Schickeria oder Hausmannskost

Von Haruka Gruber
Donnerstag, 06.12.2007 | 09:55 Uhr
Hoeneß, Hitzfeld, Bayern
© Getty
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München - Der Kaiser spricht, und alle stimmen ihm zu.

"Das Fundament steht, aber es muss weiter an der Mannschaft gebaut werden", sagte Bayern Münchens Aufsichtsratschef Franz Beckenbauer im "Bayern-Magazin". "Wenn wir auf Dauer Erfolg haben wollen, dann brauchen wir weitere Stars."

"Wenn Franz das sagt, stimmt das", meint Martin Demichelis. Und Trainer Ottmar Hitzfeld pflichtet bei: "Wir haben hohe Ansprüche. Dafür braucht man Substanz." Ähnlich Vorstandsberater Paul Breitner: "Jetzt muss es darum gehen, dieses Team punktuell noch zu ergänzen und zu verfeinern."

Sogar der sonst so moderat wirtschaftende Manager Uli Hoeneß wirkt bekehrt, spricht davon, dass es "eigentlich falsch ist, einfach mal 50 Millionen zu investieren", aber: "Vielleicht würde ich jetzt schneller so agieren wie im vergangenen Sommer, wenn man sieht, dass man auch viel zurückbekommt."

De Rossi kein Thema

Weitere Stars, Substanz, Ergänzungen und Verfeinerungen. Zusammengefasst heißt es so viel wie: Wir sind auf Spielersuche. Punkt. Sei es nun in Brasilien nach einem 18-jährigen Innenverteidiger oder in Italien nach Verstärkungen für die rechte Seite. 

Zumindest Daniele de Rossi, AS Roms überragender defensiver Mittelfeldspieler, strich Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge von der kolportierten Kandidatenliste. Es sei eine klassische Ente, denn "Spieler wie de Rossi werden mit Geld zugeschmissen und glauben zudem, sie lebten in der schönsten Stadt der Welt", zitiert ihn die "SZ".

Des Dementis ungeachtet wird jedoch fröhlich weiter spekuliert über mögliche Neuzugänge. Etablierte Superstars sind zwar nicht dabei, dennoch lohnt sich ein prüfender Blick auf die Kandidaten. Wer sind sie eigentlich? Und vor allem: Würden sie die Bayern überhaupt verstärken? Vorhang auf.

Mancini (AS Rom)

Die Vorzüge des Rechtsaußens im Stakkato-Stil: Technisch überragend, schnell, listig, spektakulär, torgefährlich, bodenständig. Und: Sein Vertrag läuft 2009 aus.

Es heißt, der Brasilianer sei nicht abgeneigt zu wechseln, weil er von der Roma einerseits nur bescheidene 2,5 Millionen Euro pro Jahr für einen neuen Vertrag angeboten bekommt, andererseits sich zuletzt von Trainer Luciano Spalleti ("Mancini gibt nicht sein Bestes") attackiert fühlte.

Bei den Bayern käme er für die rechte Mittelfeldsseite in Frage. Also genau die Position, die weder von Hamit Altintop, Bastian Schweinsteiger, Toni Kroos oder Jose Sosa derzeit zufrieden stellend bekleidet wird. Fazit: Wenn Sosa abgegeben wird, kaufen!

Valon Behrami (Lazio Rom)

Variabel, spielt auf der rechten Seite im Mittelfeld und in der Abwehr. Die Bayern haben nach Angaben seines Beraters "indirekt" Kontakt aufgenommen, Behrami könnte eine Option sein, sollte es Willy Sagnol wegziehen.

Der 22-Jährige gilt charakterlich jedoch als schwierig, einige Medien beschreiben ihn wegen seines Faibles für Sonnenbrillen als arrogant - wobei diese Vorliebe in München vermutlich nicht negativ auffallen würde. Fazit: Wenn Sagnol geht, kaufen!

Andrea Barzagli (US Palermo)

In Deutschland kaum bekannt, aber das heißt ja nichts. Der 26-jährige Innenverteidiger ist im positivsten Sinne grundsolide und macht in der Squadra allmählich Marco Materazzi Konkurrenz um den Platz neben Fabio Cannavaro.

Mit seiner nüchternen Art wäre er beim FCB der ideale Partner für den impulsiven Lucio, zumal er mit geschätzten zehn bis zwölf Millionen Euro nicht allzu teuer ist. Fazit: Kaufen!

Breno (FC Sao Paulo)

Sein Talent hat sich mittlerweile herumgesprochen. Aber zwölf Millionen Euro für einen 18-Jährigen? Und das nach den Fiaskos mit Roque Santa Cruz, Sosa oder Julio Dos Santos?

Zumindest eine Planstelle durch Valerien Ismaels Weggang wäre frei, um Breno langsam heranzuführen. Mit ihm sind sich die Bayern offenbar auch schon einig, nun folgen die Verhandlungen mit Sao Paulo. Fazit: Lotteriespiel.

Branislav Ivanovic (Lokomotive Moskau)

Es gibt keinen europäischen Spitzenklub, der nicht mit dem serbischen Defensiv-Allrounder kokettiert. Ähnlich wie Landsmann Nemanja Vidic, der Anfang 2006 von Spartak Moskau zu Manchester United wechselte und mittlerweile zu den besten Abwehrspielern der Welt zählt, will sich der 23-Jährige in einer der Topligen bewähren.

Aber ob die Bayern dieses Risiko eingehen? Immerhin wird sich die Ablöse im zweistelligen Millionenbereich bewegen. Fazit: Mit einem Barzagli ist man auf der sicheren Seite.

Goran Pandew (Lazio Rom)

Trickreicher und schneller Wühler, macht dieses Jahr sogar in der Champions League seine Tore. Dennoch fehlt das gewisse Etwas, bei den Bayern würde er vermutlich nicht über den klassischen Jan-Schlaudraff-Vahid-Hashemian-Status hinauskommen. Fazit: Ein Mann eher für Schalke als für die Bayern. 

Yassine Chikhaoui (FC Zürich)

Ausgangsfrage: Wie viel ist es wert, wenn ein Spieler nach einer halben Saison in der international drittklassigen Schweizer Super League mit Zinedine Zidane und Thierry Henry verglichen wird?

Der hochveranlagte Tunesier ist gut beraten, erstmal den Weg über einen ambitionierten Klub zu beschreiten, bevor er es bei einem Hochkaräter versucht. Fazit: Die Bayern sind für Chikhaoui noch eine Nummer zu groß.

Sebastian Frey (AC Florenz)

Oliver Kahn geht, was folgt? Zuletzt waren Oka Nikolov und Marc Ziegler als klare Nummer zwei hinter Michael Rensing im Gespräch, seit Jahren geistert aber auch der Name Frey an der Säbener Straße herum. Früher als Pannenclown veräppelt, ist der Franzose in der Serie-A-Saison der herausragende Torwart.

Laut Notengebung der "Gazzetta dello Sport" rangiert er vor Gianluigi Buffon, Julio Cesar und Marco Amelia. Fazit: Wäre genau der richtige Torwart, um Druck auf Rensing auszuüben.

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