Donnerstag, 15.05.2008

Stimmen zum Abschied von Kahn und Hitzfeld

"Zwei absolute Vollprofis"

München - Unzählige Bundesligaspiele haben Oliver Kahn und Ottmar Hitzfeld zusammen auf dem Buckel. Am Samstag ist nun endgültig Schluss.

kahn, hitzfeld
© Getty

Im Gespräch mit SPOX.com äußern sich langjährige Weggefährten und Mitstreiter:

 
 Michael Henke (Co-Trainer FC Bayern München):
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...über Hitzfeld: "Ottmar ist in erster Linie natürlich ein Freund. Als Trainer ist er ein absoluter Vollprofi, der seinem Beruf immer alles andere, sogar private Dinge, untergeordnet hat. Er gibt erst Ruhe, wenn er seine Ziele erreicht hat. Ich bin mir sicher, dass er auch mit der Nationalmannschaft der Schweiz erfolgreich sein wird."

...über Kahn: "Mit einem Profi wie Oli zu arbeiten, war für mich absolut lehrreich. Er hat einfach diese Besessenheit, den unbändigen Willen, immer das absolute Maximum zu erreichen. Ob im Wettkampf oder im täglichen Training. Wir mussten ihn nie antreiben. Es war sogar eher so, dass wir ihn hier und da auch mal bremsen mussten."

 

 Dr. Markus Merk (Schiedsrichter):
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...über Kahn: "Mit Oliver Kahn verbindet mich persönlich sehr viel. Nicht nur, dass unsere Karrieren zeitlich so unglaublich parallel verlaufen sind. Wir wollten auch beide in unserem Aufgabenbereich Spitze sein. Die Identifikation mit dem, was er tut, der absolute Wille, Erfolg zu haben, seine Emotionalität und seine hundertprozentige Ehrlichkeit haben mir immer imponiert. Dass wir auf dem Platz nicht immer der gleichen Meinung waren, gehört dazu. Nach den 90 Minuten war das dann auch wieder vergessen."

...über Hitzfeld: "Ottmar Hitzfeld hat die besondere Gabe, über den Tellerrand hinauszublicken. Sich nicht nur mit den sportlichen Facetten des Berufs zu beschäftigen. In vielen persönlichen Gesprächen mit ihm konnte ich feststellen, dass er trotz aller Emotionen immer den Menschen im Mittelpunkt sieht. Ich denke, dass besonders diese Eigenschaft den Erfolg von Ottmar Hitzfeld ausmacht."

 

Carsten Jancker (1996-2002 FC Bayern, heute SV Mattersburg):
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...über Kahn: "Ich glaube, mit einem Profi wie Oliver Kahn zu spielen und zu trainieren, hat alle nach vorne gebracht. Besonders für uns Stürmer war jedes Training mit ihm wie ein Spiel. Ich kann mich an keinen Keeper erinnern, der im Training mit so viel Ehrgeiz bei der Sache war."

...über Hitzfeld: "Hitzfeld ist wohl einer der besten Trainer aller Zeiten. Er weiß, wie man eine Mannschaft auf den Punkt vorbereitet und zum Erfolg führt. Ich denke, die Titel sprechen für sich."

 

Thorsten Fink (1997-2004 FC Bayern, heute Trainer FC Ingolstadt):
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© Getty

...über Kahn: "Der Oli ist für mich persönlich einer der besten und wichtigsten Spieler, die der FC Bayern und auch die deutsche Nationalmannschaft jemals in ihren Reihen hatten. Er hat für den Erfolg gelebt."

...über Hitzfeld: "Ottmar Hitzfeld ist der totale Profi, er überlässt nichts dem Zufall. Er hat nie ein Training ausfallen lassen und uns auch nie bestraft, nur weil wir schlecht gespielt haben. Überall wo er war, hatte er Erfolg. Die Art, wie er auch die Spieler im zweiten Glied immer wieder zu Höchstleistungen motiviert hat, ist einmalig. Für meine Karriere als Trainer konnte ich viel von ihm lernen."

 

 

Weitere Stimmen aus der Sport-Welt zu Oliver Kahn:

 
Wolfgang Schäuble  (Bundesinnenminister):

 ...über Kahn: "Wir verdanken Oliver Kahn viel, sehr viel! Mit seinen außerordentlichen Top-Leistungen über eine so lange Zeit hinweg ist er in die Fußballgeschichte als ein besonderer Torhüter eingegangen. Es ist zu hoffen, dass er dem Fußball erhalten bleibt und seine lange Erfahrung weitergeben wird."

 

Theo Zwanziger (DFB-Präsident):

 ...über Kahn: "Er ist ein herausragender Sportler und außergewöhnlicher Mensch. Er gehört zu den ganz großen Torhütern in der 100-jährigen Geschichte unserer Nationalmannschaft. Die WM 2002, bei der er als bester Akteur des Turniers ausgezeichnet wurde, ist untrennbar mit seinen einzigartigen Leistungen verbunden. Natürlich wird aber immer auch der Fehler im Finale in Erinnerung bleiben. Genau das ist jedoch ein Musterbeispiel für die Faszination des Fußballs, denn gerade durch diese Schwäche ist sein Sympathiewert bei vielen Fans zusätzlich gestiegen."

 

Jens Lehman (Arsenal London):

...über Kahn:  "Bei aller Rivalität muss ich sagen, dass mir seine Einstellung immer unheimlich imponiert hat. Das hat mich nie den Ansporn verlieren lassen, immer hart zu trainieren. Ich wusste immer, da ist jemand in München, der trainiert gerade härter oder genauso hart wie ich, um das Ziel, der Beste sein zu wollen, zu erreichen. Dafür danke ich ihm und wünsche ihm alles Gute für die Zukunft."

 

Patrick Kühnen (Tennis-Bundestrainer):

 ...über Kahn: "Sicherlich hat er durch seine emotionale Art auch polarisiert. Aber er war immer ein Rückhalt und Leader der Mannschaften, für die er gespielt hat, und hat ihnen viel Selbstvertrauen gegeben. Oliver Kahn war ein Spieler, den man vermissen wird. Er ist ganz sicher einer der größten Sportler Deutschlands."

 

Fabian Hambüchen (Turn- Welt- & Europameister):

...über Kahn: "Mir ist seine Art total sympathisch: Das sind immer richtig fette Worte, die er in und nach manchen Spielen so ablässt. Diese Aggressivität, das gefällt mir. Da ähneln wir uns ein bisschen. Ich will auch immer das Maximum. Wirklich ein echt cooler Torwart."

 

Heiko Herrlich (Ex-Nationalspieler, U18-Nationaltrainer) in der Süddeutschen Zeitung:

...über Kahn und dessen Versuch ihn zu beißen: "Einen Monat später sind wir uns in der Praxis von Doktor Müller-Wohlfahrt begegnet. Wir haben ganz locker miteinander gesprochen. Er war und ist ein Weltklassemann."

 

 Winfried Schäfer (1986 - 1998 Trainer beim Karlsruher SC, jetzt Al Ain) auf eurosport.de:
...über Oliver Kahn: "Er wird dem Fußball fehlen. Er war immer einer, der nicht verlieren konnte und als Torhüter ein Einzelkämpfer. Für mich ist Oliver eigentlich kein typischer badischer Spieler, wo man damals schnell mal zufrieden war mit dem Erreichten."
Thomas Ziemann

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