Werder: Der Wortlaut der Presseerklärungen

SID
Dienstag, 29.04.2008 | 18:25 Uhr
Klaus Allofs, Ivan Klasnic
© Getty
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Bremen - Nach einem "klärenden Gespräch" zwischen Ivan Klasnic und Verantwortlichen des Bundesligisten Werder Bremen veröffentlichten beide Parteien eine gemeinsame Presseerklärung.

Beim Treffen, an dem neben Klasnic auch seine Anwälte Matthias Teichner und Klaus-Peter Horndasch, die beiden Werder-Geschäftsführern Manfred Müller und Klaus Allofs sowie Cheftrainer Thomas Schaaf teilnahmen, ging es insbesondere um Äußerungen des Ehepaars Klasnic in Verbindung mit der Krankheitsgeschichte des Spielers und das Verhalten von Werder Bremen in diesem Zusammenhang.

Werder Bremen:

"Die Äußerungen und die Berichterstattung der letzten Tage haben uns dazu veranlasst, ein klärendes Gespräch mit Ivan Klasnic und seinen Vertretern zu suchen. Dies wurde heute in ausführlicher und sachlicher Weise durchgeführt. Hierzu merken wir an:

Bei Ivan Klasnic und seiner Familie ist der Eindruck entstanden, Werder Bremen habe sich während seiner Erkrankung nicht in ausreichendem Maße gekümmert. Wir bedauern dies sehr. Wir räumen ein, dass wir in manchen Situationen besser hätten reagieren können.

Wir weisen noch einmal darauf hin, dass uns sehr daran gelegen ist, zur vollständigen Aufklärung der Krankheitsgeschichte beizutragen. Mit dem heutigen Gespräch wurden die Irritationen zwischen Ivan Klasnic und Werder Bremen ausgeräumt. Wir werden uns zur Fortführung der Vertragsgespräche weiterhin mit Ivan Klasnic zusammensetzen."

Ivan Klasnic:

"Es hat in der vergangenen Zeit Äußerungen von mir und meiner Frau im Zusammenhang mit der gegen Dr. Dimanski und Dr. Guha gerichteten Klage gegeben, die in der Öffentlichkeit als starke Kritik am Verein Werder Bremen bewertet worden sind und bewertet werden mussten. Wir stellen ausdrücklich fest, dass sich alle Äußerungen ausschließlich gegen die betroffenen Ärzte richteten, nicht gegen den Verein oder die für den Verein verantwortlich Handelnden selbst.

Auch meine Ehefrau Patricia erklärt dazu, schlicht falsch zitiert worden zu sein, soweit dadurch bedauerlicherweise der Eindruck entstanden ist, dass Äußerungen sich nicht gegen die Ärzte, sondern gegen den Verein bzw. Verantwortliche des Vereins gerichtet haben.

Weder gab es in der Vergangenheit noch gibt es gegenwärtig Einschränkungen für mich in der Möglichkeit, mich in der Öffentlichkeit zur Erkrankung zu äußern. Soweit Äußerungen gefallen sind, die dem Verein unterstellen, auf meine Behandlung in irgendeiner Weise negativen Einfluss genommen zu haben, ist der damit verbundene Eindruck falsch.

Werder Bremen hat mir erklärt, mich und meine Familie dabei zu unterstützen, die Ursache und die Verantwortung für meine schwere Erkrankung aufzuklären. Ich, Ivan Klasnic, werde als Fußballspieler von Werder Bremen alles dafür tun, dem Verein zum bestmöglichen Saisonergebnis zu verhelfen. Dabei werde ich selbstverständlich vertragsgemäß als Bundesligaspieler auch die Unterstützung des Mannschaftsarztes Dr. Dimanski in Anspruch nehmen.

Ich wünsche ausdrücklich die Aufrechterhaltung und Intensivierung der Zusammenarbeit, um Missverständnisse und Fehlinterpretationen in der Zukunft zu vermeiden."

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