Nach dem 1:1 gegen Werder Bremen

Kahn: "... dann werden wir souverän Meister"

SID
Montag, 11.02.2008 | 11:35 Uhr
Fußball, Bundesliga, Bayern, Kahn
© DPA
Advertisement
Erlebe
deinen Sport
live
J1 League
Sa12:00
Urawa -
Hiroshima
J1 League
Sa12:00
Kawasaki -
Kobe
CSL
Sa13:35
Jiangsu Suning -
Shanghai SIPG
Allsvenskan
Sa16:00
Malmö -
Eskilstuna
Serie A
Sa21:00
Palmeiras -
Gremio
CSL
So13:35
Tianjin Quanjian -
Guangzhou Evergrande
Serie A
So21:00
Flamengo -
Sao Paulo
Serie A
Di01:00
Fluminense -
Chapecoense
J1 League
Mi12:00
Kawasaki -
Urawa
J1 League
Sa12:00
Vissel Kobe -
Vegalta Sendai
CSL
Sa13:35
Beijing Guoan -
Guangzhou Evergrande
Serie A
So00:00
Corinthians -
Ponte Preta
J1 League
So11:30
Urawa -
Nigata
CSL
So13:35
Tianjin -
Shandong
Serie A
So21:00
Cruzeiro -
Palmeiras
Serie A
Mo00:00
Santos -
Sao Paulo
Allsvenskan
Mo19:00
Göteborg -
Halmstad
Club Friendlies
Do02:00
Sydney -
Arsenal

München - Oliver Kahn, Torwart des FC Bayern München, äußerte zum 1:1 gegen den SV Werder Bremen und dessen Bedeutung für die Bundesliga.

Frage: Wie bewerten Sie das 1:1 gegen Werder Bremen?

Oliver Kahn: "Irgendwie beschleicht mich das Gefühl, dass das 1:1 schmeichelhaft für Bremen ist. Wir haben die Nackenschläge der ersten Halbzeit sehr gut verarbeitet. Das 0:1, die eine oder andere Abseits-Entscheidung, den verschossenen Elfmeter, da haben wir sehr gute Moral gezeigt und haben das 1:1 gemacht. In der zweiten Halbzeit habe ich von Bremen überhaupt nichts mehr gesehen, dafür am Ende eine sehr dominierende Bayern-Mannschaft. Das ist unser Problem, wir machen aus der Überlegenheit einfach zu wenig."

Frage: Was bedeutet das Ergebnis für die Liga?

Kahn: "Das muss man sehen. Wir sind drei Punkte vor Bremen, fünf vor dem Dritten. Wir haben alles in der Hand, wir müssen einfach nur aus unserer Überlegenheit, die wir in fast jedem Spiel haben, das eine oder andere Tor mehr machen, dann werden wir souverän Meister."

Frage: Hat Franck Ribery so stark gefehlt, dass der FC Bayern die Überlegenheit nicht entscheidend nutzen konnte?

Kahn: "Wir haben genug Kreativ-Spieler, genug Spieler, die auch entscheidende Pässe, entscheidende Situationen machen können. Aber man hat nicht das Gefühl, dass wir aus einem Freistoß oder einem Eckball ein Tor erzielen können, damit man so ein Spiel umbiegt und gewinnen kann. Das ist das Problem, wir spielen zwar gefällig und auf ein Tor, aber machen einfach zu wenig draus."

Frage: Was ist nach dem Treffer zum 1:1 in der ersten Halbzeit passiert, als Sie aus Ihrem Tor stürmten und die Gelbe Karte sahen?

Kahn: "Darf man beim Jubeln nicht mehr das Tor verlassen, das ist doch ein Witz, Entschuldigung. Klar kann man da die Gelbe Karte geben, wenn man jubelt und emotional ist. Im Spiel sind viele Emotionen und dazu gehört eine Aggressivität. Das hat doch mit Fußball nichts zu tun, wenn man jeden Scheiß da unterbinden will. Der eine zieht sein Trikot aus und ist gesperrt, der andere läuft aus dem Tor und kriegt Gelb, was wollen wir denn? Wollen wir lauter Lämmchen auf dem Platz rumlaufen haben, die emotionslos ihren Job machen? Da sollte man mal drüber nachdenken, ob manche Gelben Karten wirklich sinnvoll sind."

Frage: Wer wird denn die Temperaments-Rolle übernehmen, wenn Sie am Saisonende nicht mehr dabei sind?

Kahn: "Jede Mannschaft braucht solche Spieler wie Mark van Bommel oder mich, die mit der Körpersprache deutlich machen, was los ist, wie es abgehen muss auf dem Platz, die eine gewisse Aggressivität haben. Leute, die sich auch mal nicht scheuen, unpopuläre Dinge auf dem Platz zu machen. Das ist wichtig, und wenn man weiter für jeden Käse Gelbe Karten kriegt, ist doch klar, dass man sich immer mehr zurückhält."

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung