Nach Ausschreitungen bei Hallenturnier

St. Pauli kritisiert Vorgehen der Polizei

SID
Montag, 09.01.2012 | 15:51 Uhr
Stefan Orth ist seit 2010 Präsident des FC St. Pauli
© Getty
Advertisement
Bundesliga
SaJetzt
Alle Samstags-Highlights: HSV-FCB, BVB, VfB & RBL
Primera División
Villarreal -
Las Palmas
Eredivisie
PSV – Heracles
Serie A
Chievo Verona -
Hellas Verona
Championship
Ipswich -
Norwich
CSL
Guangzhou Evergrande -
Guizhou
Eredivisie
Feyenoord -
Ajax
Premier League
Everton -
Arsenal
Ligue 1
Nizza -
Strassburg
Serie A
Atalanta -
Bologna
Serie A
Benevento -
Florenz
Serie A
AC Mailand -
Genua
Serie A
SPAL -
Sassuolo
Serie A
FC Turin -
AS Rom
Premier League
ZSKA Moskau -
Zenit
Primera División
Celta Vigo -
Atletico Madrid
Ligue 1
Troyes -
Lyon
Premier League
Tottenham -
Liverpool
First Division A
Anderlecht -
Genk
Serie A
Udinese -
Juventus
Premier League
Dynamo Kiew -
Schachtjor Donezk
Primera División
Leganes -
Bilbao
Super Liga
Roter Stern Belgrad -
Lucani
Primera División
Real Madrid -
Eibar
Serie A
Lazio -
Cagliari
Serie A
Sao Paulo -
Flamengo
Ligue 1
Marseille -
PSG
Allsvenskan
Malmö -
AIK
Primera División
Real Sociedad -
Espanyol
Primera División
La Coruna -
Girona
Copa del Rey
Saragossa -
Valencia
Serie A
Inter Mailand -
Sampdoria
League Cup
Arsenal -
Norwich
League Cup
Leicester -
Leeds
League Cup
Swansea -
Man United
League Cup
Man City -
Wolverhampton
Copa del Rey
Murcia -
Barcelona
Copa Libertadores
River Plate -
Lanus
Serie A
Atalanta -
Hellas Verona
First Division A
Genk -
Brügge
Serie A
Bologna -
Lazio
Serie A
Cagliari -
Benevento
Serie A
Chievo -
Milan
Serie A
Florenz -
FC Turin
Serie A
Genua -
Neapel
Serie A
Juventus -
SPAL
Serie A
AS Rom -
Crotone
Serie A
Sassuolo -
Udinese
Premiership
Aberdeen -
Celtic
League Cup
Chelsea -
Everton
League Cup
Tottenham -
West Ham
Coupe de la Ligue
Strasbourg -
Saint-Etienne
Copa del Rey
Elche -
Atletico Madrid
Copa Libertadores
Barcelona SC -
Gremio
Copa Sudamericana
Fluminense -
Flamengo
Copa del Rey
Fuenlabrada -
Real Madrid
Ligue 1
PSG -
Nizza
Championship
Leeds -
Sheffield Utd
A-League
Adelaide Udt – Melbourne City
Primera División
Alaves -
Valencia
Premier League
Man United -
Tottenham
Premiership
Hearts -
Rangers
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Rijeka
Premier League
Liverpool -
Huddersfield
Championship
Cardiff -
Millwall
Primera División
Sevilla -
Leganes
Ligue 1
Bordeaux -
Monaco
Serie A
Milan -
Juventus
Premier League
Bournemouth -
Chelsea
Primera División
Atletico Madrid -
Villarreal
Championship
Hull -
Nottingham
Ligue 1
Caen -
Troyes
Ligue 1
Dijon -
Nantes
Ligue 1
Guingamp -
Amiens
Ligue 1
Montpellier -
Rennes
Ligue 1
Strasbourg -
Angers
Premier League
Arsenal -
Swansea (DELAYED)
Primera División
Bilbao -
Barcelona
Serie A
AS Rom -
Bologna
Primeira Liga
Boavista -
Porto
Premier League
Watford -
Stoke (Delayed)
Premier League
West Bromwich – Man City (DELAYED)
Premier League
Crystal Palace -
West Ham (Delayed)
Super Liga
Cacak -
Partizan
CSL
Hebei -
Guangzhou Evergrande
J1 League
Kofu -
Kobe
Primera División
Getafe -
Real Sociedad
Eredivisie
Vitesse -
PSV
Serie A
Benevento -
Lazio
Championship
Birmingham -
Aston Villa
Premier League
Zenit -
Lok Moskau
First Division A
Brügge -
Sint-Truiden
Premier League
Brighton -
Southampton
Ligue 1
Lyon -
Metz
Serie A
Crotone- Florenz
Serie A
Neapel -
Sassuolo
Serie A
Sampdoria -
Chievo Verona
Serie A
SPAL -
Genua
Serie A
Udinese -
Atalanta
Primera División
Girona -
Real Madrid
Ligue 1
Toulouse -
St. Etienne
Premier League
Leicester -
Everton
Primera División
Eibar -
Levante
Serie A
Ponte Preta -
Corinthians
Primera División
Malaga -
Celta Vigo
Serie A
FC Turin -
Cagliari
Ligue 1
Lille -
Marseille
Superliga
Boca Juniors -
Belgrano
Serie A
Hellas Verona – Inter Mailand
Premier League
Burnley -
Newcastle
Primera División
Espanyol -
Real Betis
Primera División
Las Palmas -
La Coruna
Copa Libertadores
Lanus -
River Plate
Championship
Preston -
Aston Villa
Copa Libertadores
Grêmio -
Barcelona
Copa Sudamericana
Flamengo -
Fluminense
A-League
Melbourne City -
Sydney
Ligue 1
Rennes -
Bordeaux Begles
Primera División
Real Betis -
Getafe
Primera División
Valencia -
Leganes
Championship
Bristol -
Cardiff
Premiership
St Johnstone -
Celtic
Championship
Aston Villa -
Sheffield Wednesday
Primera División
Deportivo -
Atletico Madrid
Ligue 1
Angers -
PSG
Serie A
Bologna -
Crotone
Primera División
Alaves -
Espanyol
Championship
Brentford -
Leeds
Ligue 1
Metz -
Lille
Ligue 1
Monaco -
Guingamp
Ligue 1
Montpellier -
Amiens
Ligue 1
Nantes -Toulouse
Ligue 1
Troyes -
Straßburg
Primera División
Barcelona -
Sevilla
Serie A
Genoa -
Sampdoria
Primeira Liga
Porto -
Belenenses

Der Präsident des FC St. Pauli, Stefan Orth, hat sich von den Straftaten im Zusammenhang mit den Krawallen beim Hallenfußball-Turnier distanziert, das Vorgehen der Hamburger Polizei aber als unangemessen bezeichnet. Orth forderte bei einer Pressekonferenz in Hamburg "lückenlose Aufklärung" durch die Staatsanwaltschaft.

"Wir können uns nicht alles gefallen lassen", sagte Präsident Stefan Orth und meinte damit gleichermaßen Angriffe durch rivalisierende Anhänger des VfB Lübeck, das Vorgehen der Polizei und Berichte, die bei etwa 1000 anwesenden St. Pauli-Fans die Hauptverantwortung für die Gewaltexzesse sahen.

Bei dem regionalen Turnier in der Alsterdorfer Sporthalle waren nach Polizeiangaben 90 Menschen verletzt worden, als sich Fan-Gruppen von FC St. Pauli und VfB Lübeck sowie drei Hundertschaften der Polizei massive Auseinandersetzungen lieferten.

Auch Kinder wurden verletzt

Vierzehn Beamte wurden verletzt, die meisten Blessuren entstanden offenbar durch den Einsatz von Schlagstock und Reizgas.

In Medien und Internetforen gibt es zahlreiche Erlebnisberichte, nach denen auch Kinder in Mitleidenschaft gezogen wurden und bei dem traditionell als Familien-Event ausgerichteten Turnier unter Schock die Flucht suchten.

Das Turnier wurde abgebrochen und am Samstag nicht fortgesetzt.

Angriff ging offenbar von rechtsradikalen Lübeck-Fans aus

Was genau sich in der Sporthalle zutrug, wird von Polizei, Staatsanwaltschaft und Veranstalter weiter untersucht. Am Montag trugen St. Paulis Präsident Orth und Sicherheitschef Sven Brux eine eigene Version vor, die auf eigenem Augenschein und vielen Zeugenaussagen beruhen soll.

Danach sei die Gewalt eindeutig von etwa 120 rechtsradikalen Lübeck-Fans ausgegangen, die ungehindert zwei Angriffe auf St. Pauli-Anhänger ausgeführt hätten. In Folge dessen sei die Polizei ausschließlich gegen Hamburger Fans vorgegangen und habe die Lübecker gewähren lassen.

"Das Vorgehen der Polizei war einseitig und überzogen", sagte Brux, der bei Heimspielen des Zweitligisten für Organisation und Sicherheit zuständig ist.

Unterschiedliche Versionen des Tathergangs

Im weiteren Verlauf, räumten Orth und Brux ein, habe es auch Gewaltexzesse von St-Pauli-Seite gegen Polizeibeamte gegeben, die sie scharf verurteilten. Die von St. Pauli ermittelte Chronologie der Ereignisse unterscheidet sich aber in einigen Punkten wesentlich von der Darstellung der Polizei und anderer Zeugen.

So sei ein Eindringen in den VIP-Raum der Halle eine Fluchtbewegung gewesen, bei der auch Verletzte geborgen wurden. In anderen Berichten ist von einer mutwilligen Verwüstung des Raums die Rede. Brux bekräftigte den Vorwurf eines einseitigen Vorgehens der Polizei.

Er sei zu Lübecker Anhängern gegangen, "die waren bester Laune und hatten keine roten Augen vom Reizgas". Offenbar diskutieren Hamburger Fans eine Sammelklage gegen die Einsatzleitung der Polizei.

Internet-Verabredung zum Krawall?

Die größte Diskrepanz liegt in der Zahl gewaltbereiter Fans des FC St. Pauli: Die Polizei spricht von 230, Sven Brux nannte auf Nachfrage die Zahl von 30 bis 40 gewaltsuchenden im Fanspektrum insgesamt.

Hier gibt es offensichtlich verschiedene Interpretationen: "Wenn es darum geht, von Nazis angegriffen zu werden und sich zu wehren, dann haben wir sicher 230 Gewaltbereite", sagte Brux. Der Kiezklub werde landesweit für die Haltung seiner Fans gerühmt, hier habe man die Umsetzung gesehen: "Wenn einer Nazi-Sprüche macht, wird ihm das auch körperlich nicht guttun."

Die Veranstalter des Turniers haben Regress-Ansprüche gegen ermittelte Straftäter angekündigt und sprachen von "organisierter Kriminalität". Von einer Verabredung zur Gewalt über das Internet haben die Vertreter des FC St. Pauli keine Kenntnis. Das Fazit in der Stellungnahme des Klubs lautet: "Der FC St. Pauli ist der Ansicht, dass der Beginn der Auseinandersetzungen auch durch handwerkliche Fehler in Planung und Durchführung seitens des Veranstalters und der Polizei ermöglicht wurde.

So hat man die verhältnismäßig kleine Lübecker Gruppe viel zu lange ungestört agieren lassen und diese sogar im Nachhinein unbehelligt wieder zum Hauptbahnhof gebracht. Hierfür fehlt uns jedes Verständnis."

Der FC St. Pauli im Steckbrief

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung