Freispruch für Ex-Nationaltorwart Eike Immel

SID
Dienstag, 30.10.2012 | 16:21 Uhr
Eike Immel wurde illegaler Drogenbesitz vorgeworfen
© Getty
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Die Erleichterung war Eike Immel deutlich anzusehen. Mit einem Lächeln bedankte sich der einst jüngste Torwart in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft am Dienstag vor dem Amtsgericht Dortmund bei seiner Verteidigerin.

Immel war kurz zuvor vom Vorwurf des Drogenbesitzes freigesprochen worden. Das Amtsgericht sah es nicht als erwiesen an, dass der Ex-Profi der Bundesligisten Borussia Dortmund und VfB Stuttgart im Jahr 2007 in 78 Fällen Kokain für den Eigenbedarf gekauft haben soll.

Zuvor hatte die einzige Zeugin, auf die sich die Anklage der Staatsanwaltschaft im Wesentlichen stützte, in einer eidesstattlichen Erklärung ihre Vorwürfe widerrufen. Die frühere Betreiberin eines Bordells in Schwerte hatte angegeben, dass ein mitangeklagter Bekannter Immels für den früheren Torhüter regelmäßig Kokain in den Rotlicht-Club geliefert haben soll.

Immel hatte Vorwürfe bestritten

Es gebe damit "starke Zweifel an der Richtigkeit der Aussagen", machte der Vorsitzende Richter deutlich. Die Frau, der Verhandlungsunfähigkeit aus gesundheitlichen Gründen attestiert worden war, hatte die Vorwürfe einem Kriminalbeamten gegenüber geäußert. Der Polizist fertigte daraufhin einen Aktenvermerk an. Er war die Grundlage der Ermittlungen.

Doch eine "eigenständige Befragung" der Frau sei nicht erfolgt, rügte das Gericht. Immel hatte die Vorwürfe in dem Verfahren bestritten. Auch bei einer Durchsuchung seiner Wohnung hatte die Polizei damals kein Rauschgift gefunden. Die Staatsanwaltschaft kündigte an, die Zeugin wegen "falscher Verdächtigungen" zur Rechenschaft zu ziehen.

Für schuldig befand das Gericht den 51-jährigen dagegen der Verletzung der Unterhaltspflicht gegenüber seinen Kindern im Jahr 2005. Dafür entschuldigte sich Immel in seinem Schlusswort. Schon zu Prozessbeginn hatte er diesen zweiten Anklagepunkt eingeräumt. Der Ex-Profi, dessen finanzielle Situation alles andere als rosig ist, wurde zu einer Geldstrafe von 400 Euro verurteilt - zu zahlen in 40 Tagessätzen a zehn Euro.

Eike Immel im Steckbrief

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