Bundesliga

Nachfolger von Yeboah und Okocha

SID
Samstag, 09.02.2008 | 12:27 Uhr
amanatidis, fenin
© Getty
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Frankfurt/Main - Drei Bundesliga-Siege in Serie gelangen Eintracht Frankfurt zuletzt vor acht Jahren, doch von einem Aufbruch in eine neue Zeitrechnung wollen die Verantwortlichen trotz des Vormarschs Richtung UEFA-Pokalränge noch immer nichts wissen.

"Nach dem Anschlusstreffer sind wir nervös geworden, das zeigt mir, dass wir noch lange nicht da sind, wo manche uns sehen wollen", sagte Trainer Friedhelm Funkel nach dem 2:1 (1:0)-Heimsieg in der Fußball-Bundesliga gegen Arminia Bielefeld.

Während Frankfurt wieder seinen neuen tschechischen Topscorer Martin Fenin feierte, hielt sich der Frust bei den Ostwestfalen trotz der Niederlage in Grenzen. "In der Hinrunde wäre die Mannschaft nach einem 0:2-Rückstand noch zusammengebrochen", meinte Trainer Michael Frontzeck. "Die Reaktion hat mir gefallen."

Dennoch: Den letzten Auswärtssieg gab es für Bielefeld zum Saisonauftakt am 11. August 2007 beim 3:1 in Wolfsburg.

"Einfach fantastisch"

Als Einheit auf dem Feld präsentierte sich Gastgeber Frankfurt, aus dessen Team Neuzugang Fenin als glanzvoller Vorbereiter und eiskalter Vollstrecker erneut hervorstach. Seine Bilanz nach zwei Spielen im Eintracht-Trikot: Vier Tore, ein Assist. "Es ist wunderschön, einfach fantastisch", sagte der 20 Jahre alte tschechische Nationalspieler.

Sechs Tage nach seinem Debüt-Dreierpack beim 3:0 in Berlin leitete er den Treffer von Kapitän Ioannis Amanatidis (37.) ein, nach der Pause war er selbst zur Stelle (47.). "Unglaublich, was Fenin bis jetzt schon gezeigt hat", sagte der hocherfreute Eintracht-Präsident Peter Fischer.

Mit der nötigen Ordnung und Disziplin beherrschten die Frankfurter vor 43.300 Zuschauern lange Zeit das Geschehen, mussten am Ende aber noch einmal bangen, nachdem Artur Wichniarek das 1:2 (74.) gelungen war.

Unverständnis bei Amanatidis 

"Sie hatten eigentlich keine richtige Torchance, da darf es nicht sein, dass wir fast zwanzig Minuten noch einmal zittern müssen", meinte Kapitän und Torschütze Amanatidis. Unterm Strich war aber auch er zufrieden. "Drei Siege in Serie - das hat es schon lange nicht mehr gegeben."

Stimmt. Zuletzt gaben die Frankfurter zu Jahresbeginn 2000 in drei Partien nacheinander keinen Punkt ab. Damals gewann die Eintracht unter Felix Magath mit 2:0 daheim gegen den SC Freiburg, 3:2 beim MSV Duisburg und 3:1 gegen den TSV 1860 München.

Die Serie riss dann beim deutschen Rekordmeister Bayern München (1:4). Diesmal soll sie am kommenden Samstag bei Hansa Rostock ausgebaut werden. "Wir wollen auch in Rostock drei Punkte", kündigte Mittelfeldmann Markus Weissenberger an.

Frontzeck hat keinen Zauberstock 

Auf einen Sieg, es wäre der erste in diesem Jahr nach dem Pokal- Aus gegen Jena und den beiden Liga-Niederlagen gegen Wolfsburg und Frankfurt, hoffen auch die Arminen.

Allerdings müssen sie erneut auswärts gegen Hertha BSC antreten und dabei auch noch auf ihre Mittelfeldspieler Jörg Böhme und Rüdiger Kauf verzichten. Beide sahen ihre jeweils fünfte Gelbe Karte. "Insgesamt macht der Auftritt jedoch Mut, dass wir in Berlin endlich punkten werden", meinte Finanzvorstand Roland Kentzsch.

Frontzeck mahnte aber zur Geduld. "Das ist eine Sache, die man nicht in einer Woche beheben kann. Man kann nicht hierhinkommen mit einem Zauberstock und die ganze Hinrunde ist vergessen", sagte der Ex-Profi. Er hatte das Amt zu Jahresbeginn übernommen.

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