Dortmund - Bayern 0:0

Nachwehen aus der Sandgrube

Von Florian Bogner
Sonntag, 28.10.2007 | 22:40 Uhr
dortmund bayern valdez klose brzenska lucio
© Getty
Advertisement
Allsvenskan
Malmö -
AIK
Primera División
Real Sociedad -
Espanyol
Primera División
La Coruna -
Girona
Copa del Rey
Saragossa -
Valencia
Serie A
Inter Mailand -
Sampdoria
League Cup
Arsenal -
Norwich
League Cup
Leicester -
Leeds
League Cup
Swansea -
Man United
League Cup
Man City -
Wolverhampton
Copa del Rey
Murcia -
Barcelona
Copa Libertadores
River Plate -
Lanus
Serie A
Atalanta -
Hellas Verona
First Division A
Genk -
Brügge
Serie A
Bologna -
Lazio
Serie A
Cagliari -
Benevento
Serie A
Chievo -
Milan
Serie A
Florenz -
FC Turin
Serie A
Genua -
Neapel
Serie A
Juventus -
SPAL
Serie A
AS Rom -
Crotone
Serie A
Sassuolo -
Udinese
Premiership
Aberdeen -
Celtic
League Cup
Chelsea -
Everton
League Cup
Tottenham -
West Ham
Coupe de la Ligue
Strasbourg -
Saint-Etienne
Copa del Rey
Elche -
Atletico Madrid
Copa Libertadores
Barcelona SC -
Gremio
Copa Sudamericana
Fluminense -
Flamengo
Copa del Rey
Fuenlabrada -
Real Madrid
Ligue 1
PSG -
Nizza
Championship
Leeds -
Sheffield Utd
A-League
Adelaide Udt – Melbourne City
Primera División
Alaves -
Valencia
Premier League
Man United -
Tottenham
Premiership
Hearts -
Rangers
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Rijeka
Premier League
Liverpool -
Huddersfield
Championship
Cardiff -
Millwall
Primera División
Sevilla -
Leganes
Ligue 1
Bordeaux -
Monaco
Serie A
Milan -
Juventus
Premier League
Bournemouth -
Chelsea
Primera División
Atletico Madrid -
Villarreal
Championship
Hull -
Nottingham
Ligue 1
Caen -
Troyes
Ligue 1
Dijon -
Nantes
Ligue 1
Guingamp -
Amiens
Ligue 1
Montpellier -
Rennes
Ligue 1
Strasbourg -
Angers
Premier League
Arsenal -
Swansea (DELAYED)
Primera División
Bilbao -
Barcelona
Serie A
AS Rom -
Bologna
Primeira Liga
Boavista -
Porto
Premier League
Watford -
Stoke (Delayed)
Premier League
West Bromwich – Man City (DELAYED)
Premier League
Crystal Palace -
West Ham (Delayed)
Super Liga
Cacak -
Partizan
CSL
Hebei -
Guangzhou Evergrande
J1 League
Kofu -
Kobe
Primera División
Getafe -
Real Sociedad
Eredivisie
Vitesse -
PSV
Serie A
Benevento -
Lazio
Championship
Birmingham -
Aston Villa
Premier League
Zenit -
Lok Moskau
First Division A
Brügge -
Sint-Truiden
Premier League
Brighton -
Southampton
Ligue 1
Lyon -
Metz
Serie A
Crotone- Florenz
Serie A
Neapel -
Sassuolo
Serie A
Sampdoria -
Chievo Verona
Serie A
SPAL -
Genua
Serie A
Udinese -
Atalanta
Primera División
Girona -
Real Madrid
Ligue 1
Toulouse -
St. Etienne
Premier League
Leicester -
Everton
Primera División
Eibar -
Levante
Serie A
Ponte Preta -
Corinthians
Primera División
Malaga -
Celta Vigo
Serie A
FC Turin -
Cagliari
Ligue 1
Lille -
Marseille
Superliga
Boca Juniors -
Belgrano
Serie A
Hellas Verona – Inter Mailand
Premier League
Burnley -
Newcastle
Primera División
Espanyol -
Real Betis
Primera División
Las Palmas -
La Coruna
Copa Libertadores
Lanus -
River Plate
Championship
Preston -
Aston Villa
Copa Libertadores
Grêmio -
Barcelona
Copa Sudamericana
Flamengo -
Fluminense
A-League
Melbourne City -
Sydney
Ligue 1
Rennes -
Bordeaux Begles
Primera División
Real Betis -
Getafe
Primera División
Valencia -
Leganes
Championship
Bristol -
Cardiff
Premiership
St Johnstone -
Celtic
Championship
Aston Villa -
Sheffield Wednesday
Primera División
Deportivo -
Atletico Madrid
Ligue 1
Angers -
PSG
Serie A
Bologna -
Crotone
Primera División
Alaves -
Espanyol
Championship
Brentford -
Leeds
Ligue 1
Metz -
Lille
Ligue 1
Monaco -
Guingamp
Ligue 1
Montpellier -
Amiens
Ligue 1
Nantes -Toulouse
Ligue 1
Troyes -
Straßburg
Primera División
Barcelona -
Sevilla
Serie A
Genoa -
Sampdoria
Primeira Liga
Porto -
Belenenses
Primera División
Levante -
Girona
Serie A
Inter Mailand -
FC Turin
Championship
Middlesbrough -
Sunderland
Ligue 1
Nizza -
Dijon
Serie A
Cagliari -
Hellas Verona
Serie A
Chievo Verona -
Neapel
Serie A
Florenz -
AS Rom
Serie A
Juventus -
Benevento
Serie A
Lazio -
Udinese
Primera División
Celta Vigo -
Bilbao
Eredivisie
PSV -
Twente
Ligue 1
Marseille -
Caen
Serie A
Atalanta -
SPAL
Primera División
Real Sociedad -
Eibar
Primera División
Villarreal -
Malaga
Primera División
Real Madrid -
Las Palmas
Serie A
Sassuolo -
AC Mailand

München - Thomas Doll ist in der Vergangenheit oft für seine nichtssagenden Aussagen nach Bundesligapartien gescholten worden.

Nach dem 0:0 gegen den FC Bayern am 11. Spieltag überraschte der Dortmunder Trainer allerdings mit für seine Verhältnisse knackigen und griffigen Aussagen. Obwohl sein Team die wohl beste Leistung in dieser Saison gezeigt hatte, war dem Coach nicht nach Lobhudelei zu Mute.

"Wir hätten ein richtiges Ausrufezeichen setzen können", haderte der 41-Jährige. Nach einem Punktgewinn gegen den FC Bayern könne man eigentlich nicht enttäuscht sein, "wenn man aber unsere zweite Halbzeit sieht, dann doch. Wir hätten den Platz als Sieger verlassen müssen."

Dortmunds mangelnde Chancenverwertung

Chancen hatte der BVB in der zweiten Halbzeit schließlich genug, um dem Meister in spe die erste Niederlage seit April zuzufügen. Innerhalb von fünf Minuten hätten Jakub Blaszczykowski, Delron Buckley, Florian Kringe und Nelson Valdez alles klar machen können, wenn nicht sogar müssen. Am Ende stand aber doch wieder die Null auf Bayerns Gegentorkonto - bereits zum siebten Mal in dieser Saison.

Doll: "Wir hatten Riesentorchancen und das ärgert mich auch ein bisschen. Wir hatten herrliche Kombinationen, aber im entscheidenden Moment hat das Quäntchen Konzentration und die Coolness im Abschluss gefehlt."

Positiv lediglich aus seiner Sicht: "Meine Spieler haben gesehen, dass wir keine Schwierigkeiten in der Innenverteidigung bekommen, wenn wir uns taktisch gut verhalten und im Mittelfeld früh raus schieben."

Schachzug mit Sosa zündet nicht

Ein Fingerzeig an den Rest der Liga. Der dürfte wohlwollend zur Kenntnis genommen haben, dass der FC Übermächtig doch gar nicht so übermächtig ist, vor allem, wenn er sich 72 Stunden vorher noch im Belgrader Morast die Knöchel bunt gebogen hatte.

So konnte Dolls Gegenüber Ottmar Hitzfeld mit der Punkteteilung auch sehr gut leben. Das Spiel in Belgrad ("wie in einer Sandgrube") habe schließlich viel Kraft gekostet.

Zudem hatte Hitzfelds Schachzug, Neuzugang Jose Ernesto Sosa zu bringen, nicht gezündet. Der Argentinier bewarb sich mit Fehlpässen und verlorenen Zweikämpfen von der ersten Minute an für die Wahl des ersten Auswechselspielers.

Während Doll auf Lob für seine Elf verzichtete, stellte Hitzfeld seiner dahinstolpernden Mannschaft trotz erstmaliger Torflaute in dieser Saison das Prädikat "zufriedenstellend" aus: "Ich muss den Spielern ein Kompliment machen, dass sie auf die Zähne gebissen haben und den Dortmundern Paroli geboten haben."

Bayern ist doch zu schlagen

Dolls Einschätzung, Dortmund hätte das Spiel gewinnen müssen, teilte er indes nicht. "Das ist seine Sicht. Aus meiner Sicht hätten wir den Sieg verdient", meinte Hitzfeld und führte an, dass die ersten Chancen der Partie ja seiner Mannschaft gehört hätten.

Und sicher, wäre die Bogenlampe von Martin Demichelis und der folgende Nachschuss von Miroslav Klose im Netz gelandet und nicht gegen den Querbalken geklatscht (36.) - die Dortmunder hätten es wohl kaum geschafft, die abgeklärte Bayern-Defensive um Michael Rensing noch zu überwinden.

Fakt ist jedoch: Fallen die Komponenten schweres Auswärtsspiel unter der Woche und Ausfall eines Schlüsselspielers (Franck Ribery) zusammen, ist der FC Bayern auch in der Bundesliga zu schlagen. Hitzfeld: "Am Schluss müssen wir sehr zufrieden sein, dass Dortmund eben auch zwei, drei Chancen nicht verwerten konnte."

Degens Zupfer ohne Wirkung

Einzig strittige Szene des kurzweiligen Spiels war zuvor ein Zupfer des ansonsten starken Philipp Degen an Miroslav Kloses Trikot in der 38. Minute gewesen. Markus Merk hatte nämlich nichts Regelwidriges bemerkt, obwohl er durchaus auch auf Rot für den Schweizer und Freistoß für Bayern hätte entscheiden können, weil Degen letzter Mann war.

"Ich sage ja nichts, wenn er mit dem Körper ein bisschen reingeht und den Ball dabei spielt. Aber der Ball ist ja drei Meter weit weg von ihm", monierte Klose hinterher. Auch Hitzfeld hatte "ein klares Foul von Degen" gesehen.

Hitzfeld fehlt der Mut

Nur zugesehen hat in Dortmund Bayerns Youngster Toni Kroos, am Donnerstag noch Matchwinner gegen Belgrad. Nachdem bereits Bayern-Manager Uli Hoeneß seinen behütenden Mantel über den 17-Jährigen gelegt hatte ("Matchwinner? Wie bitte? Lassen sie den schön mal unten"), war Hitzfeld angesichts des Spielstandes schlichtweg nicht gezwungen, seine juvenile Waffe von der Bank auf den Platz zu beordern.

Das gestand er hinterher auch ein: "Das Spiel war in den letzten 20 Minuten sehr hektisch, da spielt Erfahrung eine große Rolle. Da habe ich nicht den Mut gehabt, den ganz jungen Toni Kroos zu bringen. Wäre es doch schief gegangen und wir hätten verloren, wäre am Ende noch er Schuld gewesen." Bei einem Rückstand hätte er ihn aber "sicherlich eingewechselt".

Am Ende des Tages bleibt also festzuhalten: Die Bayern sind schlagbar. Außer Hitzfeld schickt den kleinen Toni auf den Platz.

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung