Stock: Rogers' Outing kein Befreiungsschlag

SID
Montag, 18.02.2013 | 13:45 Uhr
Für DFB-PreisträgerStock ist das Outing nicht der erhoffte Befreiungsschlag
© Getty
Advertisement
Club Friendlies
Eibar -
Basaksehir
Club Friendlies
Leicester -
Akhisarspor
UEFA Champions League
Ajax -
Sturm Graz
Club Friendlies
Huddersfield -
Lyon
Club Friendlies
Marseille -
Real Betis
International Champions Cup
Juventus -
FC Bayern München
International Champions Cup
Borussia Dortmund -
Benfica
International Champions Cup
Man City -
Liverpool
International Champions Cup
AS Rom -
Tottenham
International Champions Cup
AC Mailand -
Man United
International Champions Cup
Atletico Madrid -
Arsenal
Club Friendlies
Blackburn -
Everton
Copa Sudamericana
San Lorenzo -
Temuco
Club Friendlies
Arminia Bielefeld -
SV Werder Bremen
J1 League
Kobe -
Kashiwa
J1 League
Tosu -
Iwata
CSL
Jiangsu -
Shandong Luneng
International Champions Cup
Arsenal -
PSG
Club Friendlies
FC St. Pauli -
Stoke
International Champions Cup
Benfica -
Juventus
International Champions Cup
Chelsea -
Inter Mailand
International Champions Cup
Man United -
Liverpool
International Champions Cup
FC Bayern München -
Man City
International Champions Cup
FC Barcelona – Tottenham
CSL
Guangzhou Evergrande -
Chongqing
Club Friendlies
Groningen -
SV Werder Bremen
Allsvenskan
AIK -
Kalmar
International Champions Cup
PSG -
Atletico Madrid
International Champions Cup
Man United -
Real Madrid
International Champions Cup
Tottenham -
AC Mailand
International Champions Cup
FC Barcelona -
AS Rom
J1 League
Cerezo Osaka -
Kobe
UEFA Champions League
Sturm Graz -
Ajax
Club Friendlies
Southampton -
Celta Vigo
International Champions Cup
Arsenal -
Chelsea
International Champions Cup
Benfica -
Lyon
Copa Sudamericana
Sao Paulo -
Colon Santa Fe
Club Friendlies
West Ham -
Angers
Club Friendlies
Brighton -
Sporting
Championship
Reading -
Derby County
League One
Sunderland -
Charlton
Championship
Ipswich -
Blackburn
Club Friendlies
Everton -
Valencia
Club Friendlies
Wolverhampton -
Villarreal
Championship
Sheffield Utd -
Swansea
Club Friendlies
Liverpool -
Napoli
International Champions Cup
Inter Mailand -
Lyon
International Champions Cup
Real Madrid -
Juventus
International Champions Cup
AC Mailand -
FC Barcelona
J1 League
FC Tokyo -
Kobe
Championship
Leeds -
Stoke

DFB-Ehrenamtspreisträger Carsten Stock hat die Euphorie um das Coming-Out von US-Fußballprofi Robbie Rogers gedämpft. Das späte Outing soll laut Stock sogar eine negative Wirkung haben.

Der gleichzeitig von Rogers verkündete Rücktritt zeige die mangelnde Unterstützung durch die Vereine und Verbände, sagte Stock, der 2011 für sein Engagement gegen Homophobie den Ehrenamtspreis des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) erhalten hatte.

Kritisch sei vor allem zu bewerten, dass Rogers mit erst 25 Jahren den einzigen Ausweg aus dieser Situation in einem Rückzug vom Profi-Fußball gesehen habe. "Wo ist die Unterstützung durch den Verein, wo ist die Unterstützung durch die Verbände gerade in dem Moment gewesen, in dem Rogers diese am meisten gebraucht hätte?", fragte Stock, der Abteilungsleiter des schwul-lesbischen Sportvereins Startschuss SLSV in Hamburg ist.

Falscher Eindruck entsteht

Für Stock ist das Outing noch lange nicht das erhoffte Befreiungssignal im Profi-Fußball, das von vielen sehnsüchtig erwartet werde. "Vielmehr ist durch den gleichzeitigen Rückzug Rogers genau der gegenteilige Eindruck erweckt worden, dass Homosexualität und Profifußball nicht vereinbar seien", sagte Stock.

Die Verantwortlichen müssten deutlich machen, dass diese Vereinbarkeit durchaus gegeben sei und dies endlich auch durch Taten untermauern, auch wenn das keine einfache Aufgabe sei. "Wieso erzeugt unsere Gesellschaft immer noch einen Druck, der die Betroffenen in Angst vor Verurteilung und Ablehnung leben lässt", fragte Stock. Sein Klub Startschuss SLSV ist mit 650 Mitgliedern einer der größten schwul-lesbischen Sportvereine Deutschlands.

US-Verband stolz auf Rogers

Nach Outing und Rücktritt von Rogers am Freitag hatte es zunächst eine breite Front der Solidarität gegeben. Sogar FIFA-Präsident Joseph S. Blatter meldete sich zu Wort. "Das ist 2013. Danke. Mutigen Männern wie Ihnen ist es zu verdanken, dass solche Bekanntmachungen eines Tages nicht mehr notwendig sind", schrieb Blatter bei Twitter. Auch der US-Fußballverband erklärte in einem Statement: "Wir sind stolz auf Robbie."

Rogers absolvierte 18 Länderspiele für das US-Team und erzielte 2011 das erste Tor unter Trainer Jürgen Klinsmann beim 1:1 gegen Mexiko. Zuletzt stand er beim englischen Traditionsverein Leeds United unter Vertrag. Am Wochenende nahm er im englischen Brighton an einem Halbmarathon teil.

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung