Bundesliga-Check, Teil 2

Ohrenweh und Streifenhörnchen

Von Stefan Rommel
Montag, 28.01.2008 | 13:00 Uhr
ailton
© Imago
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München - Am Freitag geht es endlich wieder los. Die Jagd auf die Bayern beginnt. Oder die Jagd nach den Plätzen im internationalen Wettbewerb. Oder die Jagd nach Platz 15.

Die Bundesliga steht in den Startlöchern, aber wie weit sind die einzelnen Teams eigentlich? Wer hat wie eingekauft und wo besteht noch Handlungsbedarf?

SPOX.com hat sich schlau gemacht und jeden der 18 Bundesligisten unter die Lupe genommen. Im zweiten Teil: sechs Teams mit Licht und Schatten.

Energie Cottbus

Was ist neu? Energie kauft nicht mehr nur in Osteuropa ein. Mit Christian Müller (Hertha BSC), Kenny Schmidt (Werder Bremen II) und Michal Papadopulos (Bayer Leverkusen) haben sich auch ein paar recht verwegene Deutsche oder zumindest Bundesliga erfahrene Spieler gefunden.

Das Trainingslager hatte den Namen nicht unbedingt verdient - es hätte genauso gut auch Testspiel-Fernreise nach Antalya heißen können. Gefühlte 20 Mal spielte der FC Energie in der Türkei. Tatsächlich waren es fünf Tests in neun Tagen. Und: Der Begriff Stammspieler ist in Cottbus nicht länger existent. Jeder hat alle Chancen auf das erste Spiel der Rückrunde.

Was ist alt? Energie kauft immer noch Spieler aus dem Osten. Branko Jelic (Xiamen Lanshi / China, ablösefrei), Ivan Radeljic (Slaven Belupo Koprivinica / Kroatien) und Dusan Vasiljevic (Kaposvari RFC / Ungarn) machen die Wintertransfers vier, fünf und sechs komplett. Und Tomislav Piplica ist alt, 38 nämlich. Aber immer noch gut genug für eine Vertragsverlängerung.

Wie geht's weiter? Mit Abstiegskampf natürlich. Der Fight Club ist wieder da. Das 5:1 zum Vorrundenabschluss gegen Hannover sollte schon ein erster Vorgeschmack sein auf das, was kommt. Energie war in den ersten Testspielen schon ganz dufte drauf - allerdings waren die Gegner dabei genauso unbekannt wie die meisten Neuzugänge. Die aus Osteuropa und aus Fernost. Zuletzt gab es ein 1:3 gegen Erzgebirge Aue - ausbaufähig.

Hannover 96

Was ist neu? Hannover luchst den großen Bayern doch tatsächlich einen Spieler ab. Einen echten Abwehrchef sogar. Valerien Ismael ist da - aber er ist auch schon wieder verletzt. Hinter den Kulissen kämpft Boss Martin Kind gegen die 50+1-Regelung der DFL und lieferte sich mit bei SPOX.com einWortgefecht mit Bremens Boss Jürgen L. Born. Damit demnächst in den Auslagen europäischer Top-Klubs gestöbert werden kann.

Was ist alt? Die Launenhaftigkeit der Roten. Kaum ein anderes Team der Liga bringt es fertig, heute die Bayern zu schlagen und morgen in Cottbus einzugehen. Positiv anzumerken ist aber auch, dass die Handschrift des Trainers deutlich sichtbar ist. Und da Dieter Hecking ein Guter ist, ist das auch gut für 96.

Wie geht's weiter? Hannover ist viel zu stark, um mit dem Abstieg zu tun zu haben - aber wohl auch (noch) zu schwach für einen UEFA-Cup-Platz. Aber wer weiß? Da sich ja selbst Mike Hanke wieder daran erinnert, wo das Tor steht, könnten die Niedersachsen tatsächlich zur Überraschung der Saison werden.

VfL Wolfsburg

Was ist neu? Ein Torhüter, ein Japaner und ein Streifenhörnchen. Obwohl, Danijel Ljuboja verzichtet jetzt ja auf Extravaganzen und macht einen auf geläuterten Musterprofi. Ist auch besser so, schließlich heißt sein neuer Trainer Felix Magath. Der hat mit Diego Benaglio gleich noch einen Ex-Stuttgarter in die Autostadt gelotst und mit Masako Hasebe auch noch einen Japaner. Ob der aber schon weiß, dass Wolfsburg trotz VW kein Millionen-Moloch ist?

Was ist alt? Marcelinho weilte bis Freitag in Brasilien. Gähn. Jedes Jahr dasselbe? Nein. Diesmal nicht wegen Caipirinha und schöner Mädchen, sondern wegen einer familiären Angelegenheit. Seine Großmutter war gestorben.

Wie geht's weiter? Magath diszipliniert Ljuboja, der trifft wieder und fühlt sich total wohl in Wolfsburg. Die Testspiele gaben schon mal einen Vorgeschmack auf die Rückrunde. Kein Sieg, keine Niederlage, dreimal 1:1 - das pure Mittelmaß. Aber Europa könnte doch so nah sein: Über die Fairplay-Wertung geht schließlich immer was.

MSV Duisburg

Was ist neu? Okay, Roque Junior hat dann doch nicht so ganz funktioniert. Aber es gibt ja auch noch aktuelle Nationalspieler, die Walter Hellmich bezahlen könnte. David Odonkor zum Beispiel, bis vor ein paar Tagen sogar Jan Schlaudraff. Aber wo gibt's denn so was? Ein Bald-Zweitligist, der sich noch schnell zwei deutsche Nationalspieler kauft...

Was ist alt? Die immer gleichen Ausreden vom beleibtesten Stürmer der Liga. "Ich hatte Ohrenschmerzen, zwei Tage im Bett gelegen und deshalb einen Flieger später genommen", so Ailton, nachdem er zu spät zum Trainingsauftakt gekommen war. Manche Dinge ändern sich eben nie...

Wie geht's weiter? Nicht so dolle. Duisburg bleibt eine der Fahrstuhlmannschaften. Die Zweite Liga ist quasi nur noch durch ein Wunder zu verhindern. Kleiner Lichtblick: Die Testspiele (nur eine Niederlage) waren ganz in Ordnung. Aber ob's hilft?

VfB Stuttgart

Was ist neu? Yildiray Bastürk hat es tatsächlich geschafft, die gesamte Vorbereitung verletzungsfrei zu überstehen. Damit hat der VfB schon einiges gewonnen. Nämlich einen fitten Spielmacher.

Was ist alt? Stuttgart ist immer noch nicht ganz oben angekommen. Zuletzt wurde der Meister von Uli Hoeneß missbraucht. Der arme Horst Heldt und sein angebliches Interesse an Lukas Podolski mussten als Ablenkung herhalten, damit der Uli in aller Ruhe den Klinsi klar machen konnte.

Wie geht's weiter? Es geht immerhin aufwärts. Aber nur langsam und allenfalls bis Platz fünf. Die vielen Verletzten in der Vorbereitung lassen auf eine ähnlich unfitte Mannschaft schließen wie zum Beginn der Saison. Platz fünf wird schwer, ist aber machbar.

Borussia Dortmund

Was ist neu? Alexander Frei kommt zurück. Quasi ein Neuzugang, und was für einer! Und Thomas Doll darf länger bleiben. Weil er ein überzeugendes sportliches Konzept für die nächsten beiden Jahre vorgelegt hat.

Was ist alt? Trotz Mats Hummels (19) immer noch die Innenverteidigung. Und die Torhüter, obwohl Jens Lehmann (38) doch gar nicht kommt. Bleibt noch die Frage, ob die bisweilen amateurhaft geführten Diskussionen und Spekulationen um den Nationalkeeper am Ende hilfreich waren.

Wie geht's weiter? Doll bleibt, Michael Zorc bleibt und der BVB bleibt seinem Kurs treu. Was leider auch für die Tabellenregion gilt. Mit dem erklärten Ziel UEFA-Cup wird das nichts werden. Obwohl Hummels (Innenverteidigung) und Antonio Rukavina (rechte Abwehrseite) aber zumindest auf ihren Positionen für Besserung sorgen.

Teil I - Hier lesen Sie alles über die Streber der Liga!

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