Zurück zum Ausgangspunkt

Von Andreas Lehner
Donnerstag, 08.05.2008 | 17:03 Uhr
Raphael, Schäfer, Stuttgart
© Getty
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München - Der Begriff Rochade stammt eigentlich aus dem Schach. Der Spieler verfolgt dabei das Ziel, den König in Sicherheit zu bringen und die beiden Türme zu verbinden. Kurzum: Man geht gestärkt aus dieser Aktion hervor.

Im Fußball kann so eine Rochade schon mal nach hinten los gehen. Besonders auf der Torwartposition. Veranschaulicht am VfB Stuttgart.

Timo Hildebrand suchte sein Glück beim FC Valencia. Er wollte bei einem europäischen Spitzenteam international den Durchbruch schaffen und sich als Nummer eins der Nationalmannschaft empfehlen. Jetzt spielt er mit dem Klub gegen den Abstieg und steht hinter der zweitschlechtesten Abwehr der Primera Division.

Die Lücke, die er bei den Schwaben hinterließ, sollte Raphael Schäfer schließen. Dieser wollte in der Champions League zeigen, dass er internationales Format besitzt und sich in den Kreis der Nationalmannschaft spielen. Nach seiner zwischenzeitlichen Degradierung zur Nummer zwei steht er zwar jetzt wieder im Tor, scheint nach seinen jüngsten Fehlern in München (1:4) und Dortmund (2:3) aber keine Zukunft bei den Schwaben zu haben.

In Nürnberg würden sie ihn wohl mit Kusshand zurücknehmen, denn Jaromir Blazek konnte den ehemaligen Kapitän nie ersetzen und hat sich ebenfalls den Unmut der eigenen Fans zugezogen. Kurzum: Alle Parteien gingen geschwächt aus der Rochade hervor.

Schäfer hat Kredit verspielt

Die Rückkehr zum Ausgangspunkt wäre für alle Seiten wohl das Beste. Denn Schäfer hat seinen ohnehin schon geringen Kredit endgültig verspielt. Seine Tage in Stuttgart scheinen gezählt.

Nach seinem Patzer gegen Borussia Dortmund wurde er von den eigenen Fans ausgepfiffen und bekam auch von den Verantwortlichen keine Rückendeckung. "Natürlich geht der Freistoß zum 1:2 auf die Kappe des Torhüters", meinte Horst Heldt. "Ich weiß nicht, was er sich dabei gedacht hat", schimpfte Armin Veh.

Kommt Hildebrand zurück?

Deshalb wird beim VfB auch schon mal eine Rückholaktion von Hildebrand diskutiert. Der FC Valencia geht finanziell am Stock und muss sich im Sommer von einigen seiner Spitzenspieler trennen. Außerdem ist noch nicht klar, ob der neue Trainer Salvador Gonzalez Marco mit Hildebrand plant oder wieder auf den Routinier Santiago Canizares zurückgreift.

Auch wenn ihm eine sofortige Rückkehr als Scheitern ausgelegt werden könnte, wäre ein Wechsel mit Blick auf die Nationalelf sinnvoll.

Lehmann könnte Ulreichs Mentor werden

Ein zweiter Kandidat ist Jens Lehmann. Der 38-jährige Nationalkeeper wird Arsenal London am Ende der Saison verlassen und würde gerne nach Deutschland zurückkehren. Neben seiner Klasse würde vor allem die Erfahrung für Lehmann sprechen.

In seinem Schatten konnte sich Sven Ulreich, der in dieser Saison bereits für zehn Spiele zwischen den Pfosten stand, weiterentwickeln. "Sven ist ein riesiges Talent, aber er ist noch nicht so weit", sagte Armin Veh, als er ihn nach seinen zwei Patzern gegen Leverkusen wieder aus dem Tor nahm. Lehmann könnte ihn als eine Art Mentor ans internationale Niveau heranführen.

Nach Informationen der "Stuttgarter Zeitung" hatte der VfB mit dem 38-jährigen Lehmann bereits vor einem Jahr Gespräche über eine mögliche Verpflichtung geführt. Lehmann selbst hatte zuletzt erklärt, er sei "für alles offen". Nach der EM will er eine Entscheidung treffen.

Auch Enke ein Kandidat

Die dritte Möglichkeit wäre Robert Enke. Auch mit ihm hatte der VfB bereits vergangene Saison Kontakt aufgenommen. Der 29-Jährige entschied sich damals aufgrund des Todes seiner Tochter jedoch für Hannover.

Hinsichtlich seiner Zukunft in der DFB-Elf wäre es für Enke aber hilfreich, international zu spielen. "Natürlich will ich mit Blick auf die Nationalmannschaft international spielen. Das ist ein Thema, was ich mit dem Bundestrainer besprechen muss. Ich hoffe, das kann ich während der EM", sagte Enke unlängst in der "Bild".

Da kann er sich dann auch mit seinen beiden Konkurrenten über den Platz im Tor des VfB Stuttgart unterhalten.

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