Die Chance der Verfolger

Das Ende der Geraden

Von Andreas Lehner
Montag, 11.02.2008 | 13:34 Uhr
Bayern, Bremen, Klose, Mertesacker
© Getty
Advertisement
UEFA Europa League
DoLive
Galatasaray -
Östersund
Serie A
Fr00:30
Fluminense -
Cruzeiro
International Champions Cup
Fr04:05
Man United -
Man City
Club Friendlies
Fr13:30
Inter Mailand -
FC Schalke 04
1. HNL
Fr20:00
Dinamo Zagreb -
Cibalia
International Champions Cup
Sa11:35
FC Bayern München -
AC Mailand
Premier League Asia Trophy
Sa12:00
West Bromwich -
Crystal Palace
CSL
Sa13:35
Shanghai SIPG -
Guangzhou Evergrande
Premier League Asia Trophy
Sa14:30
Leicester -
Liverpool
Premier League
Sa16:30
St. Petersburg -
Kasan
Club Friendlies
Sa17:00
SC Freiburg -
Feyenoord
Premier League
Sa18:30
Schachtjor Donezk -
Dynamo Kiew
Super Liga
Sa19:00
Partizan -
Macva
Super Cup
Sa20:30
Anderlecht -
Zulte Waregem
Serie A
Sa21:00
Vitoria -
Chapecoense
International Champions Cup
So00:05
Barcelona -
Juventus
International Champions Cup
So02:05
PSG -
Tottenham
CSL
So13:35
Shanghai Senhua -
Beijin Guoan
Superliga
So18:00
Midtjylland -
Silkeborg
Super Liga
So19:00
Roter Stern -
Radnicki
Serie A
So21:00
Fluminense -
Corinthians
International Champions Cup
So23:05
Real Madrid -
Man United
Serie A
Mo00:00
Atletico Mineiro -
Vasco Da Gama
International Champions Cup
Mo14:05
Inter Mailand -
Lyon
International Champions Cup
Di13:35
Chelsea -
FC Bayern München
Club Friendlies
Di19:00
Hannover 96 -
Wolfsberger AC
Copa Sudamericana
Mi00:15
Chapecoense -
Defensa y Justicia
International Champions Cup
Mi02:05
Tottenham -
AS Rom
International Champions Cup
Do01:30
Barcelona -
Man United
Copa do Brasil
Do02:45
Cruzeiro -
Palmeiras
International Champions Cup
Do03:05
PSG -
Juventus
International Champions Cup
Do05:35
Man City -
Real Madrid
International Champions Cup
Do13:35
FC Bayern München -
Inter Mailand
Copa Sudamericana
Fr00:15
Arsenal -
Sport Recife
Copa do Brasil
Fr02:45
Paranaense -
Gremio
First Division A
Fr20:30
Antwerpen -
Anderlecht
J1 League
Sa12:00
Gamba Osaka -
Cerezo Osaka
J1 League
Sa12:00
Kobe -
Omiya
International Champions Cup
Sa13:35
Chelsea -
Inter Mailand
Emirates Cup
Sa15:00
Leipzig -
Sevilla
Club Friendlies
Sa15:30
SV Werder Bremen -
West Ham
Emirates Cup
Sa17:20
Arsenal -
Benfica
First Division A
Sa18:00
Lokeren -
Brügge
Serie A
So00:00
Palmeiras -
Avai
International Champions Cup
So00:05
Man City -
Tottenham
International Champions Cup
So02:05
Real Madrid -
Barcelona
CSL
So13:35
Shandong Luneng -
Shanghai SIPG
First Division A
So14:30
Mechelen -
Lüttich
Emirates Cup
So15:00
Leipzig -
Benfica
Emirates Cup
So17:20
Arsenal -
Sevilla
First Division A
So18:00
St. Truiden -
Gent
Superliga
So18:00
Brondby -
Lyngby
Serie A
So21:00
Corinthians -
Flamengo
International Champions Cup
So22:05
AS Rom -
Juventus
Serie A
Mo00:00
Gremio -
Santos
Premier League
Mo18:30
Spartak Moskau -
Krasnodar
Club Friendlies
Mi19:00
Villarreal -
Real Saragossa
Copa Sudamericana
Do00:15
LDU Quito -
Club Bolívar

München - Der bisherige Saisonverlauf des FC Bayern ist ein bisschen eintönig. Eine Monotonie, die den Münchnern ausnahmsweise aber richtig gut gefällt.

Denn die Verlaufskurve der Tabellenplatzierung hat die Bezeichnung als solche im Grunde nicht verdient. Die Bayern liegen seit dem 1. Spieltag ununterbrochen auf Platz eins. Die Kurve hat sich daher verkleidet, als Gerade. Diese wäre im mathematischen Sinne allerdings unendlich. Ottmar Hitzfeld weiß das sicherlich und natürlich hofft er, dass das bis Saisonende so ist.

