Sonntag, 17.02.2008

Szabolcs Huszti exklusiv

"Real Madrid interessiert mich nicht"

München - Alle Reden und Schwärmen von den Riberys, Diegos und van der Vaarts. Sie sind die großen Attraktionen der Bundesliga.

Szabolcs Huszti
© Imago

Doch es gibt auch Spieler in Deutschland, die nicht so im Rampenlicht stehen, trotzdem aber für viele Highlights sorgen. Einer davon ist Szabolcs Hustzi.

Der Flügelflitzer von Hannover 96 spielte eine überzeugende Hinrunde und ist aus dem Team von Trainer Dieter Hecking nicht mehr wegzudenken. Ausländische Topklubs wurden auf Huszti aufmerksam, darunter sogar Real Madrid.

"Wir haben eine Chance"

Im SPOX.com-Interview spricht Huszti über das Bayern-Spiel, Real Madrid und seine Beziehung zu Lothar Matthäus.  

SPOX: Herr Huszti, können Sie sich noch an den 8. November 2006 erinnern?
Szabolcs Huszti: Ja, da war das Spiel beim FC Bayern. Wir haben als Tabellenletzter sensationell drei Punkte geholt. Das war ein sehr wichtiges Spiel für uns und ich habe auch noch das Siegtor gemacht. Aber wichtiger waren die drei Punkte.

SPOX: In den letzten drei Spilen verlor Hannover etwas den Anschluss an die oberen Plätze. Was fehlt 96 noch, um die Big Points zu machen?

Huszti: Uns fehlt die Konstanz. Gegen direkte Konkurrenten im Kampf um einen UEFA-Cup-Platz wie Karlsruhe (2:2., d. Red.) hätten wir gewinnen müssen. Wir bekommen auch zu viele Gegentore und spielen zu selten zu Null. 

SPOX: Hannover hat als einzige Mannschaft der oberen Tabellenhälfte ein negatives Torverhältnis. Wie erklären Sie sich das?

Huszti: Ich gebe keinem einzelnen Mannschaftsteil die Schuld. An Gegentoren ist immer die gesamte Mannschaft beteiligt.

SPOX: Wie lautet ihre Zielsetzung mit Hannover in dieser Saison?

Huszti: Mein Ziel ist es, international zu spielen. Wenn wir in der Bundesliga unter die ersten Fünf kommen, ist das ein super Ergebnis.

SPOX: Die Fans von 96 träumen vom UEFA-Cup. Ist Hannover schon reif für den internationalen Fußball?

Huszti: Ich denke schon. Wir haben eine gute Mannschaft. Wenn wir unsere Qualitäten abrufen, haben wir gute Chancen.

SPOX: In Deutschland wird derzeit viel über die Torhüter-Position in der Nationalmannschaft diskutiert. Hat Robert Enke das Zeug zur deutschen Nummer 1?

Huszti: In der Bundesliga ist Robert einer der Besten. Er hat sehr gute Chancen und ich wünsche ihm, dass er in der Nationalmannschaft spielt.

SPOX: Sie haben in dieser Saison bereits sieben Treffer erzielt. Warum läuft es für Sie persönlich so gut?

Huszti: Ich bin noch nicht ganz zufrieden mit meiner Leistung. Ich will noch konstanter spielen, mehr Tore machen und mehr Tore vorbereiten. Daran arbeite ich jeden Tag im Training.

SPOX: Ihr Vertrag läuft 2009 aus. Es gibt Angebote aus England und Spanien. Wie sieht ihre Zukunft aus?

Huszti: Ich konzentriere mich nur auf 96. Über andere Vereine spreche ich nicht, das gehört nicht zu meinem Job. Im Moment bin ich hier. Alles andere ist kein Thema.

SPOX: Nach dem Spiel gegen Real Madrid in der Vorbereitung bekamen Sie viel Lob von Bernd Schuster und es wurde sogar von einem Interesse Reals gesprochen. Gab es Kontakt bzw. eine Anfrage?

Huszti: Das habe ich auch in der Zeitung gelesen. Ich habe mit meinem Berater nie über Real Madrid gesprochen. Ich habe einen Vertrag mit Hannover. Es gab und gibt kein konkretes Angebot.

SPOX: Ihr Kollege Tamas Hajnal wurde kürzlich zu Ungarns Fußballer des Jahres gekürt. Wann sind Sie an der Reihe?

Huszti: Ich war im Jahr davor Ungarns Fußballer des Jahres, das hat hier aber niemand mitbekommen. Tamas hat es diesmal verdient, er ist ein super Spieler. Ich war letztes Jahr für die Nationalmannschaft gesperrt, weil ich Ärger mit dem Verband hatte. Deswegen konnte ich den Titel nicht holen, aber nächstes Jahr möchte ich wieder Fußballer des Jahres werden.

SPOX: Sie haben Ihr erstes Länderspiel unter Lothar Matthäus bestritten. Wie haben Sie ihn als Trainer erlebt?

Huszti: Ich bin Lothar Matthäus dankbar, dass er mich in die Nationalmannschaft geholt hat. Er arbeitet sehr professionell und hat viel mit uns gesprochen. Ich bin überrascht, dass er nicht in der Bundesliga Trainer ist. 

Interview: Thomas Gaber

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