Mittwoch, 23.01.2008

Bundesliga

Nächste Posse um Alberto

München - Der Rummel um Carlos Alberto nimmt kein Ende. Nach Gerüchten über Drogenmissbrauch, Depressionen und epileptischen Anfällen kommt jetzt ein neuer Skandal mit Beteilung des Bremers ans Licht.

Carlos Alberto
© Getty

Am 9. Dezember 2007 soll angeblich eine Frau in seiner Wohnung vergewaltigt worden sein. Der 23-jährige Brasilianer, der mittlerweile von Bremen an den FC Sao Paulo ausgeliehen wurde, gilt zwar nicht als Tatverdächtiger, wurde aber als Zeuge vernommen. Wie "Welt online" berichtet, ermittelt die Bremer Staatsanwaltschaft in diesem Fall.

Vergewaltigung bei einer Party?

Am besagten Abend sollen in Albertos Wohnung 40 bis 50 Personen, darunter auch einige Werder-Akteure, eine Party gefeiert haben. Es soll nicht die erste Feier in seinen vier Wänden gewesen sein. Demnach haben sich Nachbarn bereits mehrfach bei der Polizei über nächtliche Ruhestörung beschwert. 

 Am frühen Morgen soll eine 22-jährige Frau von einem Brasilianer vergewaltigt worden sein. Am nächsten Tag erstattete sie eine Anzeige.

"Wir ermitteln jetzt gegen diesen Mann und er ist unser einziger Tatverdächtiger", bestätigte Staatsanwältin Claudia Helberg der "Welt". Der mutmaßliche Vergewaltiger soll zugegeben haben, mit der Frau sexuellen Kontakt gehabt zu haben, beteuerte aber, dass dies in beiderseitigem Einvernehmen geschah.

Spieler zum Rapport 

Werder reagierte und ließ die anwesenden Spieler zum Rapport antanzen. "Ihnen wurde eindringlich ins Gewissen geredet, aber sie schworen glaubhaft, nichts damit zu tun zu haben", erklärte Jürgen L. Born, Vorsitzender der Geschäftsführung.

Der neue Skandal ist eine weitere, negative Episode um den teuersten Einkauf (8,5 Millionen Euro) der Bremer Vereinsgeschichte. Anstatt auf dem Fußballfeld zu zaubern, sorgte er in seinem halben Jahr an der Weser mit seinen Schlafstörungen, seiner Auseinandersetzung mit Boubacar Sanogo und heißen Partynächten für Schlagzeilen. In der Bundesliga-Hinrunde kam Alberto nur 44 Minuten zum Einsatz.

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