Frankfurts Abwehr-Casting kommt ins Rollen

Von Adrian Bohrdt
Freitag, 20.07.2012 | 12:58 Uhr
Steht angeblich kurz vor einer Einigung mit Eintracht Frankfurt: Verteidiger Vadim Demidov (l.)
© Getty
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In Frankfurt läuft die Suche nach einem neuen Innenverteidiger auf Hochtouren. Gleichzeitig stellt HSV-Vorstand Jarchow Neuzugänge in Aussicht, während Horst Heldt Schalke vor dem BVB sieht. Außerdem: Naldo erhält eine Knie-Klausel, die Bremen eine Million Euro kosten könnte.

Abwehr-Casting bei der Eintracht: Der Transfer von Gordon Schildenfeld zu Dynamo Moskau spülte rund 2,5 Millionen Euro in die Eintracht-Kassen, hinterließ aber auch eine Lücke in der Abwehr, wie Trainer Armin Veh in der "Frankfurter Rundschau" deutlich machte: "Ohne Abwehr kannst du nicht Fußball spielen. Das geht halt nicht. Wenn du hinten keine Sicherheit hast, gewinnst du in der Bundesliga kein Spiel. Das ist Harakiri."

Jetzt soll Verstärkung von Real Sociedad San Sebastian kommen: Der norwegische Innenverteidiger Vadim Demidov steht laut Bericht der "Frankfurter Neuen Presse" kurz vor einer Einigung mit der Eintracht, im Raum steht ein Leihgeschäft. Der 25-Jährige sollte eigentlich zu den Wolverhampton Wanderers, ein Wechsel platzte jetzt aber unerwartet. "Ein interessanter Mann", so Veh.

Außerdem soll der Rumäne Dorin Goian ein Angebot für einen Zweijahresvertrag erhalten haben. Der 31-Jährige spielte zuletzt für die Glasgow Rangers, wäre nach deren Zwangsabstieg aber ablösefrei.

Heldt: Schalke vor Dortmund: Die beiden letzten Meisterschaften gingen an den BVB, was für den Nachbarn aus Gelsenkirchen aber kein Grund ist, tiefzustapeln. "Wenn man sich das internationale Abschneiden der letzten Jahre anschaut, stehen wir vor Dortmund", erklärte Schalke-Manager Horst Heldt in der "Bild", schob aber nach: "Aber sie sind verdient Meister. Es wird unser Ziel sein, weiter an die beiden Teams vor uns heran zu kommen."

Für die Vertragsverhandlungen mit Torschützenkönig Klaas-Jan Huntelaar gibt es mittlerweile eine Datierung: "Wir haben einen Termin gefunden, mal schauen, wie das Gespräch läuft. Bei so einem Klasse-Spieler sind immer Top-Klubs da, die ihn haben wollen. Aber wir müssen uns ja nicht kleiner machen, als wir sind: Wir können Klaas-Jan einiges bieten", gab sich Heldt gewohnt zuversichtlich.

Jarchow hat keine Angst vor HSV-Fehlstart: Der HSV kommt nach einer turbulenten Saison auch in der Vorbereitung auf die nächste Spielzeit nicht zur Ruhe. Investor Kühne forderte vehement die Verpflichtung von Rafael van der Vaart, im Training gingen Rajkovic und Son aufeinander los und Ersterer belastet Trainer Fink mittlerweile schwer.

All das ist für HSV-Vorsitzenden Carl Jarchow kein Grund zur Panik, außerdem stellte er gegenüber der "Bild" noch Neuzugänge in Aussicht: "Mit unseren Aktivitäten sind wir im Soll. Guerrero ist verkauft. Badelj werden wir in Kürze präsentieren können. Wir werden sicher noch etwas im zentralen Mittelfeld tun. Und es kann sein, dass sich in der Abwehr noch etwas ergibt. Ich sehe keinen Grund, nervös zu werden."

Rincon droht mehrwöchige Zwangspause: Tomas Rincon vom HSV plagt sich nach wie vor mit einer chronischen Schienbeinentzündung herum. Wie die Hamburger auf ihrer Website melden, musste Rincon die Trainingseinheit am Freitag vorzeitig beenden. "Ich habe wieder Schmerzen gespürt. Wir haben zusammen entschieden, dass ich vorsichtshalber abbreche", erklärte Rincon den Vorfall. Bereits seit einigen Monaten plagt der 24-Jährige sich mit der Entzündung am Schienbein herum.

Nachdem Rincon zunächst schmerzfrei ins Training beim HSV eingestiegen war, kam es jetzt zum erneuten Rückfall. "Die Schmerzen sind anders, aber immer noch da", so Rincon. Am kommenden Dienstag sind für den Venezolaner eine Kernspintomografie sowie eine Blutuntersuchung angesetzt, die genaueren Aufschluss über die Verletzung geben sollen.

Verliert Rolfes die Kapitänsbinde? Vier Jahre lang war Simon Rolfes Kapitän von Bayer Leverkusen, jetzt droht er das Amt zu verlieren. "Die Klärung der Kapitänsfrage steht hinten an. Das reicht, wenn wir das vorm Pokalspiel in Jena entscheiden", so Trainer Sascha Lewandowski zuletzt nach dem 3:0-Sieg im Test in Offenbach. Rolfes, der mittlerweile 261 Pflichtspiele für Bayer auf dem Buckel hat, gibt sich gegenüber der "Bild" aber kämpferisch:

"Das Thema mit der Binde gibt es hier doch jedes Jahr. Aktuell gehe ich davon aus, dass ich Kapitän bleibe. Und es ist klar, dass ich das Amt gerne fortführen möchte." Als heißer Kandidat auf die Nachfolge gilt derweil Lars Bender. Sollte er die Binde verlieren, wäre es für Rolfes kein Weltuntergang: "Dann würde sich meine Rolle innerhalb der Mannschaft auch nicht ändern", gab sich der 30-Jährige selbstbewusst.

Knie-Klausel für Naldo: Zuerst der Überraschungstransfer, dann der nicht bestandene Medizincheck - der Transfer von Naldo von Bremen nach Wolfsburg hatte einige Überraschungen zu bieten. Jetzt hat der Brasilianer für vier Jahre in der Autostadt unterschrieben und gab bei seiner Vorstellung gleich forsche Ziele aus: "Ich will mit Wolfsburg in die Champions League. Ich hoffe, wir schaffen es schon diese Saison."

Nachdem Naldo den ersten Medizincheck nicht bestanden hatte, baute Wolfsburg-Boss Felix Magath laut "Bild" jetzt eine Knie-Klausel in den Vertrag ein: Statt vier überweist Wolfsburg zunächst drei Millionen Euro an Werder. Sollte Naldo am Knie verletzungsfrei bleiben, hat Bremen die Option auf eine Nachzahlung.

Huszti vor Rückkehr zu H96: Bereits von 2006 bis 2009 spielte Szabolcs Huszti für Hannover, erzielte in 87 Spielen 18 Tore und 23 Assists. Für drei Millionen Euro wechselte der Mittelfeldspieler im Februar 2009 zu Zenit St. Petersburg - jetzt stehen alle Zeichen für den Ungarn auf Rückkehr.

"Wir sind uns mit dem Spieler zu 98 Prozent einig", sagte H96-Präsident Martin Kind der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung". "Und Huszti will auch unbedingt nach Hannover", so Kind weiter. Noch hat der 29-Jährige aber einen Vertrag bis 2013 bei St. Petersburg, beide Vereine müssen sich noch auf eine Ablöse einigen. "Es kann sein, dass sich das Ganze noch bis Montag hinzieht", ist Kind aber auch da optimistisch.

Vadim Demidov im Steckbrief

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