Wahlkampf um FIFA-Präsidentenamt

Platini behält seinen Favoriten für sich

SID
Montag, 16.03.2015 | 13:13 Uhr
Michel Platini (l.) will nicht, dass Joseph Blatter erneut zum FIFA-Präsidenten gewählt wird
© getty
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UEFA-Präsident Michel Platini behält seinen persönlichen Favoriten im Wahlkampf um den wichtigsten Posten im Weltfußball für sich - Hauptsache, FIFA-Präsident Joseph S. Blatter wird nicht wiedergewählt.

"Ich denke, es ist wichtig für den Fußball, dass in der FIFA ein Wechsel vollzogen wird", sagte der 59 Jahre alte Chef der Europäischen Fußball-Union (UEFA) in einem Frage-Antwort-Video des Verbandes.

Die Kandidaturen von Michel van Praag (Niederlande/67), Luis Figo (Portugal/42) und Prinz Ali bin Al Hussein (Jordanien/39) gegen Amtsinhaber Blatter (Schweiz/79) seien "eine gute Möglichkeit, eine Debatte zu demokratischen Zwecken in der Welt des Fußballs zu eröffnen", sagte der Franzose: "Die FIFA braucht neue Ideen und ein neues Programm. Wir warten ab, was passiert. Warten wir auf die Programme der vier Kandidaten."

"Nicht meine Zeit zur FIFA zu gehen"

Seine Entscheidung im vergangenen Sommer, Blatter nicht herauszufordern sei "keine so leichte" gewesen. "Aber ich habe mich entschieden, bei der UEFA zu bleiben, wo ich mich wohlfühle", sagte Platini, dessen Wiederwahl an die UEFA-Spitze am 24. März in Wien nur Formsache ist.

"Ich habe mich nicht gegen die FIFA, sondern für die UEFA entschieden, das ist eine ganz andere Angelegenheit. Und ich bin sehr glücklich, ich bin zufrieden. Vielleicht ist es momentan nicht meine Zeit, um zur FIFA zu gehen. Wir werden sehen, ob ich eines Tages dorthin gehe oder nicht."

Es sei die "Wahl meines Herzens, die Wahl meines Lebens" gewesen, bei der UEFA zu bleiben, sagte Platini: "Weil wir sehr viele Dinge in Europa zu erledigen haben." Dazu zähle auch das Verhalten einiger Spieler auf dem Rasen.

"Ich denke, viele Menschen mögen es nicht, wie sie mit dem Schiedsrichter reden, oder wie sie simulieren", sagte Platini: "Manchmal ist ihr Verhalten nicht gut und viele Menschen mögen den Fußball deshalb nicht. Auch das Verhalten der Fans muss unter die Lupe genommen werden. Wir müssen noch toleranter werden. Wir müssen uns dem Thema Antidiskriminierung widmen, wir müssen gegen Rassismus kämpfen, und wir müssen uns gegen weltweite Gewalt einsetzen."

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