Warner stellt sich, Sponsoren flüchten

SID
Donnerstag, 28.05.2015 | 09:08 Uhr
Vizepräsident Kurt Warner (l.) stellte sich den Behörden - ihm droht eine Haftstrafe
© getty
Advertisement
Primera División
Girona -
Getafe
Eredivisie
Sparta -
Feyenoord
Serie A
Hellas Verona -
AC Mailand
Eredivisie
Alkmaar -
Ajax
First Division A
Brügge -
Anderlecht
Ligue 1
Nantes -
Angers
Serie A
Bologna -
Juventus
Serie A
Crotone -
Chievo Verona
Serie A
Florenz -
CFC Genua
Serie A
Sampdoria -
Sassuolo
Premier League
West Bromwich -
Man United
Primera División
Celta Vigo -
Villarreal
Ligue 1
Nizza -
Bordeaux
Premier League
Bournemouth -
Liverpool
Serie A
Benevento -
SPAL
Primera División
Las Palmas -
Espanyol
Primeira Liga
Sporting -
Portimonense
Primera División
FC Barcelona -
La Coruna
Serie A
Atalanta -
Lazio
Ligue 1
Lyon -
Marseille
Premier League
Everton -
Swansea
Primera División
Malaga -
Real Betis
Primeira Liga
FC Porto -
Maritimo
League Cup
Arsenal -
West Ham
League Cup
Leicester -
Man City
Coppa Italia
Neapel -
Udinese
Primera División
Levante -
Leganes
Coppa Italia
AS Rom -
FC Turin
Primera División
Getafe -
Las Palmas
First Division A
Mechelen -
Brügge
Coppa Italia
Juventus -
CFC Genua
League Cup
Chelsea -
Bournemouth
Ligue 1
Amiens -
Nantes
Ligue 1
Angers -
Dijon
Ligue 1
Bordeaux -
Montpellier
Ligue 1
Guingamp -
St. Etienne
Ligue 1
Lille -
Nizza
Ligue 1
Marseille -
Troyes
Ligue 1
Metz -
Straßburg
Ligue 1
Monaco -
Rennes
Ligue 1
PSG -
Caen
Ligue 1
Toulouse -
Lyon
League Cup
Bristol City -
Man United
Primera División
Real Sociedad -
FC Sevilla
Indian Super League
Bengaluru -
Jamshedpur
Primera División
Eibar -
Girona
Primera División
Alaves -
Malaga
Indian Super League
Chennai -
Kerala
Serie A
Chievo Verona -
Bologna
Primera División
Real Betis -
Bilbao
Premier League
Arsenal -
Liverpool
Serie A
Cagliari -
Florenz
Primera División
Espanyol -
Atletico Madrid
A-League
Melbourne City -
Melbourne Victory
Serie A
Lazio -
Crotone
Primera División
Real Madrid -
FC Barcelona
Premier League
Everton -
Chelsea
Premiership
Kilmarnock -
Rangers
Serie A
CFC Genua -
Benevento
Serie A
Neapel -
Sampdoria
Serie A
Sassuolo -
Inter Mailand
Serie A
SPAL -
FC Turin
Serie A
Udinese -
Hellas Verona
Premier League
Man City -
Bournemouth
Championship
Sheffield Wed -
Middlesbrough
Primera División
Valencia -
Villarreal
Serie A
AC Mailand -
Atalanta
Premier League
Burnley -
Tottenham
Primera División
La Coruna -
Celta Vigo
Championship
Aston Villa -
Sheffield Utd
Eredivisie
PSV -
Vitesse
Premier League
Leicester -
Man United
Serie A
Juventus -
AS Rom
Premier League
Brighton -
Watford (DELAYED)
Premier League
West Ham -
Newcastle (DELAYED)
Premier League
Swansea -
Crystal Palace (DELAYED)
Premier League
Stoke -
West Bromwich (DELAYED)
Premier League
Southampton -
Huddersfield (DELAYED)
Eredivisie
Ajax -
Willem II
Premier League
Tottenham -
Southampton
Premier League
Boxing Day -
Die Konferenz
Championship
Birmingham -
Norwich
Championship
Burton Albion -
Leeds
Premier League
Liverpool -
Swansea
Premier League
Man United -
Burnley (DELAYED)
First Division A
Anderlecht -
Gent
Championship
Brentford -
Aston Villa
Premier League
West Bromwich -
Everton (DELAYED)
Premier League
Huddersfield -
Stoke (DELAYED)
Premier League
Watford -
Leicester (DELAYED)
Premier League
Chelsea -
Brighton (DELAYED)
Premier League
Bournemouth -
West Ham (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
Man City
Premiership
Hearts – Hibernian
Indian Super League
Jamshedpur -
Chennai
Indian Super League
Mumbai -
Delhi
Serie A
Crotone -
Neapel
Championship
Cardiff -
Preston
Serie A
Florenz – AC Mailand
Premiership
Celtic -
Rangers
Serie A
Atalanta -
Cagliari
Serie A
Benevento -
Chievo Verona
Serie A
Bologna -
Udinese
Serie A
AS Rom -
Sassuolo
Serie A
Sampdoria -
SPAL
Serie A
FC Turin -
CFC Genua
Premier League
Liverpool -
Leicester
Championship
Barnsley -
Reading
Serie A
Inter Mailand – Lazio Rom
Premier League
Man Utd -
Southampton
Championship
Bristol City -
Wolverhampton
Serie A
Hellas Verona -
Juventus

Das System FIFA wankt, die Fußball-Welt schreit nach Konsequenzen - doch die Vasallen stehen auch im schlimmsten Skandal treu zu Joseph S. Blatter.

Die asiatische Konföderation AFC teilte einen Tag vor der Präsidentschaftswahl im Weltverband mit, zwar "enttäuscht und traurig" zu sein, eine Verschiebung der Wahl komme jedoch nicht infrage: "Und die AFC steht zu ihrer Entscheidung, Blatter zu unterstützen." Eine klare Botschaft - der einzige Gegenkandidat für den übermächtigen Amtsinhaber, Prinz Ali bin Al Hussein (Jordanien), kommt aus dem eigenen Haus.

Hier geht's zum SPOX-Kommentar "Mut zum Boykott"

Die Gefolgschaft hatte zuvor auch der afrikanische Kontinentalverband CAF Blatter (79) versichert. Dennoch: Der Schweizer steht unter Druck wie nie. Die Europäische Fußball-Union UEFA hatte von einem "Desaster" gesprochen und mit Boykott des FIFA-Kongresses gedroht, der englische Verbandspräsident Greg Dyke forderte: "Blatter muss gehen! Entweder durch Rücktritt, Abwahl oder über einen dritten Weg."

Fußball-Idole wie Romario ("Ich hoffe, auch er wird verhaftet") und Diego Maradona ("Ich sage das schon seit langer Zeit") schlossen sich an. Gary Lineker schrieb spöttisch: "Wenn er noch einen letzten Krümel Würde hätte, würde er zurück in seine Höhle kriechen, in seinem Sessel sitzen und seine Katze streicheln."

Jack Warner vor Gericht - Sponsoren springen ab

Fern des FIFA-Hauptquartiers in Zürich gab es in der Nacht zu Donnerstag neue Entwicklungen. Blatters per Haftbefehl gesuchter ehemaliger Vize-Präsident Jack Warner stellte sich in seiner Heimat Trinidad und Tobago der Polizei, er wurde in der Hauptstadt Port of Spain einem Richter vorgeführt. Zudem drohen unverzichtbare Geldgeber angesichts des neuerlichen Skandals mit ihrem Ausstieg. Ohne einen Wandel werde es "sein Engagement überdenken", teilte das Kreditkarten-Unternehmen Visa mit und drückte seine "tiefe Enttäuschung und große Sorge" aus.

Seine Besorgnis hinterlegte wiederholt auch Coca-Cola. "Diese lange Kontroverse befleckt die Mission und die Ideale der FIFA", schrieb der Getränke-Riese laut der Nachrichtenagentur AFP. Auch der US-Fastfood-Gigant McDonald's nimmt die Vorgänge, die am Mittwoch den Weltverband schwer erschüttert hatten, "sehr ernst". Der deutsche Sportartikelhersteller adidas betonte, sein Engagement fortsetzen zu wollen, sofern "Standards für Transparenz" eingeführt werden. Der US-Konkurrent Nike teilte mit, die Ermittlungen der US-Behörden zu unterstützen.

Vorwurf: Korruption und Geldwäsche

Nach einem Amtshilfe-Ersuchen der US-Justizbehörde hatte die Schweizer Kantonspolizei in Zürich am Mittwochmorgen sieben hochrangige FIFA-Funktionäre (darunter zwei Vize-Präsidenten) verhaftet, denen im Rahmen eines US-Verfahrens Geldwäsche, die Annahme von Bestechungsgeldern sowie Korruption bei WM- und TV-Rechte-Vergaben vorgeworfen werden.

Die brasilianische Staatspräsidentin Dilma Rousseff forderte in ihrer Reaktion die Untersuchung der Vergabe sämtlicher Endrunden von Weltmeisterschaften, darunter auch jener in ihrem Heimatland im vergangenen Jahr. "Jede Aufklärung in diesen Fragen ist sehr wichtig", sagte die 67-Jährige am Mittwochabend in Mexiko-Stadt.

"Untersucht alle Weltmeisterschaften"

"Untersucht alle Weltmeisterschaften, den gesamten Fußball", forderte Dilma. Dies könne nur zu einer Professionalisierung führen, auch Brasilien könne von einer solchen Untersuchung "nur profitieren". Am Mittwoch war auch José Maria Marin verhaftet worden, früherer Präsident des brasilianischen Verbandes CBF.

Jack Warner, ehemaliger Präsident des Kontinentalverbands Nord- und Zentralamerika sowie der Karibik (CONCACAF), ist eine von 14 Personen, die angeklagt worden sind. Er soll im Zuge der Vergabe der Weltmeisterschaften 1998 an Frankreich und 2010 an Südafrika in Korruption verwickelt gewesen sein und sich persönlich bereichert haben.

Asien und Afrika stehen hinter Blatter

Blatter kann sich in seinem Bemühen um eine fünfte Amtszeit der Stimmen der AFC und des CAF gewiss sein - dies reicht schon fast für die Mehrheit bei 209 Stimmberechtigten. Prinz Ali tritt wohl chancenlos an. Das portugiesische Fußball-Idol Luis Figo und der niederländische Funktionär Michael van Praag hatten ihre Kandidatur zurückgezogen.

Der CAF hat 54 Stimmen, die UEFA 53, die AFC 46. Weitere 35 entfallen auf den CONCACAF. Die südamerikanische Konföderation CONMEBOL hat zehn Stimmen, der Verband Ozeaniens elf.

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung