Lebenslänglich Piplica

Von Stefan Rommel
Donnerstag, 27.09.2007 | 00:53 Uhr
Piplica
© Getty
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München - Bayern! 5:0! Gegen Cottbus! Dreimal Klose! Alles richtig. Und es war ja auch gut, was die Bayern und der National-Miro am Mittwochabend zeigten.

In die Alternative Liste des 7. Spieltags hat es der Gute trotzdem nicht geschafft. Denn hier sollen all jene vom Rampenlicht bestrahlt werden, die Wind und Wetter trotzten, die heldenhaft übermächtig scheinende Phrasen-Gebilde bekämpften und die den Superstars Nachhilfe in Regelkunde gaben.

Mit anderen Worten: diese elf!

Heiko Weber: So manch ein Fan verläuft sich bisweilen im dichten Phrasen-Dschungel der Profis. Als denn schwang sich die Cottbuser Ein-Spiel-Lösung Heiko Weber zu einer Attacke wider alle Worthülsen auf: "Erwin Skela spielt heute weiter vorne, der kann eh nicht verteidigen." Herrlich ehrlich und auf jeden Fall kurz und bündig zusammengefasst.

Toni Kroos: Jüngster Bayern-Spieler aller Zeiten. Bester U-17-Jugendlicher der Welt. 18 Bundesligaminuten. 20 Ballkontakte. Zwei Torvorlagen. Sieht von weitem aus wie Philipp Lahm. Fazit Miro Klose: "Weltklassespieler!" Fazit Uli Hoeneß: "Gar nicht schlecht."

Kai Voss: Erlangte vor gut einem Jahr traurige Berühmtheit, als sein Kopf beim Pokalspiel der Hertha bei den Stuttgarter Kickers den Bierbecher eines durchgeknallten Fans stoppte. In der Allianz Arena brachte Linienrichter Voss den bayerischen Leiharbeitern Ribery (Franzose), Altintop (Türke) und Ze Roberto (Brasilianer) die internationale Sprache des Schiedsrichterwesens bei. Der durchaus gelungene Jubelsprint nach einem direkt verwandelten indirekten (!) Freistoß endete einigermaßen bedröppelt in einem Abstoß für Cottbus. Klarer Fall von dumm gelaufen.

Karlsruher SC: Wie war das noch mal? Als Aufsteiger musst du deine Heimspiele gewinnen? Ganz schön frech vom KSC, sich an diese Uralt-Binsenweisheit nicht zu halten und einen Auswärtssieg nach dem anderen zu holen . Wenn jetzt auch noch Siege im Wildpark dazu kommen, lockt doch glatt wieder ein Platz in Europa. Und vielleicht qualifiziert sich der FC Valencia ja auch wieder...

Hilberts Hemdsärmel: Der Roberto, der Hilbert, der spielt immer, immer, immer im langärmeligen Trikot. Nach seinem Tor gegen Bochum wollte er noch mal sicher gehen, ob sein frisch erworbenes Monster-Tattoo am linken Arm auch noch an Ort und Stelle war. Nur dieser verflixte Ärmel wollte nicht so recht nach oben rutschen. Nach einigem Gezerre hatte es Hilbert doch noch geschafft und konnte Freundin und Kind per Tattoo-Kuss einen geheimen Gruß rüberschicken.

Stefan Kießling: Erzielte ein Tor gegen seinen Ex-Verein und jubelte nicht. Verschuldete einen Elfmeter gegen seinen Ex-Verein und jubelte nicht. Bereitete den Siegtreffer vor gegen seinen Ex-Verein und jubelte nicht. Und nach dem Spiel dann das: "Nürnberg war klar überlegen, auch der Elfer war berechtigt. Unser Auftritt war eine Katastrophe!" Sagt einer, der gerade 2:1 gewonnen hat. Muss wohl alte Verbundenheit sein.

Huub Stevens: Groß war das Gezeter, der HSV würde nur langsamen Beamtenfußball mit eingebauter 1:0-Garantie spielen. So was kann der Holländer an sich natürlich nicht auf sich sitzen lassen. Voetbal total und so, Sie wissen schon. Borussia Dortmund hatte also großes Pech und bekam drei Stück serviert. Und der Huub war sogar zu 99,9 Prozent zufrieden.

Auswärtsfans: Tief "Enrico" lässt Deutschland zum Herbstauftakt zittern. Brrrrr, wer will da schon vor die Tür? Säckevoll Auswärtsfans zum Beispiel, die unter der Woche dem Schietwetter trotzend quer durch die Republik fuhren. Zum Lohn für all die Strapazen spuckte der Spieltag sechs Mal das große Los aus. SPOX meint: "Aus - wärts - sieg! Aus - wärts - sieg! Aus - wärts - sieg!" Und wünscht eine feucht-fröhliche Rückfahrt.

Tom Starke und Tomislav Piplica: Famose Slapstick-Einlagen der beiden Protagonisten versüßten den Tag des neutralen Fans. Ihre clever eingestreuten starken Pararden ebenfalls. Besonders Cottbus' Pipi sollte noch mindestens 50 Jahre in der Bundesliga spielen. Einfach göttlich, der Mann. Alle Energie-Fans und Rivale Gerhard Tremmel mögen uns diesen Wunsch verzeihen.

Grafite und Naldo: So was gibt's sonst nur beim Rugby. Bei jedem Zweikampf der beiden schepperte es dermaßen, dass jeden Moment mit komplizierten Knochenbrüchen oder mindestens einer gerissenen Sehne zu rechnen war. Am Ende hatten sich beide aber wieder ganz doll lieb und tauschten Trikots und umarmten sich innig. Ob später auch noch gekuschelt wurde, ist leider nicht überliefert.

Die Trainergilde: Kaum zu glauben, diese flächendeckende Solidarität mit Sportskamerad Sander. Kaum ist der weg, geben sich seine Kollegen alle brüskiert und erzürnt und natürlich gar nicht scharf auf dessen Job in Cottbus. Mal schauen, wer am Ende doch noch den bösen Buhmann mimt und völlig widerwillig und unter größten physischen und psychischen Schmerzen in der Lausitz unterschreibt.

 

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