Samstag, 17.05.2008

Premiere-Stimmen

"Viel Ballast abgefallen"

München - Der Club muss in die 2. Liga, die Arminia darf hingegen mindestens ein weiteres Jahr im Oberhaus bleiben. Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld bedankte sich derweil für einen "märchenhaften Abschied".

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© Getty

Dies und mehr in den Premiere-Stimmen des 34. Spieltags.

Ottmar Hitzfeld (Trainer FC Bayern München) über seinen Abschied: "Ich wusste, dass da emotional einiges auf mich zukommt. Aber dass es so extrem wird, hätte ich nicht gedacht. Da ist so viel Ballast abgefallen. Ich bin dem lieben Gott sehr dankbar, dass ich mich so erfolgreich verabschieden durfte. Oliver Kahn und ich hatten einen märchenhaften Abschied."

Oliver Kahn (FC Bayern München) nach seinem letzten Bundesliga-Spiel: "Man kann nicht gleich von 100 auf Null runtergehen. Es wird sicherlich ein paar Wochen und Monate dauern, man muss erst mal gewisse Dinge abarbeiten und verarbeiten. Aber Traurigkeit und Trauer sind ein normaler Prozess im Leben, wenn man von Dingen Abschied nimmt. Ich wollte heute unbedingt noch ein Tor machen, aber es hat nicht geklappt. Ich kann es verschmerzen."

Premiere-Studiogast Christoph Daum über die Stärken von Meister FC Bayern München: "Luca Toni muss man herausstreichen. Er ist ein Spieler mit eingebauter Torgarantie. Und auch Franck Ribery: Er hat ein Kreativelement in den Fußball reingebracht, das für den Nachwuchs sehr wichtig ist, damit alle mal wiedersehen, was man eigentlich mit der Kugel machen kann."

Über den Abschied von Oliver Kahn: "Er hat weltweit eine Ära des deutschen Fußballs geprägt. Er ist einer, der uns würdig im Ausland vertritt. Hast du einen Typ wie Oliver Kahn, wirst du deutscher Meister. Hast Du einen zweiten dazu wie Stefan Effenberg, dann gewinnst du die Champions League."

Über den Abstieg des 1. FC Nürnberg: "Die Liga hält man nur, wenn man den Kampf annimmt. Cottbus und Bielefeld haben sich unten rausgekämpft. Die haben geknüppelt, gekratzt und gespuckt, um die Liga zu halten."

Thomas von Heesen (Trainer 1.FC Nürnberg) nach der 0:2-Pleite gegen den FC Schalke 04: "Heute war es wie verhext. Wir hatten zu wenig Durchschlagskraft nach vorn, um das Spiel entscheidend zu prägen. Die Stürmer sind gefordert zu treffen. Das ist letztendlich eine Überzeugungsfrage und eine Qualitätsfrage."

Über den Abstieg: "Man darf sich mit solchen Dingen nicht abfinden. Die Zielsetzung war eine ganz andere, nämlich die Klasse zu halten. In zwei, drei Heimspielen, gegen Cottbus oder Bielefeld, haben wir die Punkte liegen lassen, um die Klasse zu halten. Das ist bitter, böse und schade. Wir sind am Boden zerstört, das muss man erst man sacken lassen."

Über seine Zukunft als Club-Trainer: "Ich habe grundsätzlich immer die Top-Motivation, die Dinge wieder gerade zu rücken. Die Kernfrage ist, wie der Klub sich verhält, wie das Umfeld sich verhält. Gewisse Dinge müssen ein, zwei Tage später besprochen werden. Ich brauche eine ganz klare Tendenz, nicht nur vom Verein, sondern grundsätzlich. Ich muss ein gutes Gefühl haben. Ich habe für die 2. Liga auch für den Fall mit voller Überzeugung unterschrieben, dass es nicht klappt. Und dazu stehe ich auch."

Martin Bader (Sportdirektor 1.FC Nürnberg) nach dem Abstieg: "Natürlich hat man es im Hinterkopf, wenn man fast die ganze Saison auf einem Abstiegsplatz steht. Aber wenn es passiert, ist es brutal, es ist paralysierend. Wir haben gewusst, dass wir eine Mannschaft haben, die gut Fußball spielen kann, wir haben im UEFA-Cup gute Spiele absolviert. Davon haben wir uns blenden lassen, im dem wir gesagt haben: Das wird schon."

Über die Zukunft von von Heesen: "Da gibt es von meiner Seite überhaupt keine Diskussionen. Wir dürfen jetzt kein Vakuum entstehen lassen. Wir brauchen mit von Hessen einen Trainer, der die Mannschaft und das Umfeld kennt. Wir brauchen einen Trainer, der mit mir eine Mannschaft zusammenstellen kann, um den sofortigen Wiederaufstieg zu realisieren."

Michael Frontzeck (Trainer Arminia Bielefeld) nach dem Klassenverbleib: "Wir hatten großes Herz und haben immer Leidenschaft gezeigt. Es ist verdient, dass wir in der Liga geblieben sind. Nach dem wirklich schwarzen Heimspiel gegen Duisburg ist es Schritt für Schritt nach vorne gegangen und nachher haben wir größere Schritte gemacht."

Torsten Frings (Werder Bremen) nach dem 1:0-Sieg in Leverkusen und der Champions-League-Qualifikation: "Ich denke, dass wir richtig viel Pech hatten in dieser Saison. Der zweite Platz ist wie eine kleine Meisterschaft für uns."

Thomas Schaaf (Trainer Werder Bremen) nach der Champions-League-Qualifikation: "Wir haben einiges erlebt in diesem Jahr, wir haben viele Dinge durchmachen müssen. Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie eine gute Mannschaft ist, dass sie viele Hindernisse aus dem Weg geräumt hat, und dass sie sich den zweiten Platz verdient hat."

Wolfgang Holzhäuser (Geschäftsführer Bayer 04 Leverkusen) nach der 0:1-Heimpleite gegen Werder Bremen: "Die Enttäuschung sitzt tief. Man muss erst einmal verarbeiten, dass man nach vielen Jahren erstmals nicht international dabei. Man sollte ein, zwei Tage darüber schlafen und dann eine akribische Analyse erstellen, woran es gelegen hat, dass wir in der Rückrunde derart stark abgefallen sind."

Über die Zukunft von Trainer Michael Skibbe: "Er leistet aus meiner Sicht eine gute Arbeit. Aus welchen Gründen auch immer hat er keinen Bonus bei den Zuschauern, was ich nicht nachvollziehen kann. Aber Verständnis habe ich schon für die 'Skibbe raus'-Rufe."


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