Fussball

Per Mertesacker verabschiedet sich mit Tor in die Eistonne - 300.000 Euro für Stiftung

SID
Per Mertsacker in seiner womöglich letzten Eistonne.

Per Mertesacker ging mit einem Sieg, einem Tor und einem Lächeln: 40.096 Zuschauer haben Weltmeister Per Mertesacker einen emotionalen Abschied als aktiver Fußballprofi bereitet.

90 Minuten lang lieferten "Mertes 96-Freunde" und "Pers Weltauswahl" gepflegten Altherrenfußball ab, am Ende behielt die Weltauswahl mit 10:9 (5:5) die Oberhand.

In der 89. Minute wurde der Hauptdarsteller durch seinen Vater Stefan Mertesacker, einst sein erster Trainer, ersetzt. Es folgte eine Ehrenrunde.

Mertesacker absolvierte die erste Halbzeit mit seinen 96-Freunden, nach dem Seitenwechsel streifte der 34 Jahre alte Innenverteidiger das weiße Trikot "seiner" Weltauswahl über. Und gleich bei seiner ersten Aktion für das neue Team überlistete er in der 46. Minute Ron-Robert Zieler mit einem Heber.

"Hoffentlich können sich noch viele an den langen Schlaks erinnern. Auch wenn ich aktuell im Ausland arbeite: Das ist meine Heimat, hier gehöre ich hin", sagte Mertesacker nach seiner Ehrenrunde in der HDI Arena. Zuvor durfte er zum wahrscheinlich letzten Mal in einer Eistonne Platz nehmen.

Abschiedsspiel bringt 300.000 Euro für Mertesacker-Stiftung ein

Zahlreiche Weggefährten des 104-maligen Nationalspielers hatten den Weg in die niedersächsische Landeshauptstadt gefunden. So standen unter anderem Mertesackers frühere Nationalmannschaftskollegen Jens Lehmann, Christoph Metzelder, und Marcell Jansen ebenso auf dem Platz wie seine ehemaligen 96-Mitstreiter Jörg Sievers, Steven Cherundolo und Christian Schulz.

Der aus Pattensen stammende Abwehrspieler hatte von 2003 bis 2006 seine ersten Profijahre bei Hannover 96 verbracht. Anschließend wechselte er für fünf Jahre zum Nordrivalen Werder Bremen, den er 2011 Richtung London zum FC Arsenal verließ. Dort leitet er seit dem 1. September die Nachwuchsakademie der Gunners.

Sein langjähriger Arsenal-Trainer Arsene Wenger betreute in der WM-Arena am Maschsee die Weltauswahl. "Was er geleistet hat, ist hervorragend. Er hat immer sein volles Potential ausgeschöpft, da ist er ein Beispiel. Er war immer hundertprozentig professionell, hundertprozentig konzentriert, hat eine große Rolle innerhalb der Mannschaft gespielt, sie zusammengehalten. Für einen Trainer ist das ein Glück", sagte Wenger über seinen ehemaligen Kapitän.

Um die 96-Freunde kümmerten sich an der Seitenlinie Ewald Lienen und Peter Neururer. Vor dem Anpfiff des ehemaligen Bundesliga-Schiedsrichters Babak Rafati zeichnete Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil Mertesacker mit der Sportmedaille des Landes aus.

"Per Mertesacker ist nicht nur ein toller Fußballer, er hat auch schon in jungen Jahren eine Stiftung gegründet, die benachteiligte Jugendliche unterstützt", sagte Weil, der auch den Anstoß ausführte. Für die Mertesacker-Stiftung kamen beim Abschiedsspiel ihres Gründers 300.000 Euro zusammen.

 

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