Freitag, 14.03.2008

Daimler-Stadion wird umgebaut

VfB bekommt reines Fußballstadion

Stuttgart  - Der deutsche Meister VfB Stuttgart erhält eine reine Fußball-Arena. Am 24. April soll der Umbau des Daimler-Stadions vom Gemeinderat beschlossen werden.

© Getty

Ein detaillierte Plan wurde den Fraktionen bereits vorgestellt und soll am 2. April bei einer Pressekonferenz der Öffentlichkeit präsentiert werden. Ein Sprecher der Stadt bestätigte entsprechende Medienberichte; es seien nur noch Details zu klären. Die Gesamtinvestition beträgt 73,2 Millionen Euro. Der VfB bringt als stiller Gesellschafter 27 Millionen ein.

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Da die Laufbahn entfernt wird, ist der Umbau das Ende des internationalen Leichtathletik-Standorts Stuttgart. Vergeblich hatten der Württembergische Leichtathletik-Verband (WLV) und der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) gegen eine Fußball-Arena gekämpft.

Baustart im April 2009

Schließlich hatte die olympische Kernsportart bei der Europameisterschaft 1986 und bei der Weltmeisterschaft 1993 im Daimler-Stadion rauschende Feste gefeiert. Allerdings gelang es den Funktionären nie, die Begeisterung weiterzutragen: Das Weltfinale fuhr zuletzt ein Defizit ein.

Die Bauarbeiten sollen im April 2009 beginnen. Ende 2011 will der VfB vor neuer Kulisse spielen. Die beiden Kurven werden abgerissen, die Tribünen direkt ans Spielfeld herangebaut. Das Fassungsvermögen steigt von 55.900 auf 56.400 Zuschauer.

Halle unter der Tribüne

Zudem wird das Spielfeld um eineinhalb Meter abgesenkt und das Dach angepasst. Unter einer Tribüne entsteht eine Halle für mehr als 2000 Besucher. Um den Umbau finanzieren zu können, haben sich Oberbürgermeister Wolfgang Schuster und Finanzbürgermeister Michael Föll (beide CDU) sowie VfB-Präsident Erwin Staudt einen Winkelzug ausgedacht: Die Objektgesellschaft Neckarpark GmbH baut das Stadion um und vermietet es an den VfB.

Zudem übernimmt sie von der Stadt 33 Millionen Euro Altschulden aus der Modernisierung der Haupttribüne. Der VfB bringt neben einmalig 27 Millionen Euro - die Sponsoren bezahlen sollen - noch eine Pacht von jährlich 5,3 Millionen Euro und einen Anteil aus den Einnahmen der Eintrittskarten (1,1 Millionen) ein.

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