Doch beim 1:1 gegen Werder Bremen am Sonntag verpasste es der Rekordmeistern den Big Point zu sammeln, der die Gerade auch auf Wochen hinaus verlängert hätte.

Durch das Remis kleben die Bremer weiter an den Bayern und heimlich still und leise hat sich auch Schalke 04 bis auf fünf Punkte herangeschoben. Wenn man die sechs Punkte zurückliegenden Hamburger und Leverkusener noch dazu nimmt, kann man - wie Uli Hoeneß - von einem Fünfkampf um die Meisterschaft sprechen.

Bewahrung des Status Quo

Die Liga ist also spannend. Zu spannend aus Sicht der Münchner. Denn mit einem Sieg gegen Werder hätte man einen satten Vorsprung ergattern können. Doch anstatt mit aller Macht auf die Vorentscheidung im Titelkampf zu drängen, versteiften sich die Bayern und allen voran Trainer Hitzfeld auf die Bewahrung des Status Quo.

Besonders in der zweiten Hälfte hätte er bei seinen Wechseln mehr Risiko nehmen müssen, der Coach vertraute aber alten Mustern.

Diese hatten auch schon seine Startelf beeinflusst. Anstatt Toni Kroos für den verletzten Franck Ribery aufzustellen, brachte er den in der Hierarchie höher stehenden, aber seit Wochen formschwachen Bastian Schweinsteiger. Der musste seine Auswechslung unter Pfiffen über sich ergehen lassen. Pfiffe, die indirekt auch Hitzfeld für dessen Nominierung galten.

Offensichtliche Probleme

Dabei hätten die Münchner die Ideen Kroos' durchaus gebrauchen können. Wieder einmal wurde klar, dass den Bayern ohne Ribery die spielerische Leichtigkeit und das Tempo fehlen. Die deutliche Feldüberlegenheit kann nicht in Chancen und schon gar nicht in Tore umgemünzt werden.

Probleme, die offensichtlich sind, und die auch der Manager gesehen haben sollte. Dennoch sprach Hoeneß nach der Partie von einem "wunderbaren Fußballspiel mit hohem Unterhaltungswert".

Hoeneß schimpft auf Schiedsrichter

Viel mehr erregte ihn die Leistung des Schiedsrichters, besser gesagt der ganzen Zunft im Allgemeinen. "Die sind im Zweifelsfall immer daran interessiert, Bayern München keinen Vorteil zu verschaffen, weil sie dann in der nächsten Woche Telefonterror haben und nicht zur Arbeit gehen können", wetterte Hoeneß.

Es beschleicht einen der Verdacht, als wolle er wie schon so oft Nebenkriegsschauplätze aufmachen, um von eigenen Schwierigkeiten abzulenken.

Fehlende Effizienz

Denn an den Problemen kommen die Bayern nicht vorbei. Auch nicht der Kapitän. "Man hat nicht das Gefühl, dass wir aus einem Freistoß oder einem Eckball ein Tor erzielen können, damit man so ein Spiel umbiegt und gewinnen kann. Das ist das Problem, wir spielen zwar gefällig und auf ein Tor, aber machen einfach zu wenig draus", resümierte Oliver Kahn.

Die Lösung dieses Problems sollte Hitzfeld schnell aus dem Hut zaubern, denn Ribery fehlt wegen seines Muskelfaserrisses wohl auch die beiden nächsten Spiele. Und die haben es in sich.

Harte Wochen

Zunächst müssen die Bayern nach Hannover, wo sie sich traditionsgemäß schwertun, dann kommt der HSV nach München, der seine beiden bisherigen Spiele in der Arena 2:1 gewann.

Anschließend geht's nach Gelsenkirchen. Dort haben die Münchner bis auf ein Pokalspiel noch nicht gewinnen können. Das war aber dummerweise gegen den Wuppertaler SV, der eigentlich in der Regionalliga Nord sein Glück versucht. 

Und sozusagen als Sahnehäubchen kommt eine Woche später mit dem KSC eines der auswärtsstärksten Teams der Liga nach München.

Der Weitblick fehlt

Wenn man Bremen hinzuzählt, müssen sich die Bayern innerhalb von fünf Wochen mit fünf der sieben Verfolger im direkten Duell auseinandersetzen.

Hitzfeld hat die Gefahr offenbar nicht erkannt. Die Gefahr, zum erstenmal überhaupt in dieser Saison nicht ganz oben zu stehen.

Vielleicht fehlte ihm der Weitblick für die Situation. Auf alle Fälle offenbaren sich in den nächsten Wochen etliche Chance für die Liga, die Bayern von der Spitze zu stoßen und der Geraden ein Ende zu setzen.

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung