Freitag, 01.02.2008

Bundesliga

Kartellamt wartet auf TV-Vertrag

Hannover - Das neue Vermarktungsmodell der Bundesliga steht weiterhin beim Bundeskartellamt auf dem Prüfstand.

Nach Angaben der Wettbewerbshüter hat die Deutsche Fußball Liga (DFL) noch nicht alle Unterlagen für die kartellrechtliche Untersuchung vorgelegt. Auch der Vertrag mit der Kirch-Tochter Sirius sei nicht übersandt worden. Deshalb sei derzeit das Ende der Prüfung noch nicht absehbar, teilte die Behörde mit.

"Die von der Vermarktung der Medienrechte betroffenen Unternehmen und insbesondere die fußballbegeisterten Fernsehzuschauer müssen wissen, was in der Saison ab 2009/2010 auf sie zukommt. Dafür ist es aber erforderlich, dass die DFL das Verfahren zügig und konstruktiv begleitet", sagte Kartellamtspräsident Bernhard Heitzer. Seine Behörde prüft auf Antrag des Pay-TV-Senders Premiere seit Herbst 2007, ob das neue Modell mit dem Kartellrecht zu vereinbaren ist.

500 Millionen Euro pro Saison 

Die DFL betonte ihrerseits die konstruktive Zusammenarbeit mit dem Kartellamt. Sie soll fortgesetzt werden. "Die DFL ist im ständigen Kontakt mit dem Bundeskartellamt und hat diesem sämtliche angeforderten Informationen und Unterlagen, soweit diese bereits vorliegen, jeweils unverzüglich übermittelt", erklärte ein Sprecher des Fußball-Dachverbands.

Erst vor zwei Tagen hatte Kirch der DFL eine Garantie für eine Bankbürgschaft für die Vermarktung der TV-Rechte vorgelegt. Der sogenannte "Letter of Comfort" der Raiffeisen Zentralbank Österreich AG (RZB) ist wichtiger Bestandteil eines komplizierten Vertragswerks. Der Sechsjahresvertrag mit Sirius garantiert der DFL durchschnittlich 500 Millionen Euro pro Saison.


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