Matthäus und Hoeneß auf Schmusekurs

Annäherung unter Freunden

SID
Montag, 26.11.2007 | 11:14 Uhr
© Getty
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München - Auf dem Platz läuft es bei den Bayern wieder, abseits des grünen Rasens brodelt aber die Gerüchteküche weiter.

Nachdem bereits Valerien Ismael seinen Abschiedswunsch aus München bekräftigt hatte, verblüffte nun auch Willy Sagnol mit sehr konkreten Wechselabsichten in der Winterpause.

Und auch auf höchster Ebene nehmen die Gerüchte kein Ende. So hat jetzt Lothar Matthäus mit großer Begeisterung auf die jüngsten Äußerungen von Manager Uli Hoeneß reagiert, wonach sich die Bayern eine Rückkehr des Rekordnationalspielers als Trainer an der Säbenerstraße vorstellen könnten.

"Ein Angebot der Bayern kann man nicht ablehnen. Bayern ist was Besonderes, wie die Nummer 10 bei Brasilien", sagte Matthäus der Münchner "tz". In der "Abendzeitung" ergänzte er: "Klar wäre Bayern eine interessante Geschichte, da kann kein Spieler oder Trainer nein sagen. Und wenn der Uli so etwas sagt, schmeichelt mir das."

"Mit dem Thema beschäftigen"

Hoeneß hatte am vergangenen Wochenende im Premiere-Interview betont, dass der Klub einem Engagement Matthäus' nicht völlig abgeneigt sei. "Du willst ja den Trainerschein machen. dann hast du die Legitimation. Und dann werden wir uns sicherlich, anders als in der Vergangenheit, auch mal mit dem Thema beschäftigen."

Der fehlende Trainerschein soll laut Matthäus schon bald keine Hürde mehr sein. "Ich werde demnächst Gespräche mit dem DFB führen, wann ich mit dem Lehrgang für den Trainerschein anfangen könnte", sagte er. Auch ein Umzug zurück nach München sei geplant.

Allerdings will Matthäus mitnichten am Stuhl von Bayern-Coach Hitzfeld sägen. "Langsam! Ich will zurück in die Bundesliga. Ein Trainerposten in Deutschland wäre eine Riesenherausforderung", sagte Matthäus. "Ich möchte betonen, dass Ottmar Hitzfeld der Trainer ist, der zu Bayern passt."

Mit den Bossen ausgesöhnt

Das nach einem Streit über die Verteilung der Einnahmen von Matthäus' Abschiedsspiel zerrüttete Verhältnis zum FC Bayern sei allerdings nicht das Problem, ergänzte der Weltmeister-Kapitän von 1990.

Er habe sich mit Hoeneß und Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge längst versöhnt, das Verhältnis sei "sehr gut. Und ich glaube, dass man bei Bayern weiß, was ich in den letzten Jahren gemacht habe".

Auch Matthäus' ehemaliger Mitspieler Mario Basler könnte sich "Loddar" sehr gut auf der Bayern-Bank vorstellen. "Ich bin mir sicher, dass Lothar irgendwann die Bayern trainieren wird. Er hat einfach enorme Verdienste für den Verein", sagte Basler der "Bild".

Matthäus' bisherige Stationen als Trainer waren Rapid Wien, Partizan Belgrad, die ungarische Nationalmannschaft, Atletico Paranaense in Brasilien und zuletzt Red Bull Salzburg, wo er bis zum vergangenen Sommer als Assistent von Giovanni Trapattoni tätig war.

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