Dienstag, 15.01.2008

Bundesliga

Ribery will Diego und van der Vaart ausstechen

Marbella - Vaterfreuden, Trainingslager und Vorfreude auf Jürgen Klinsmann - das EM-Jahr hat für Franck Ribery rasant begonnen.

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© Imago

Und als Wirbelwind will der Publikumsliebling des FC Bayern München auch in der Rückrunde wieder für Furore in der Bundesliga sorgen und dabei zugleich den genialen Bremer Spielmacher Diego und HSV-Regisseur Rafael van der Vaart im Titelkampf ausstechen.

Die Leistung der drei überragenden Techniker und Antreiber könnte entscheidend sein für den Ausgang des Meisterschaftsrennens. "Je besser wir Drei sind, umso besser ist die jeweilige Mannschaft. Es kann schon sein, dass die Mannschaft desjenigen Meister wird, der am besten drauf ist in der Rückrunde", sagte Ribery im Trainingslager des FC Bayern in Marbella, fügte aber ausdrücklich hinzu: "Entscheidend ist am Ende aber immer die gesamte Mannschaft."

In Südspanien will der französische Nationalspieler mit dem Herbstmeister die Grundlagen dafür legen, dass die Bayern und er auch am Ende der Saison vor den Bremern mit dem Brasilianer Diego sowie dem Verfolger HSV mit dem Niederländer van der Vaart: "Dafür ist ein gutes Trainingslager wichtig."

Ribery hört nicht auf Hitzfeld

Ribery ist davon überzeugt, dass er selbst und der FC Bayern in der entscheidenden zweiten Saisonhälfte wieder an die Galaform der ersten Saisonwochen anknüpfen werden. "Die Pause war wichtig. Wir konnten durchpusten, wir haben unsere Batterien wieder aufgeladen."

Der 25-Millionen-Einkauf von Olympique Marseille will seinem laufintensiven Spiel treu bleiben, auch wenn ihm Trainer Ottmar Hitzfeld zu einem ökonomischeren Krafteinsatz geraten hat. "Ich werde an meiner Spielweise nichts ändern. Solange ich mich wohlfühle, will ich auch noch in der 85. Minute das Spiel schnell machen. Ich will einfach viel laufen auf dem Platz, ich will Spaß haben und die Zuschauer begeistern."

Dass die Gegner in der Bundesliga ihn und sein Spiel nach einem halben Jahr wesentlich besser kennen, verunsichert den 24-Jährigen nicht: "Ich bleibe unberechenbar. Ich habe viele Qualitäten." Bei der Torausbeute allerdings liegt er zur Saison-Halbzeit mit vier Treffern klar hinter Diego und van der Vaart zurück, die beide neun Mal trafen - so oft wie Riberys Teamkollegen Miroslav Klose und Luca Toni.

Samt Lauftrainer zur Geburt der Tochter

Zusätzliche Motivation und Kraft will Ribery aus seinem privaten Glück schöpfen. Ehefrau Wahiba brachte in der vergangenen Woche Shahinez zur Welt, die zweite gemeinsame Tochter nach Hiziya. Als die Wehen bei Wahiba Ribery zwei Wochen zu früh eingesetzt hatten, war ihr Ehemann Hals über Kopf aus München ins heimische Boulonge-sur-Mer geeilt, um bei der Geburt dabei zu sein.

Die Bayern gönnten Ribery bis zum Wochenende noch ein paar Tage bei seiner Familie, schickten aber Fitness-Coach Thomas Wilhelmi zum Lauftraining in Frankreichs Norden. "Ich bin dem Verein sehr dankbar und froh, dass ich die Zeit bei meiner Frau und den Kindern verbringen konnte", erklärte Ribery.

Ribery freut sich auf Klinsmann

Positiv blickt er dem Sommer entgegen, der zunächst die EM- Teilnahme mit Frankreich bringt und danach die Zusammenarbeit mit dem neuen Bayern-Coach Jürgen Klinsmann. "Ich denke, es ist eine gute Wahl", sagte Ribery über den Hitzfeld-Nachfolger: "Er kennt den Verein, er hat hier selbst gespielt und er spricht viele Sprachen" - auch Französisch. Vom ehemaligen Angreifer Klinsmann verspricht sich Ribery zudem, dass er das Offensivspiel forcieren wird. "Das ist gut für mich." Ribery, Bayern, Klinsmann - der französische Wirbelwind glaubt, dass diese Kombination "gut klappen wird".


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