Nach dem 3:3 gegen den Tabellenletzten

Schlicke: "gefühlte Niederlage" für Duisburg

SID
Sonntag, 03.02.2008 | 11:56 Uhr
Fußball, Bundesliga, Dortmund, Doll
© DPA
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Duisburg - Nach dem 3:3 (2:0) im Ruhrpott-Krimi zwischen Schlusslicht MSV Duisburg und Borussia Dortmund gab es Gewinner und Verlierer.

"Es war eine gefühlte Niederlage", meinte MSV-Abwehrspieler Björn Schlicke enttäuscht, nachdem Dortmunds Joker Diego Klimowicz den Gastgebern den sechsten Saisonerfolg in letzter Sekunde noch weggeschnappt hatte.

Eine Stunde später setzte sich die Glückssträhne des BVB fort: Vier Tage nach dem Sieg gegen Werder Bremen (2:1) zog die auch noch aus Duisburg stammende Weltmeisterin Simone Laudehr für die Dortmunder bei der Viertelfinal-Auslosung des DFB-Pokals mit der Heimpartie gegen den Zweitligisten 1899 Hoffenheim einen weiteren Volltreffer.

Dabei drohte der Rückrunden-Auftakt an der Wedau für den BVB nach dem 0:2 zur Pause und einem 1:3-Rückstand zum Fehlstart zu werden. "Die erste Halbzeit haben wir verschlafen, da waren wir zu langsam im Denken", monierte Dortmunds Trainer Thomas Doll.

Klimowicz eindrucksvoll zurück 

Die Quittung: Iulian Filipescu (18.) und Tobias Willi (30.), der in seinem 141. Bundesligaspiel zum ersten Mal traf, brachten die Gastgeber in Führung. Für Aufregung sorgte nach dem kuriosen 1:2 durch Sebastian Kehl (50.) mit dem Hinterteil der angeblich von Dede an Ivica Grlic verursachte Foulelfmeter, den Mihai Tararache (59.) zum 3:1 verwandelte.

"Dede hat den Ball gespielt und der Linienrichter hat es gesehen. Da muss man den Mut haben, eine Entscheidung zurückzunehmen", ärgerte sich Doll über Schiedsrichter Michael Kempter.

Freuen konnte er sich dagegen über Klimowicz, der in der ersten Halbserie noch in der Kritik stand, bereits gegen Bremen traf und nach seinem Doppelpack (68./90.+3) an der Wedau strahlte. "Wenn man eingewechselt wird und zwei Tore schießt, dann ist man zufrieden", sagte er und erhielt Lob von Doll: "Er hat sich eindrucksvoll zurückgemeldet."

MSV-Coach Rudi Bommer konnte es nicht fassen, dass sein Team sich den Sieg quasi mit dem Schlusspfiff noch entreißen ließ. "Wir sind alle sehr enttäuscht. Die Mannschaft stand mit Leidenschaft und Herz auf dem Platz. Man muss aber einfach auch mal den Sack zumachen", kritisierte er.

Zuversicht im Abstiegskampf 

Trotz des unglücklichen Last-Minute-Remis' schürte der Auftritt bei den Duisburgern die Zuversicht im Abstiegskampf.

"Die Mannschaft hat eines der besten Spiele abgeliefert. Mich stimmt das optimistisch", sagte der neue MSV-Sportdirektor Björn Hübner, der nach dem Blick auf die Ergebnisse der Mitkonkurrenten um den Klassenerhalt dem möglichen Sprung auf Rang 16 aber nachtrauerte.

Auch Vereinschef Walter Hellmich, der eine Transfer-Offensive mit fünf Neuzugängen für das Ziel Klassenerhalt genehmigte, sieht bessere Zeiten anbrechen: "Wir sind auf dem richtigen Weg und haben bewiesen, dass wir uns behaupten können. Das war eine kleine Befreiung."

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