Donnerstag, 29.12.2011

Das nächste Kapitel in der FIFA-Korruptionsaffäre

Warner unterstellt Blatter Fernsehrechte-Handel

Schwere Anschuldigungen gegen Joseph Blatter: Der Präsident der FIFA soll sich seine Unterstützung im Vorfeld von FIFA-Präsidentschaftswahlen durch den Handel mit Fernsehübertragungsrechten gesichert haben. Dies behauptet der ehemalige FIFA-Vizepräsident Jack Warner.

Jack Warner (l.) erhebt neue Anschuldigungen gegen FIFA-Präsident Sepp Blatter
© Getty
Jack Warner (l.) erhebt neue Anschuldigungen gegen FIFA-Präsident Sepp Blatter
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Warner teilte am Donnerstag mit, dass die FIFA ihm die Übertragungsrechte der Fußballweltmeisterschaft 1998 für sein Heimatland Trinidad & Tobago für einen Dollar übertragen habe.

Er habe dafür Blatter bei der Präsidentschaftswahl unterstützt. Auch habe er die Rechte für die Weltmeisterschaften 2002 und 2006 nach seiner Wahlkampfhilfe im Jahr 2002 erworben.

Warner war im Juni dieses Jahres von seinen Ämtern bei der FIFA zurückgetreten, nachdem er von der FIFA-Ethikkommission wegen des Verdachts der Korruption vorläufig suspendiert worden war.

Anschließend kündigte er an, durch Enthüllungen einen "Fußball-Tsunami" auslösen zu wollen. Kurz darauf aber rief er zur Unterstützung Blatters auf. Die FIFA wollte sich zu den Vorwürfen am Donnerstagabend noch nicht äußern.

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