Nur ein bisschen Fisch und Fleisch

SID
Freitag, 25.04.2008 | 22:00 Uhr
Bundesliga, Frankfurt, Dortmund, Fußball
© Getty
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Frankfurt - Thomas Doll hat mit seiner Brandrede zumindest bei seinen Spielern eine sportliche Reaktion ausgelöst.

Dank einer Steigerung in der zweiten Halbzeit erkämpfte sich Borussia Dortmund am Freitagabend bei Eintracht Frankfurt ein 1:1 (0:0) und dürfte damit im Saisonendspurt der Bundesliga nichts mehr mit dem Abstiegskampf zu tun haben.

Vor 51.500 Zuschauern in der ausverkauften Commerzbank-Arena hatte Benjamin Köhler die Gastgeber nur 42 Sekunden nach dem Wiederanpfiff in Führung gebracht, die der Pole Jakub Blaszczykowski aber in der 51. Minute ausgleichen konnte.

Die schönsten Bilder aus der Commerzbank-Arena 

"Wir haben eigentlich sehr gut gespielt. Leider haben wir einmal geschlafen. Das ist bestraft worden", sagte Frankfurts Trainer Friedhelm Funkel. Doll atmete nach dem Spiel erst einmal durch. "Die Mannschaft hat heute eine Reaktion gezeigt, das war wichtig. Wir haben jetzt noch vier Spiele und wollen noch so viele Punkte wie möglich sammeln." Auch Ex-Nationalspieler Christian Wörns war zufrieden. "Wir wollten unbedingt gewinnen. Das hat man gesehen."

In der Pause verkündete BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke eine frohe Kunde für alle schwarz-gelben Fans. "Wir werden für die kommende Saison ordentlich in die Mannschaft investieren", sagte Watzke bei Premiere.

Drittes Saisontor für Köhler

Die Zuschauer im zum siebten Mal in dieser Saison ausverkauften WM-Stadion sahen im ersten Durchgang eine schwache Partie mit wenig Höhepunkten. Erst nach dem Seitenwechsel nahm die Begegnung endlich Fahrt auf.

Keine Minute war in der zweiten Halbzeit gespielt, als Köhler mit seinem dritten Saisontreffer nach Flanke von Patrick Ochs die Führung für die Eintracht gelang. Der nur 1,72 Meter große Frankfurter traf wie schon gegen die Bayern per Kopf. Dortmunds Wintereinkauf Antonio Rukavina hatte geschlafen. Das Tor im SPOX-Replay!

Der BVB zeigte sich allerdings überhaupt nicht geschockt. Zwei Minuten nach dem Rückstand hämmerte Marc-Andre Kruska, der für den verletzten Sebastian Kehl ins Team gerutscht war, den Ball aus 25 Metern an die Latte. Der Dortmunder Ausgleich ließ dennoch nicht lange auf sich warten. In der 51. Minute erzielte Blaszczykowski nach feinem Zuspiel von Kruska das 1:1. Das Tor im SPOX-Replay!

Die Eintracht, die trotz zuletzt drei Niederlagen in unveränderter Formation begonnen hatte, verlor nun kurzzeitig den Überblick und hatte Glück, dass Torwart Markus Pröll bei einem Petric-Kopfball zur Stelle war und die Gäste-Führung verhinderte (53.).

Rutscht der BVB noch in den Abstiegskampf? Jetzt selbst nachrechnen!

Amanatidis bleibt bis 2012

Frankfurt offenbarte in der Folgezeit weiter große Probleme im Angriff. Ioannis Amanatidis, der seinen Vertrag bei den Hessen vor der Begegnung vorzeitig um zwei Jahre bis 2012 verlängerte, wartet nun schon seit dem 23. Februar auf einen Treffer. Sein Sturmpartner Martin Fenin ist nach starkem Beginn und vier Toren in zwei Spielen nun sogar schon seit dem 8. Februar ohne Erfolgserlebnis.

Im ersten Durchgang hatten sich beide Teams an Harmlosigkeit überboten. Die Gastgeber agierten zwar optisch überlegen, konnten sich gegen die diszipliniert spielende Dortmunder Defensive aber nicht entscheidend durchsetzen.

Lediglich Benjamin Köhler sorgte zunächst zwei Mal für Gefahr vor dem Tor des Pokalfinalisten. In der dritten Minute scheiterte er mit einem harmlosen Schuss am BVB-Keeper Marc Ziegler. 20 Minuten später wurde der Mittelfeldspieler im letzten Moment von den beiden Dortmundern Blaszczykowski und Rukavina abgeblockt.

Erste Torchance für Tinga

Von den Gästen, die nur eines der vergangenen acht Punktspiele hatten gewinnen können und zuletzt zwei Mal mit leeren Händen den Platz verlassen hatten, war dagegen offensiv gar nichts zu sehen.
Erst in der 39. Minute hatte der Brasilianer Tinga die erste Gelegenheit für die Gäste, schoss aus aussichtsreicher Position aber weit über das Frankfurter Tor. Zuvor hatte sich der als hängende Spitze agierende Mladen Petric schön auf der linken Seite durchgesetzt.

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