Mittwoch, 30.04.2008

Grössenwahn bricht aus?

Jones liebäugelt mit Wechsel zum Top-Klub

Gelsenkirchen - Jermaine Jones liebäugelt mit einem Wechsel vom FC Schalke 04 zu einem europäischen Top-Klub: "Schalke ist ein Klasseverein. Deshalb werde ich niemanden anlügen. Ich muss zu einem Verein wie Barcelona, Madrid, Milan oder Manchester United."

Jones, Schalke, Bundesliga
© DPA

"Das ist der Anspruch, den ich habe. Das will ich unbedingt schaffen", sagte der Mittelfeldspieler des Revierklubs in einem Interview mit der "Sport Bild". Im Fall eines entsprechenden Angebotes sei ein Vereinswechsel schon im Sommer nicht auszuschließen: "Ich glaube, dass wir dann alles mit Schalke 04 besprechen könnten. Wenn ein großer Verein kommt, würde Schalke mir sicher keine Steine in den Weg legen."

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Spieler sollen sich nicht verrückt machen lassen

Das sieht Schalkes Manager Andreas Müller offenbar anders. Er betonte, dass "es bisher keine Anfrage für einen der Spieler" gebe, "die in letzter Zeit in der Öffentlichkeit mit anderen Vereinen in Verbindung gebracht wurden".

Dabei bezog sich Müller nicht nur auf Jones, sondern auch auf Rafinha, an dem der FC Liverpool interessiert sein soll, und Ivan Rakitic (Inter Mailand).

Schalke wolle sich wieder für die Champions League qualifizieren und damit den Spielern eine "langfristige Perspektive bieten". Er empfiehlt den Profis, sich nicht durch irgendwelche kolportierten Summen verrückt machen zu lassen. "Sonst haben sie nicht nur eine Latte vor dem Kopf, sondern einen ganzen Zaun."

"Ich habe meinen Mann gestanden"

Jones bestätigte erste Offerten ausländischer Clubs. "Ich bin sehr stolz darauf, dass andere sich für mich interessieren", sagte der Nationalspieler, der sich Hoffnung auf einen Platz im Kader von Bundestrainer Joachim Löw für die anstehende EM in der Schweiz und in Österreich macht.

"Klar will ich bei der EM dabei sein. Solange alles offen ist, werde ich kämpfen und mich beweisen."

Kritik an Mirko Slomka 

Jones verwies auf seine starken Leistungen auf europäischer Klubebene: "Wir hatten Chelsea, Trondhein, Barcelona, Porto, Valencia - da habe ich überall meinen Mann gestanden. Deswegen will ich nächstes Jahr definitiv Champions League spielen. Im Moment sieht es ja ganz gut aus", sagte Jones, der auf Schalke einen Vertrag bis 2011 besitzt.

Mit den Aussagen seines ehemaligen Trainers Mirko Slomka, den Mittelfeldspieler für Schalke entdeckt zu haben, kann sich Jones nicht anfreunden.

Sein Wechsel aus Frankfurt ins Revier sei in erster Linie ein Verdienst von Manager Andreas Müller. "Vom Entdecker Slomka kann keine Rede sein. Wenn, dann von Andreas Müller. Soll Mirko Slomka doch sagen, was er will."

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