Dienstag, 11.03.2008

Bundesliga

Gomez im Visier der Top-Klubs

Stuttgart - Für Glanz und Gloria sorgt beim schwächelnden VfB Stuttgart in dieser Saison allein Mario Gomez. Verteidiger Ludovic Magnin verklärte den Stürmer sogar zum "Außerirdischen".

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© Getty

Aber auch wenn Torjäger Gomez noch ein ganzes Stück von den einst als "Galaktische" gefeierten Madrider Superstars Ronaldo, Zinedine Zidane oder Luis Figo entfernt ist, führt sein Weg steil nach oben - und über kurz oder lang weg vom schwäbischen Bundesligisten.

VfB-Sportdirektor Horst Heldt hat sich darauf eingestellt, den begehrten Nationalspieler vorzeitig zu verlieren: "Es ist unrealistisch, dass Mario seinen Vertrag mit uns bis 2012 erfüllt. Wir sind nicht so naiv zu glauben, dass er sein Leben lang für den VfB spielt."

Interessenten stehen Schlange

Die Spione internationaler Top-Klubs haben den Top-Torjäger längst im Visier. "Dass sich die großen Vereine mit Mario befassen, ist doch normal", bestätigte sein Berater Uli Ferber.

Zum Kreis der Interessenten sollen der FC Barcelona, Real Madrid, AC Mailand, Juventus Turin, FC Chelsea, FC Arsenal, Manchester United und auch der FC Bayern München gehören.

"Es ist doch klar, dass die Begehrlichkeiten mit jedem Tor wachsen", räumte Heldt ein. "Aber die großen Klubs haben Marios Klasse nicht erst jetzt erkannt."

Zu Gomez' Stärken zählt sein unglaublicher Torinstinkt. Der Stürmer hat für seine Treffsicherheit eine simple Erklärung: "Es passiert einfach."

Nur Klose ist besser

Das Fachblatt "kicker" errechnete, dass der wegen seiner spanischen Wurzeln als "Tor-ero" gefeierte 22-Jährige nur von Miroslav Klose übertroffen wird. Der Bayern-Star kommt mit 107 Treffern in 230 Bundesligapartien auf einen Schnitt von 0,47, Gomez lag vor dem Cottbus-Spiel (81/34 Tore) bei einer Quote von 0,42.

Trotz aller Qualitäten weist Gomez im Vergleich mit Weltstars wie Didier Drogba (Chelsea), Zlatan Ibrahimovic (Inter Mailand) oder Thierry Henry und Ronaldinho von seinem Lieblingsklub FC Barcelona große Defizite auf.

Vor allem bei Ballannahme und Kombinationsspiel muss sich der wuchtige Angreifer noch gehörig verbessern. Ironischerweise liegt in diesen Schwächen Stuttgarts große Chance, das Objekt der Begierde noch einige Zeit halten zu können.

"Habe nicht vor, jetzt zu gehen"

"Ich habe nicht vor, jetzt zu gehen", sagte Gomez, dessen Marktwert bei 25 bis 30 Millionen Euro liegen soll. Der in Riedlingen aufgewachsene Profi fühlt sich wohl beim VfB.

Unter Trainer Armin Veh hat er eine Stammplatzgarantie und kann sich ohne den in einem Top-Klub möglicherweise kontraproduktiven Konkurrenzkampf entwickeln.

"Mario hat einen ganz klaren Plan, und auch wir haben einen Plan. Der sieht vor, möglichst lange zusammenzuarbeiten", sagte Heldt.

Ziel: Stammspieler bei der EM

Steigern muss sich Gomez auch für die Verwirklichung seines Traums: Bei der EM will er nicht nur dabei sein, sondern möglichst Stammspieler werden.

 Bundestrainer Joachim Löw hält große Stücke auf den Stuttgarter: "Mario ist ein guter Stürmer." Ob es reicht, Partner des wohl gesetzten Klose zu werden, hängt wesentlich davon ab, ob Gomez seinem Ruf als "Mister Zuverlässig" (VfB-Stadionzeitung vor dem Dreierpack gegen Bremen) weiter gerecht wird.


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