Nachbericht

Glückwunsch zur Herbstmeisterschaft

Von Thomas Gaber
Samstag, 15.09.2007 | 22:33 Uhr
bayern, klose, schalke, neuer
© Imago
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München - "Das Spiel war eigentlich wie gemalt für uns." So bezeichnete Schalke-Trainer Mirko Slomka die Ausgangsposition seiner Knappen in der Partie bei Bayern München ab Minute 36.

Da hatte sein neues Juwel Ivan Rakitic Oliver Kahn mit einem 27 Meter-Gerät aus dem Stand überwunden und Schalke in Führung gebracht.

Dumm nur für Schalke, dass fortan weder Hundertwasser, noch Rembrandt oder Rubens eifrig mitpinselten. Spätestens nachdem Rakitic im Eins-gegen-Eins Kahn unterlag, ging der letzte talentierte Maler nach Hause.

"Das 2:0 lag vor ihren Füßen" 

Sogar Ottmar Hitzfeld musste nach dem 1:1 seiner Bayern konstatieren, dass "Schalke eine sehr gute Chance gehabt hätte", wenn Rakitic ein zweites Mal genetzt hätte. "Das 2:0 lag vor ihren Füßen", sagte der Coach bei Premiere.

Ja hätte er doch bloß getroffen, der gute Ivan. Die Bayern wären den Mythos der Unschlagbarkeit in dieser Saison los. Darauf hoffen schließlich Bayerns 17 Gesellen in der Liga samt deren Anhängerschaft.

Konkurrenz nutzt Bayerns Fehler nicht 

Noch wurden die Gebete nicht erhört. Sie werden es sicherlich irgendwann. Bayern wird auch mal ein Spiel verlieren. Vielleicht schon das nächste in Karlsruhe.

Aber wenn die selbst ernannte Konkurrenz aus Hamburg oder Bremen bei einem Bayern-spielt-nur-Remis-Spieltag teilweise heftige Prügel bezieht, wie bitte soll dann Bayern von der Spitze gestürzt werden?

Bielefeld und Frankfurt im Nacken 

Genau - überhaupt nicht. Bayerns ärgste Verfolger heißen derzeit Bielefeld und Frankfurt. Bei allem Respekt vor deren beeindruckender Leistung: Sie werden die Münchner tabellarisch demnächst aus den Augen verlieren.

Die Bayern werden ihre Gegner nicht immer rücksichtslos fertigmachen wie Rostock, Bremen oder Hannover.

Es kommt auch mal vor, dass sie aufgrund ihrer patriotischen Verpflichtungen "für zehn Tage auseinandergerissen werden", wie Torschütze Miroslav Klose bemerkte, und man sich deshalb "nicht so vorbereiten konnte, wie es für ein Spitzenspiel erforderlich ist" (Oliver Kahn).

Instabile Bremer

Aber auf Dauer ist den Bayern nicht beizukommen.

Bremen ist gnadenlos instabil, Hamburg schlägt den Gegner zwar gerne mal, aber nicht immer sportlich. Schalke kann nur selten gewinnen (einmal in fünf Spielen) und Stuttgart fährt wie Werder und S04 ab Dienstag zweigleisig und muss sich erstmal an die Doppelbelastung Bundes- und Königsliga gewöhnen.

Darum: Herzlichen Glückwunsch zur Herbstmeisterschaft, FC Bayern München!

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