Bundesliga

Tremmel: Sorry für "Sch..."-Sprüche

SID
Montag, 28.04.2008 | 14:11 Uhr
Tremmel, Cottbus, Rostock, Dresden, Berlin
© Getty
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Cottbus - Seinen Ausraster nach dem emotionsgeladenen Ost-Derby hat Gerhard Tremmel inzwischen bereut - doch um eine Geldstrafe durch den DFB wird der Torwart von Energie Cottbus wohl nicht herumkommen.

Der DFB-Kontrollausschuss hat ein Ermittlungsverfahren gegen Tremmel eingeleitet. TV-Aufzeichnungen sollen zeigen, wie Tremmel nach dem 2:1 im Bundesliga-Duell gegen Hansa Rostock per Megafon die Energie-Fans mit beleidigenden Sprüchen gegenüber anderen Vereinen heiß gemacht hat.

"Scheiß Hansa Rostock. Scheiß Dynamo Dresden. Scheiß Hertha BSC", soll Tremmel nach übereinstimmenden Medienberichten gerufen haben.

Das war nicht der "normale Gerry" 

Er sei nach dem sensationellen Spielverlauf voller Adrenalin gewesen, das sei aber nicht der "normale Gerry": Dennoch sei es angebracht, "ganz deutlich Entschuldigung zu sagen", erklärte Tremmel und verwies auf den außergewöhnlich emotionalen Moment nach dem Last-Minute-Sieg, der möglicherweise schon eine Vorentscheidung im Abstiegskampf war.

Der Torwart, der mit zwei Superparaden wesentlich zum Energie-Sieg beigetragen hatte, war am Ende auf den Zaun vor der Fan-Tribüne gestiegen und hatte die Stimmung angeheizt.

"Mir liegt es fern, andere Vereine und Mannschaften zu diffamieren. Ich kenne die Problematik in den Ost- Clubs, und in meinen zwei Hertha-Jahren habe ich vom dortigen Torwart-Trainer enorm viel gelernt", sagte der 29 Jahre alte Tremmel.

Cottbus wird Tremmel nicht bestrafen

Der DFB-Kontrollausschuss hat Tremmel zu einer zeitnahen Stellungnahme aufgefordert, danach wird über den weiteren Fortgang des Verfahrens entschieden. Energie sieht keinen Grund, Tremmel zu belangen.

Zwar fand Manager Steffen Heidrich die Aktion nicht in Ordnung: "Ich kann die Emotionalität des Augenblicks nachvollziehen. Aber als Profi muss er sich besser im Griff haben." Die Unsportlichkeit werde aber "in keinem Fall" interne Konsequenzen haben, erklärte Energie-Sprecher Ronny Gersch.

Cottbus-Trainer Bojan Prasnikar lüftete derweil das "Geheimnis" um das gelungene Comeback von Matchwinner Rangelow. Der Bulgare war nach dreimonatiger Verletzungspause und Bandscheiben-Operation gegen Hansa eingewechselt worden - und sorgte in der Nachspielzeit für die Entscheidung.

Rangelows Karriere war gefährdet

Prasnikar hatte seinem wichtigen Stürmer (6 Saisontore) in dessen schwerster Zeit, als sogar Rangelows Laufbahn gefährdet schien, Mut mit seiner eigenen Leidensgeschichte gemacht.

Als Spieler bei NK Smartno war Prasnikar nach einem Tritt die Milz entfernt worden, die Ärzte hatten ihm danach Leistungssport verboten. "Doch ich habe gesagt, ich spiele weiter", berichtete der Slowene.

Nach monatelanger Pause war Prasnikar als vierfacher Torschütze auf den Platz zurückgekehrt - genug Motivation für Rangelow.

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