Montag, 14.01.2008

Bundesliga

Borowski-Wechsel im Winter (noch) kein Thema

München - Werder Bremen erwartet keinen vorzeitigen Wechsel von Nationalspieler Tim Borowski zu Bayern München in der Winterpause.

© Getty

"Wir gehen zu hundert Prozent davon aus, dass Tim die Saison bei uns zu Ende spielt. Etwas anderes ist uns bisher weder von Tim noch von den Bayern angekündigt worden", sagte Werder-Manager Klaus Allofs am Montag im Trainingslager im türkischen Belek.

Allofs schränkte jedoch ein: "Wenn die Bayern auf uns zukommen sollten, müssen wir uns neue Gedanken machen."

Der Dreijahresvertrag des 27 Jahre alten Mittelfeldspielers bei den Bayern beginnt im Sommer. Er ist dann ablösefrei, so dass Werder nur bei einem vorgezogenen Transfer bis zum 31. Januar Geld aus München erhalten könnte.

Bayern bestätigt den Transfer

Am Sonntagabend gab der hanseatische Klub bekannt, dass Mittelfeldakteur Borowski zuvor Allofs und Cheftrainer Thomas Schaaf bei einem Gespräch seine Entscheidung, nach München zu wechseln, mitgeteilt habe.

Der FC Bayern hat die Verpflichtung inzwischen bestätigt: "Noch ist der Vertrag nicht unterschrieben, aber wir haben uns mit dem Berater auf einen Dreijahresvertrag geeinigt", teilte FCB-Manager Uli Hoenß am Montag im Trainingslager im spanischen Marbella mit.

 "Kein Zusammenhang mit Klinsmann"

Jedoch dementierte er die Meldung, Jürgen Klinsmann, der ab Sommer in München auf der Trainerbank sitzen wird, habe den Transfer betrieben: " Es gibt keinen Zusammenhang mit der Verpflichtung von Klinsmann, aber er hat sich natürlich über den Neuzugang gefreut."

Vielmehr hätten sich die Bayern  "schon öfter mit Borowski beschäftigt", so Hoeneß weiter, "konkret wurde unser Interesse dann Anfang Januar. Wir haben uns dann intensiver um ihn bemüht, weil er im Sommer ablösefrei zu haben ist."

Am Wochenende schließlich erzielte der FCB-Vorstand Einigung mit dem Mittelfeldspieler über den Wechsel zum 1. Juli 2008. Borowski ist dann nach Miroslav Klose, Bastian Schweinsteiger, Philipp Lahm, Lukas Podolski, Marcell Jansen und Jan Schlaudraff der siebte deutsche Nationalspieler der Münchner.

Keine Chance für Werder

"Wir haben Tim noch im alten Jahr ein Angebot gemacht, es kam danach von seiner Seite aber nicht zu Verhandlungen", zeigte sich Allofs wenig überrascht über den Wechsel.

Er ergänzte: "Wenn ein Spieler aus dem erweiterten Kreis der deutschen Nationalmannschaft frei zu haben ist, muss man mit einer solchen Entwicklung rechnen. Wir können und wollten uns in diesem Fall nur in einem gewissen finanziellen Rahmen bewegen."

Borowski, der bei Werder rund zwei Millionen Euro verdient, soll zwischen 3,5 bis 4 Millionen Euro verlangt haben. Diese Summe wollte Bremen nicht zahlen.

"Müssen es hinnehmen"

Trainer Schaaf bedauert den Verlust des Stammspielers: "Schade, wir wären den Weg mit Tim gerne weitergegangen, aber wir müssen diese Entwicklung hinnehmen."

Der zukünftige Bayern-Trainer Jürgen Klinsmann holt jetzt einen seiner Lieblingsspieler. Beide pflegten seit der erfolgreichen WM 2006 immer Mail-Kontakt.

Borowski war 1996 vom 1. FC Neubrandenburg in das Jugendinternat von Werder Bremen gekommen und gehörte seit 2001 dem Profikader an. Er bestritt bisher 157 Bundesliga-Spiele und erzielte 21 Tore. In der DFB-Auswahl hatte er 31 Einsätze und traf dabei zweimal.

SPOX

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