Dienstag, 12.02.2008

Van Bommel attackiert Diego

Nach dem Spiel ist Zoff

München - "Nach dem Spiel ist vor dem Spiel", sagte einst Sepp Herberger. Doch nach einem Spitzenspiel ist das oft etwas anders.

Mark, van Bommel, Diego, Bayern, Bremen
© Getty

So auch nach dem 1:1 der Bayern am Sonntag gegen Werder Bremen. Obwohl beide Mannschaften am Mittwoch beziehungsweise Donnerstag im UEFA-Cup ran müssen, geht das Spiel in die Verlängerung.

Hier heißt das Duell aber nicht Bayern gegen Bremen, sondern Mark van Bommel gegen Thomas Schaaf, die sich in der "Bild"-Zeitung einen verbalen Schlagabtausch liefern.

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Van Bommel attackiert Diego

Auslöser ist eine Attacke des holländischen "Aggressive Leader" (Ottmar Hitzfeld) gegen Werders Spielmacher Diego.

"Wer gegen den spielt, muss Körperkontakt vermeiden, sonst liegt der sofort. Es ist immer das gleiche: Zweikampf, Kontakt - Diego am Boden. Ich könnte auch zum meistgefoulten Spieler der Liga werden, wenn ich mich immer gleich fallen lassen würde. Und die Schiedsrichter fallen auch noch darauf rein", schimpft van Bommel.

Schaaf schießt zurück

Diego selbst, der in der laufenden Saison bereits 117 Mal unfair gestoppt wurde, wollte sich nicht auf einen öffentlichen Schlagabtausch einlassen.

Dafür übernahm Trainer Schaaf die Verteidigung des "besten Spielers der Liga" (in einer Abstimmung der Bundesliga-Profis gewählt). "Van Bommel sollte mal über sich nachdenken! Darüber, wie er sich in der Aktion vor dem Tor zum 1:1 verhält. Gegenüber einem Spieler, den er foult, beleidigt und bedroht. Wer so etwas macht, sollte hinterher besser ruhig sein!"

Schaaf bezog sich dabei auf das vermeintliche Foul von van Bommel an Daniel Jensen auf Höhe der Mittellinie, aus dem sich der Ausgleich der Bayern entwickelte. Jensen musste sich im Anschluss an diese knifflige Szene auch noch ein paar unschöne Worte von van Bommel und dem, aus seinem Tor gestürmten, Oliver Kahn anhören.

"Der soll sich um seine Spieler kümmern"

Der Holländer sieht in der Situation natürlich kein Foul. "Der Schiri hatte zwei Möglichkeiten - er hat sich fürs Weiterspielen entschieden."

Den Angriff von Schaaf auf sein Verhalten und seine ruppige Spielweise wollte er auch nicht unkommentiert lassen. "Der soll sich um seine eigenen Spieler kümmern! Das war ein Top-Spiel, da geht's hoch her. Er war früher selbst Spieler, sollte so was noch wissen. Und ich habe niemanden bedroht. Die sollten mal ruhig sein!"

Um etwas Ausgleich in der hitzigen Diskussion ist Klaus Allofs bemüht. "Er ist ein netter Mensch - und das ist nicht ironisch gemeint", sagt Werders Sportdirektor über van Bommel. "Aber auf dem Platz ist er in einer anderen Welt. Da ist er aggressiv und bewegt sich manchmal im Grenzbereich."

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