Klaus Kinkel soll Vorsitzender der DFB-Ethikkommission werden

Kinkel wird Vorsitzender

SID
Donnerstag, 03.11.2016 | 12:03 Uhr
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Der frühere Bundesaußenminister Klaus Kinkel (79) wird Vorsitzender der neuen Ethikkommission des DFB. Das erfuhr der SID vor der Plenarsitzung des DFB-Bundestages am Freitag. In Erfurt müssen die Delegierten der nötigen Satzungsänderung noch zustimmen. Der Bundestag beginnt am Donnerstag mit einem Festakt.

Der FDP-Politiker Kinkel war zunächst bis 1982 Präsident des Bundesnachrichtendienstes und von 1991 bis 1992 Justizminister. Das Amt des Bundesminister des Auswärtigen hatte er von 1992 bis 1998 inne, von 1993 bis 1998 war Kinkel zudem Stellvertreter des Bundeskanzlers.

Die neue Ethikkommission "soll in Fällen illegaler oder unethischer Verhaltensweisen aktiv werden, die der Integrität und dem Ansehen des DFB schaden", steht im DFB-Jahresbericht.

Die fünf unabhängigen Mitglieder (darunter zwei Frauen), die eine "Befähigung zum Richteramt besitzen oder langjährige Erfahrung in herausgehobener Funktion vergleichbarer Tätigkeitsfelder haben" müssen, werden vom Bundestag gewählt. Die Ethikkommission kann eigenständig Ermittlungen aufnehmen.

Verbindung mit DFB-Sportgericht

Im Unterschied zum Weltverband FIFA erfolgt die Rechtsprechung nach Anklage der Ethikkommission aber nicht durch eine unabhängige, rechtsprechende Kammer, sondern über das verbandseigene Sportgericht.

In der ersten Instanz werden dem Vorsitzenden des Sportgerichts, derzeit der Mainzer Richter Hans E. Lorenz (65), zwei Ethik-Beisitzer zur Seite gestellt. Grundsätzlich finden bei Ethikermittlungen keine mündlichen Verhandlungen statt.

"Die Ethikkommission soll einen unabhängigen, transparenten und die Persönlichkeitsrechte der Betroffenen wahrenden Umgang mit Verdachtssituationen sicherstellen", heißt es im neuen Paragraphen 46a der DFB-Satzung, die abgesegnet werden muss.

"Integrität", "Transparenz" und "Solidarität"

Die im neuen Ethik-Code definierten "Werte und Grundsätze bestimmen das Verhalten und den Umgang innerhalb des DFB und gegenüber Dritten" (Antrag Nummer drei beim Bundestag). Die Verhaltensregeln umfassen sieben Punkte wie "Integrität", "Transparenz" und "Solidarität".

Der Weltmeister-Verband war im vergangenen Jahr durch die WM-Affäre in eine Krise gestürzt. Der damalige DFB-Präsident Wolfgang Niersbach (65) trat zunächst aus freien Stücken zurück, ehe er 2016 durch die FIFA-Ethikkommission gesperrt worden war.

In der Schweiz und in Deutschland laufen zudem juristische Ermittlungen gegen die Beteiligten des Sommermärchens. Ob die DFB-Ethikkommission rückwirkend ermittelt, ist noch offen.

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