Fussball

Real will Brenos Knochen

Von SPOX
© Imago

München - Aus der Archäologie bzw. der Geochronologie kennt man ja das Uran-Blei-Verfahren zur Altersbestimmung von Gesteinen durch verschiedene Zerfallsreihen.

Zur Altersbestimmung eines Menschen ist dieses Verfahren jedoch völlig ungeeignet und eigentlich auch wenig sinnvoll. Hier bietet sich vielmehr eine Knochenanalyse an.

Und genau die will Real Madrid nun beim brasilianischen Innenverteidigertalent Breno veranlassen, der auch ganz oben auf der Wunschliste des FC Bayern steht.

Manager Uli Hoeneß sagte am Montagabend im Bayerischen Fernsehen: "Wenn er kommt, kommt er im Winter." Doch bekommen die Bayern dann für kolportierte 14 Millionen Euro ein 18-jähriges Supertalent oder einen alternden Schwindler? Seinen Angaben zufolge soll der Transfer kurz vor dem Abschluss stehen. "In dieser Woche wird alles geregelt mit Bayern München", sagte er der brasilianischen Zeitung Folha de Sao Paulo.

Breno will nicht

Die Königlichen, der Hauptkonkurrent im Breno-Poker, hegen aufgrund der physisch starken Erscheinung Zweifel an dessen jungendlichem Alter und wollen dies nun per Knochenanalyse überprüfen lassen. Dies berichten zumindest übereinstimmend mehrere Zeitungen in Sao Paulo.

Darauf hat der Umworbene aber gar keine Lust. "Wenn sie das brauchen, um mich zu verpflichten, dann können sie sich einen anderen suchen. Ich bin mir sicher, dass ich 18 bin", gibt sich Breno empört.

Wenig Hoffnung auf Ergebnisse

Oder hat er etwas zu verbergen?

Sollte dem so sein, würde wohl auch eine Knochenanalyse wenig bringen. Denn diese funktioniert nur bei Jugendlichen bis 18 Jahren dank der Epiphysenfuge, die End- und Mittelstück eines Knochens verbindet und beim Heranwachsenden je nach Größe noch zur Altersbestimmung dienen.

"Bei ausgewachsenen Menschen ist die Fuge verschlossen, bei Erwachsenen kann man damit nicht mehr das Alter bestimmen", sagt Gundula Staatz, Professorin für Kinderradiologie in Erlangen in der Münchener "AZ".

Real und Bayern müssen also wohl auf die Angaben Brenos vertrauen.

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