Blatter nimmt Korruptionsandeutungen zurück

SID
Montag, 16.07.2012 | 21:13 Uhr
Sepp Blatter will von seinen Korruptionsandeutungen plötzlich nichts mehr wissen
© Getty
Advertisement
NFL Draft
Sa28.04.
Tag 2: Wird der Deutsch-Amerikaner gedraftet?
A-League
Newcastle Jets -
Melbourne City
First Division A
Genk -
Brügge
Championship
Fulham -
Sunderland
Ligue 1
Montpellier -
St. Etienne
Primera División
Levante -
FC Sevilla
J1 League
Kobe -
Kawasaki
A-League
FC Sydney -
Melbourne Victory
Primera División
Espanyol -
Las Palmas
Premier League
Liverpool -
Stoke
CSL
Guangzhou Evergrande -
Jiangsu
Championship
Aston Villa -
Derby County
Premier League
Huddersfield -
Everton
Primera División
Real Sociedad -
Bilbao
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Rijeka
Ligue 1
Lyon -
Nantes
Serie A
AS Rom -
Chievo Verona
Championship
Middlesbrough -
Millwall
Premier League
Swansea -
Chelsea
Primera División
Real Madrid -
Leganes
Primeira Liga
Benfica -
Tondela
Ligue 1
Bordeaux -
Dijon
Ligue 1
Lille -
Metz
Ligue 1
Monaco -
Amiens
Ligue 1
Straßburg -
Nizza
Ligue 1
Troyes -
Caen
Premier League
Crystal Palace -
Leicester (Delayed)
Primera División
Villarreal -
Celta Vigo
Serie A
Inter Mailand -
Juventus
Premier League
Southampton -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
West Bromwich (Delayed)
Premier League
Burnley -
Brighton (Delayed)
Primera División
Getafe -
Girona
Serie A
Crotone -
Sassuolo
Premiership
Celtic -
Rangers
Eredivisie
Feyenoord -
Sparta
Ligue 1
Rennes -
Toulouse
Serie A
Sampdoria -
Cagliari
Serie A
Atalanta -
CFC Genua
Serie A
Bologna -
AC Mailand
Serie A
Hellas Verona -
SPAL
Serie A
Benevento -
Udinese
Premier League
West Ham -
Man City
Superliga
Gimnasia -
Boca Juniors
Super Liga
Napredak -
Roter Stern
Primera División
Alaves -
Atletico Madrid
Ligue 1
Angers -
Marseille
Premier League
Man United -
Arsenal
Superliga
Bröndby -
Nordsjälland
Serie A
Florenz -
Neapel
Primera División
Valencia -
Eibar
Primeira Liga
Maritimo -
FC Porto
Primera División
La Coruna -
FC Barcelona
Serie A
FC Turin -
Lazio
Ligue 1
PSG -
Guingamp
Premier League
FK Krasnodar -
Lok Moskau
Premier League
Tottenham -
Watford
Primera División
Real Betis -
Malaga
Copa Libertadores
Nacional -
Santos
J1 League
Kobe -
FC Tokyo
1. HNL
Slaven Belupo -
Dinamo Zagreb
Ligue 1
Amiens -
PSG
Premier League
Brighton -
Man United
Primera División
FC Sevilla -
Real Sociedad
Primera División
Girona -
Eibar
Premier League
Stoke -
Crystal Palace
CSL
Guangzhou R&F -
Shanghai Shenhua
Premier League
Lok Moskau -
Zenit
Premier League
West Bromwich -
Tottenham
Primera División
Bilbao -
Real Betis
Serie A
AC Mailand -
Hellas Verona
Premier League
Everton -
Southampton
Primera División
Celta Vigo -
La Coruna
Premier League
Leicester -
West Ham (DELAYED)
Primera División
Villarreal -
Valencia
Serie A
Juventus -
Bologna
Primeira Liga
Sporting -
Benfica
Premier League
Bournemouth -
Swansea (Delayed)
Premier League
Watford -
Newcastle (Delayed)
J1 League
Hiroshima -
Kobe
Primera División
Málaga -
Alavés
Serie A
Udinese -
Inter Mailand
Premiership
Hearts -
Celtic
Eredivisie
PSV -
Groningen
Premier League
Man City -
Huddersfield
First Division A
Brügge -
Anderlecht
Ligue 1
St. Etienne -
Bordeaux
Serie A
Lazio -
Atalanta
Serie A
SPAL -
Benevento
Serie A
Chievo Verona -
Crotone
Serie A
CFC Genua -
Florenz
Serie A
Neapel -
FC Turin
Superliga
FC Kopenhagen -
Bröndby
Primera División
Atletico Madrid -
Espanyol
Ligue 1
Lyon -
Troyes
Ligue 1
Caen -
Monaco
Ligue 1
Dijon -
Guingamp
Ligue 1
Metz -
Angers
Ligue 1
Nantes -
Montpellier
Ligue 1
Rennes -
Straßburg
Ligue 1
Toulouse -
Lille
Premier League
Chelsea -
Liverpool
Serie A
Sassuolo -
Sampdoria
Primera División
Las Palmas -
Getafe
Premier League
Arsenal -
Burnley (Delayed)
Primera División
FC Barcelona -
Real Madrid
Serie A
Cagliari -
AS Rom
Ligue 1
Marseille -
Nizza
Primeira Liga
FC Porto -
Feirense
Primera División
Leganes -
Levante
1. HNL
Lokomotiva Zagreb -
Dinamo Zagreb
Premiership
Aberdeen -
Rangers
Premier League
Swansea -
Southampton
Coupe de France
Les Herbiers -
PSG
Primera División
Barcelona -
Villarreal
Premier League
Chelsea -
Huddersfield
Coppa Italia
Juventus -
AC Mailand
Premier League
Leicester -
Arsenal (Delayed)
Premier League
Tottenham -
Newcastle
Premier League
Man City -
Brighton (Delayed)
Premier League
West Ham -
Man United

Der Präsident des Fußball-Weltverbandes FIFA, Joseph S. Blatter, hat auf die Empörung über seine Korruptionsandeutungen zur Vergabe der WM-Endrunde 2006 an Deutschland mit einer Rolle rückwärts reagiert. Derweil nimmt die Kritik an Blatter weiter zu.

Sepp Blatter ist schon wieder auf dem Rückzug. Nachdem der FIFA-Boss in einem Interview mehr oder weniger direkt behauptet hatte, dass Deutschland sich die Weltmeisterschaft 2006 gekauft habe, ruderte er jetzt mit teils wirren Aussagen zurück.

"Man kann immer einen Vorwand finden, um die Rechtmäßigkeit eines Entscheides zu bezweifeln. Man findet bei WM-Vergaben immer einen Grund, um irgendwelche Verschwörungstheorien zu spinnen. Ich glaube nicht an Verschwörungstheorien, sondern nur an Fakten. Solange keine konkreten Beweise vorliegen, dass bei irgendeiner WM-Vergabe etwas schief gelaufen ist, muss und soll man an der Rechtmäßigkeit der Wahl festhalten. Dies gilt für Deutschland ebenso wie für alle anderen Länder. Das ist die Kernaussage meiner Botschaft", schrieb Blatter in einem Offenen Brief in der "Bild"-Zeitung (Dienstag-Ausgabe) und wies damit den Vorwurf der Denunziation zurück.

"Blatter ist schwer angeschossen"

Angriff, Rückzug - und was kommt als nächstes? Der ehemalige Funktionär und langjährige Mediendirektor der FIFA, Guido Tognoni, sieht in Blatters Äußerungen indes reine Taktik.

"Sepp Blatter steckt im Moment wieder einmal in einem Überlebenskampf. Er ist natürlich schwer angeschossen. Immer wenn er ein bisschen bedrängt ist, dann schlägt er um sich", sagte Tognoni am Montag im ARD-"Morgenmagazin".

Dabei hatte gerade dieser Tognoni die von Blatter erhobenen Vorwürfe einer gekauften WM 2006 bereits vergangenes Jahr selbst formuliert. "Die Bundesregierung hat für das Gewinnen der Stimme eines saudiarabischen Delegierten kurzfristig das Waffenembargo aufgehoben", sagte Tognoni damals auf einem Kongress in Düsseldorf.

Eine Behauptung, die schon damals von deutscher Seite empört zurückgewiesen worden waren.

Blatter "kein seriöser Geschäftspartner mehr"

Für Sylvia Schenk, Vorstandsmitglied von Transparency International, ist Blatter dieses Mal zu weit gegangen. Durch seine Äußerungen hinsichtlich der Schmiergeldaffäre sei Blatter "kein seriöser Geschäftspartner mehr", sagte Schenk der Onlineausgabe der Tageszeitung "Die Welt" am Montagabend.

Blatter könne "einen Reformprozess, der dringend notwendig ist, nicht glaubwürdig anschieben." Seine Andeutungen bezüglich der WM-Vergabe 2006 seien als Ablenkungsmanöver zu werten: "Er meint damit, jegliche Aufklärung verhindern und von den eigenen Fehlern ablenken zu können. Das darf nicht funktionieren."

Warum enthielt sich Charles Dempsey?

Doch Blatter weiß und wusste um die Gerüchte, die rund um die Vergabe der Weltmeisterschaft an Deutschland im Jahr 2000 entstanden waren, und greift diese nun gleichsam genüsslich wie unaufgefordert auf.

Die "Süddeutsche Zeitung" durchleuchtete am Montag die zumindest fragwürdigen Umstände der Stimmenthaltung des damaligen FIFA-Wahlmanns Charles Dempsey aus Neuseeland, die als Schlüssel für den Sieg der deutschen Bewerbung gegen die von Blatter favorisierten Südafrikaner galt.

Dempsey hatte bei der Abstimmung des 24-köpfigen Exekutivkomitees der FIFA im Juli 2000 den Raum verlassen, am Ende siegte Deutschland mit zwölf zu elf Stimmen. Bei einem Patt hätte Blatters Stimme entschieden - und der war damals bekanntermaßen schon für Südafrika. Jahrelang hatte der 76 Jahre alte gelernte Volkswirt zu diesem Thema nichts gesagt. Bis Sonntag.

Außerordentliche FIFA-Sitzung

Jetzt also die Rolle rückwärts. Blatter will partout von Problemen in seinem eigenen Haus ablenken und seine Machenschaften mit der Äußerung über Verschwörungstheorien in ein gutes Licht stellen.

Die Probleme könnten Blatter aber schneller einholen, als ihm lieb ist. Am Dienstag findet in Zürich eine außerordentliche Sitzung der FIFA statt; dort sollen unter anderem die neuen Ethik-Regeln verabschiedet werden. Zudem kommen die oft kritisierten WM-Vergaben an Brasilien 2014, Russland 2018 und vor allem Katar 2022 auf dem Prüfstand.

Sepp Blatter im Steckbrief

Werbung
Werbung
Dunkest - The American Fantasy Basketball by SPOX.com
Werbung
Werbung