Nach Coming-Out von Thomas Hitzlsperger

Friedrich rät Profis zum Coming-out

Von Marco Heibel
Freitag, 10.01.2014 | 10:12 Uhr
Verstehen sich auch abseits des Feldes: Arne Friedrich (l.) und Thomas Hitzlsperger (M.)
© getty
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Nach dem Coming-out von Ex-Nationalspieler Thomas Hitzlsperger hat dessen früherer Mitspieler Arne Friedrich homosexuellen Fußballprofis dazu geraten, sich ebenfalls zu offenbaren. Angesichts der positiven Resonanz der letzten Tage sei die Gelegenheit nie günstiger gewesen, so der 34-Jährige.

"Ich bin heterosexuell. Aber wenn ich homosexuell wäre, wäre jetzt ein guter Zeitpunkt, es öffentlich auszusprechen", sagte Friedrich im Interview mit der "Zeit" und führte aus: "Aktive Fußballer könnten sich nun, nach den vielen positiven Reaktionen, leichter offen über ihre Sexualität äußern."

Für Friedrich war das Coming-out von Hitzlsperger genau die richtige Entscheidung: "Gerade als Profifußballer, wenn man ohnehin unter großem Leistungsdruck steht, kann so etwas schwer sein. Thomas ist den richtigen Schritt gegangen, auch der Zeitpunkt ist gut, kurz vor Sotschi. Er hat eine Tür aufgestoßen für viele andere."

Homosexualität im Fußball wird totgeschwiegen

Der 82-malige Nationalspieler erklärte weiter, dass Homosexualität in seinem Profileben immer ein Tabuthema war: "In den Vereinen, in denen ich spielte, wurde Homosexualität nie thematisiert, weder positiv noch negativ. Deshalb kenne ich tatsächlich keine homosexuellen ehemaligen Mitspieler."

Auch Hitzlsperger, den Friedrich als einen seiner wenigen Freunde im Profigeschäft bezeichnete, habe sich ihm gegenüber "erst vor einigen Wochen" zu seiner Homosexualität bekannt.

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