Fussball

Fußball-Reformen: Nächste eineinhalb Jahre laut Seifert "richtungweisend"

SID
Seit 2005 ist Christian Seifert DFL-Boss.

Mit Blick auf die diskutierten Neuerungen und Reformen im internationalen Fußball sind die kommenden eineinhalb Jahre aus Sicht von DFL-Boss Christian Seifert entscheidend. "In den nächsten 12 bis 18 Monaten werden wir Diskussionen führen, die richtungweisend für die Zukunft des europäischen und weltweiten und damit auch für den deutschen Fußball sind", sagte der Geschäftsführer der Deutschen Fußball Liga im kicker.

Eine Ausweitung der Europacup-Termine auf das Wochenende lehnt Seifert in diesem Zusammenhang weiter strikt ab. "Wenn am Wochenende die Spiele internationaler Wettbewerbe stattfinden, da eben weltweit überall Wochenende ist und man die Übertragungen auch in New York am Nachmittag um 15.00 Uhr verfolgen kann, wenn die Champions League um 21.00 Uhr spielt - dann wäre die von mir zu Jahresbeginn gezeichnete rote Linie definitiv überschritten", äußerte der 49-Jährige, der vor einem Kollisionskurs der unterschiedlichen Interessengruppen warnt: "Aktuell fahren relativ viele Autos auf eine Kreuzung zu. Da müssen wir schauen, ob die Ampelschaltung funktioniert."

Vor allem die Europäische Fußball-Union muss laut Seifert bei einer möglichen Reform der Champions League umsichtig agieren und darf sich nicht von der europäischen Klubvereinigung ECA die Richtung vorgeben lassen. Andernfalls drohte Seifert mit Gegenmaßnahmen.

"Die UEFA muss aufpassen, dass nicht der Eindruck entsteht, die ECA halte die Zügel in der Hand. Wenn einige aktuelle Spekulationen tatsächlich zum Tragen kämen, wäre das sehr schlecht für die nationalen Ligen. Es könnte Entwicklungen geben, die ich als Vertreter der Bundesliga und 2. Bundesliga nicht widerstandslos akzeptieren würde", sagte der DFB-Boss: "Wenn gewisse Linien überschritten werden, schöpfen wir juristisch alle Möglichkeiten aus. Einfacher wäre es, wenn von den größten Klubs Europas einige aus den großen Ligen sagen, wir spielen da nicht mit, denn dann wird es nicht funktionieren."

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung