Streit mit Uli Hoeneß

Jetzt schießt Heldt zurück

SID
Mittwoch, 09.01.2008 | 10:26 Uhr
© Getty
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Dubai/Stuttgart - Horst Heldt hat im Streit der Manager mit Uli Hoeneß zurückgeschossen.

"Wir finden es nicht schön, dass unserem Trainer vor laufender Fernsehkamera Avancen von den Bayern gemacht werden. Denn da haben wir bei Felix Magath schon schlechte Erfahrungen gemacht", sagte der Sportdirektor des VfB Stuttgart in der "Bild"-Zeitung in Richtung des FC Bayern München.

Hoeneß und Heldt waren wegen des Interesses des deutschen Meisters an Nationalstürmer Lukas Podolski aneinandergeraten. Dabei hatte der Bayern-Manager seinem Stuttgarter Kollegen schlechte Manieren vorgeworfen.

Gegenbeispiel Veh

Heldt spielte im VfB-Trainingslager in Dubai auf ein TV-Interview vor ein paar Wochen an, als Bayern-Präsident Franz Beckenbauer VfB- Coach Armin Veh umgarnte.

Veh gilt als einer der Kandidaten für die Nachfolge des zum Saisonende scheidenden Ottmar Hitzfeld. Der Rekordmeister hatte dem VfB bereits 2004 Magath als Trainer weggeschnappt, obwohl dessen Vertrag noch ein weiteres Jahr lief.

"Anbaggern" nicht korrekt

"Ich habe nur gesagt, dass wir als VfB Stuttgart uns mit dem Thema Podolski befassen müssen, wenn er auf dem Markt sein sollte. Es hat noch keinen Kontakt gegeben", erklärte Heldt zum Thema Podolski.

Es sei nicht korrekt, einen Profi "anzubaggern", der bei einem anderen Verein noch zweieinhalb Jahre lang unter Vertrag stehe, hatte Hoeneß zuvor gewettert.

"Ich weiß nicht, wie die Stuttgarter reagieren würden, wenn wir sagten, der Mario Gomez würde uns auch interessieren." Der Manager des Bundesliga-Spitzenreiters hatte die Schwaben aufgefordert, in Zukunft "die Etikette" zu wahren.

Grundsätzliches Interesse

Der VfB hatte sein grundsätzliches Interesse an einer Verpflichtung von Podolski bekundet, der beim FC Bayern auch in seiner zweiten Saison meist auf der Ersatzbank sitzt.

"Es wäre fatal, sich nicht mit einem solchen Spieler wie Lukas Podolski zu beschäftigen", hatte Heldt erklärt. Podolski selbst will die weitere Entwicklung in München abwarten. Er hatte zuletzt aber einen Vereinswechsel in der Winterpause ausgeschlossen.

 

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