jährige gleich in seinem ersten Bundesliga-Jahr den Titel des Torschützenkönigs.

Mit insgesamt 24 Toren gewann der italienische Weltmeister die Wertung vor dem Stuttgart Nationalspieler Mario Gomez, der in der EM-Saison auf 19 Tore kam. Toni wird als Torjäger Nummer 1 Nachfolger des ehemaligen Bochumers Theofanis Gekas.

Ribery, Toni, Tor

Eine Flanke von Franck Ribery, ein Kopfball von Luca Toni - und fertig war nach nicht einmal drei Minuten die Bayern-Führung. Erst schraubte Weltmeister Toni wie gewohnt zum Torjubel vor seinem rechten Ohr herum, dann machte er sich auf zu Trainer Hitzfeld, um den vor dem Anpfiff schwer gerührten Coach zu umarmen.

Angesichts der emotionalen Momente vor dem Anpfiff waren einige der 22 Spieler auf dem Rasen zu Beginn der praktisch bedeutungslosen Partie nicht ganz bei der Sache.

Toni und die Winner-Mentalität 

Nur Toni tickt da ganz anders: Er will immer Tore schießen! Für diese Winner-Mentalität lobten ihn auch schon Kahn und Hitzfeld mehrfach. Für ein Tor schreckt er auch vor nichts zurück, aber die beim 2:0 (27.) zugezogenen Schmerzen am Kopf waren schnell vergessen.

Mit seinem dritten Treffer (61.) machte Toni das Schützenfest perfekt; es war nach Hannover im Februar der zweite Dreierpack in dieser Saison. Zwei Treffer pro Spiel gelangen ihm in dieser Spielzeit gar viermal in der Liga.

Geld gut angelegt 

Elfmal traf er in der Bundesliga- Saison mit links, achtmal mit rechts und fünfmal per Kopf. Die elf Millionen Euro, für die der Frauenschwarm vor der Saison aus Florenz kam, sind bestens angelegt.

Im UEFA-Cup reichte es für Toni, der am letzten Spieltag auf dem Platz auch zu Scherzen aufgelegt war und sich wie selbstverständlich an der Wasserflasche von Hertha-Keeper Jaroslav Drobny bediente, im Gegensatz zu Meisterschaft und DFB-Pokal nicht zum Titel.

Dafür war er aber mit zehn Treffern gemeinsam mit Pawel Pogrebnjak (Zenit St. Petersburg) auch hier Erster in der Torjägerliste. Zum wirklich großen Torjäger will er sich im nächsten Jahr in der Champions League krönen. Erst einmal steht aber auch für ihn die Euro an.


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