Arminias Angst vor der "schwarzen Woche"

Von dpa
Donnerstag, 27.09.2007 | 15:54 Uhr
arminia bielefeld, schuler
© Getty
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Bielefeld - Vom Bayern-Jäger und Tabellenplatz zwei geradewegs in Richtung Abstiegszone - Arminia Bielefeld droht binnen einer Woche der Absturz. 

Nach dem enttäuschenden 0:2 gegen Hannover 96 geht in Ostwestfalen angesichts der schweren Herausforderung bei Werder Bremen die Angst vor einer "schwarzen Woche" mit drei Niederlagen um.

"Wir müssen davon ausgehen, in einer Woche drei Spiele zu verlieren", fürchtet Bielefelds Manager Reinhard Saftig. Nach dem schlimmen Auftritt beim 0:3 beim FC Schalke sorgte die erste Heimniederlage der Saison für ratlose Gesichter bei der Arminia.

"Das ist schon ärgerlich, zumal die Mannschaft jetzt zwei schwere Aufgaben vor der Brust hat. Ich bin gespannt, wie sie darauf reagiert", sagte ein sichtlich enttäuschter Bielefelder Geschäftsführer Roland Kentsch.

Erinnerungen an die Saison 2002/2003

Vor der Partie hatte Kentsch einen Sieg gefordert, um die Spiele in Bremen und eine Woche später gegen den wiedererstarkten Hamburger SV ohne Druck bestreiten zu können.

Stattdessen wurden er und 21.800 Zuschauer in der SchücoArena durch das Handelfmetertor von Szabolcs Huszti (54.) und den Kontertreffer Sergio Pintos (85.) bitter enttäuscht.

Nicht nur bei Kentsch wurden Erinnerungen an die Saison 2002/2003 wach, als die Arminia nach sieben Spielen ebenfalls zehn Punkte hatte und am Ende abstieg.

"Wir haben im Augenblick ein Wellental. Es läuft nicht gut", bekannte der Vereinschef Hans-Hermann Schwick. Und Saftig mahnte: "Wir haben vier Punkte Vorsprung auf den ersten Nichtabstiegsplatz. Von einem Polster würde ich da nicht sprechen."

"Zehn Punkte: Das ist so schlecht nicht"

Arminia-Trainer Ernst Middendorp versuchte, die Aufregung nach dem erneut schwachen Auftritt im Keim zu ersticken. "Das entscheidende ist die Punktzahl. Wir haben im Moment zehn Punkte. Das ist so schlecht nicht", entgegnete er Fragen zum drohenden Absturz in der Tabelle.

Auch Pechvogel Artur Wichniarek, der die Niederlage mit seinem Handspiel im Strafraum einleitete, versuchte, trotz der anstehenden Aufgaben Zuversicht zu verbreiten. "Fußball ist ein Sport, in dem es Überraschungen gibt. Wir haben noch genug Spiele, um viele Punkte zu sammeln." Aber auch er musste anerkennen, dass die Niederlage ein schwerer Rückschlag war. "Natürlich ist das bitter, das haben wir uns anders vorgestellt."

Die Niedersachsen dagegen haben nach dem zweiten Auswärtssieg der Saison Morgenluft gewittert. Nach zuletzt zehn Gegentoren in vier Spielen gelang endlich das erste Saisonspiel "zu Null".

"Jetzt gilt es, auf dieser Leistung aufbauend gegen Duisburg nachzulegen", sagte Hannovers Trainer Dieter Hecking. Mit einem Sieg gegen den MSV ist sogar der Sprung in das obere Tabellendrittel möglich.

 

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