Der Ausnahmezustand naht

Von Haruka Gruber
Montag, 14.04.2008 | 09:00 Uhr
Christoph Daum
© Getty
Advertisement
Serie A
CFC Genua -
Hellas Verona
Premier League
Everton -
Newcastle
Primera División
Bilbao -
Levante
Primeira Liga
FC Porto -
Setubal
J1 League
Kashima -
Kobe
Super Liga
Roter Stern -
Cukaricki
DBU Pokalen
Bröndby -
Midtjylland
Copa Libertadores
Cruzeiro -
Univ Chile
First Division A
Genk -
Brügge
Championship
Fulham -
Sunderland
Ligue 1
Montpellier -
St. Etienne
Primera División
Levante -
FC Sevilla
J1 League
Kobe -
Kawasaki
Primera División
Espanyol -
Las Palmas
Premier League
Liverpool -
Stoke
CSL
Guangzhou Evergrande -
Jiangsu
Championship
Aston Villa -
Derby County
Premier League
Huddersfield -
Everton
Primera División
Real Sociedad -
Bilbao
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Rijeka
Ligue 1
Lyon -
Nantes
Serie A
AS Rom -
Chievo Verona
Championship
Middlesbrough -
Millwall
Premier League
Swansea -
Chelsea
Primera División
Real Madrid -
Leganes
Primeira Liga
Benfica -
Tondela
Ligue 1
Bordeaux -
Dijon
Ligue 1
Lille -
Metz
Ligue 1
Monaco -
Amiens
Ligue 1
Strassburg -
Nizza
Ligue 1
Troyes -
Caen
Premier League
Crystal Palace -
Leicester (Delayed)
Primera División
Villarreal -
Celta Vigo
Serie A
Inter Mailand -
Juventus
Premier League
Southampton -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
West Bromwich (Delayed)
Premier League
Burnley -
Brighton (Delayed)
Primera División
Getafe -
Girona
Serie A
Crotone -
Sassuolo
Premiership
Celtic -
Rangers
Eredivisie
Feyenoord -
Sparta
Ligue 1
Rennes -
Toulouse
Serie A
Sampdoria -
Cagliari
Serie A
Atalanta -
CFC Genua
Serie A
Bologna -
AC Mailand
Serie A
Hellas Verona -
SPAL
Serie A
Benevento -
Udinese
Premier League
West Ham -
Man City
Primera División
Alaves -
Atletico Madrid
Ligue 1
Angers -
Marseille
Premier League
Man United -
Arsenal
Superliga
Bröndby -
Nordsjälland
Serie A
Florenz -
Neapel
Primera División
Valencia -
Eibar
Primeira Liga
Maritimo -
FC Porto
Primera División
La Coruna -
FC Barcelona
Serie A
FC Turin -
Lazio
Ligue 1
PSG -
Guingamp
Premier League
FK Krasnodar -
Lok Moskau
Premier League
Tottenham -
Watford
Primera División
Real Betis -
Malaga
Copa Libertadores
Nacional -
Santos
J1 League
Kobe -
Tokyo
Premier League
Brighton -
Man United
Primera División
FC Sevilla -
Real Sociedad
Primera División
Girona -
Eibar
Premier League
Stoke -
Crystal Palace
CSL
Guangzhou R&F -
Shanghai Shenhua
Serie A
AC Mailand -
Hellas Verona
Premier League
Everton -
Southampton
Premier League
Leicester -
West Ham (DELAYED)
Serie A
Juventus -
Bologna
Premier League
Bournemouth -
Swansea (Delayed)
Premier League
Watford -
Newcastle (Delayed)
J1 League
Hiroshima -
Kobe
Serie A
Udinese -
Inter Mailand
Premier League
Man City -
Huddersfield
Serie A
Lazio -
Atalanta
Serie A
Chievo Verona -
Crotone
Serie A
CFC Genua -
Florenz
Serie A
Neapel -
FC Turin
Premier League
Chelsea -
Liverpool
Primeira Liga
FC Porto -
Feirense

München - Youri Mulder und Mike Büskens also. Gewiss, beide sind Sympathieträger und waren dabei beim UEFA-Cup-Sieg 1997 - aber gleich als neues Trainerduo des FC Schalke 04?

Um 16.11 Uhr, rund drei Stunden nach der Verkündung von Mirko Slomkas Entlassung, gab der Verein bekannt, dass Mulder und Büskens auf Interimsbasis bis zum Saisonende die Verantwortung übernehmen werden.

VIDEO: Andreas Müller über Slomkas Entlassung

Aber dass beide womöglich als Langzeit-Lösung auch über den Sommer hinweg bleiben, gilt als ausgeschlossen.

Mulder, in seiner Heimat Niederlande ein geachteter TV-Experte aber nur mit wenig Coaching-Erfahrung, und Büskens, Trainer der zweiten Mannschaft von S04, fallen mit Sicherheit nicht unter das Anforderungsprofil von Klub-Präsident Josef Schnusenberg. Er sehe auf Schalke endlich einen Mann mit "internationalem Format", sagte er im letzten Herbst.

Die Reaktionen zu Slomkas Entlassung

Ein Jose Mourinho oder Guus Hiddink werden mit Sicherheit nicht den Weg nach Gelsenkirchen finden, zu unbedeutend ist der Revierklub trotz Champions-League-Viertelfinale im europäischen Vergleich. Doch wer könnte ab Sommer Slomkas dauerhafte Nachfolge antreten? Die Pro-und-Contra-Liste der heißesten Kandidaten.

Diashow: Höhen und Tiefen - Slomkas Zeit bei Schalke 04

Der Unberechenbare: Christoph Daum (1. FC Köln)

Was für ihn spricht: Die Zeit in Köln ist wohl vorbei, gilt als Liebling der S04-Oberen. Warum? Weil er vom Selbstverständnis her dem des Klubs entspricht. Zur Erinnerung die womöglich selbst lancierte Überschrift "Jetzt will Chelsea Kölns Daum!" (September 2007). Ein Fast-Blues-Coach als Schalkes neuer Mann? Mehr Format geht nicht...

Was gegen ihn spricht: Personifiziert genau das, was S04 am wenigsten braucht: Unberechenbarkeit. Hört nicht immer auf Vorgesetzte oder die Vernunft, redet sich gerne um Kopf und Kragen. Mit ihm kehrt vielleicht der Erfolg ein - definitiv aber der Wahnsinn.

Der Topfavorit: Fred Rutten (Twente Enschede)

Was für ihn spricht: Hervorragender Ruf unter Experten - obwohl ihn in Deutschland kaum jemand richtig kennt. Mulder arbeitet unter Rutten, den auch der HSV wollte, als Stürmertrainer. Etablierte Enschede in der niederländischen Spitze und gilt als hart, ein "Typ wie Huub Stevens" ("Bild").

Was gegen ihn spricht: Wenn Slomka zu wenig Renommee hat, über was verfügt dann Rutten? Ist einfach keine Nummer, von internationalem Format mal zu schweigen. Zumal Twente seine bisher einzige Station als Cheftrainer ist.

 Das Naheliegende: Eric Gerets (Olympique Marseille)

Was für ihn spricht: Vertreter der Eher-Peitsche-als-Zuckerbrot-Schule, im Vergleich zu ihm wirkt Slomka wie der kuschelige Fozzie Bär. Könnte dem Team die Disziplin einbläuen, die die Chefetage seit langem erwartet. Und: Nach seiner Zeit in Wolfsburg und der Türkei hat er seinen Ruf in Marseille aufpoliert.

Was gegen ihn spricht: Scheiterte in der Bundesliga in Kaiserlautern und Wolfsburg bereits nach eineinhalb bzw. einem Jahr. Gerets ist kompetent, doch in der Kommunikation hat er seine Schwächen. Soll bei Olympique jedoch an Souveränität dazu gewonnen haben.

Das Vitamin B: Dick Advocaat (Zenit St. Petersburg)

Was für ihn spricht: Traditionalist. Spitzname: kleiner General. Erfolg bei Zenit, besitzt als ehemaliger niederländischer und südkoreanischer Nationaltrainer so etwas wie weltmännischen Habitus. Und: Vielleicht helfen die Gazprom-Connections.

Was gegen ihn spricht: Die Dimension seines Scheiterns in Mönchengladbach ist noch immer unerreicht. Stellte sich mit etlichen Millionen sein Team zusammen - und wurde nach fünf Monaten gegangen. Galt auch schon bei den Rangers in Transferangelegenheiten als wenig effektiver Geldverschwender.

Der Außenseiter: Jürgen Klopp (FSV Mainz 05)

Was für ihn spricht: Jung, dynamisch, eloquent. Riesiges Standing in der Öffentlichkeit. Könnte sich auch medial gegen die Schnusenbergs behaupten. Holt beim FSV seit Jahren sehr viel aus dem jeweiligen Kader heraus, lässt einen sehr gepflegten Ball spielen - so wie es die Schnusenbergs auch bei Schalke sehen wollen.

Was gegen ihn spricht: Jung, dynamisch, eloquent. Passt daher nicht in den eingefahrenen S04-Machtklüngel. Zumal Klopp sowieso beim FSV bleibt, sollte der Aufstieg gelingen. Und auch wenn Klopp der TV-Bundestrainer der Nation ist, versprüht er nicht wirklich internationales Flair. Chelsea hat ihm ja auch kein Angebot gemacht.

 

Die SPOX-User sind empört und erschüttert. Hier die Kommentare unmittelbar nach Bekanntwerden der Schalker Entscheidung.

 

Werbung
Werbung
Dunkest - The American Fantasy Basketball by SPOX.com
Werbung
Werbung