FIFA-Vize Warner wegen WM 2018 im Zwielicht

SID
Montag, 11.04.2011 | 17:13 Uhr
Steht aufgrund zweifelhafter Vergabekriterien in der Kritik: Fifa-Vizepräsident Jack Warner (l.)
© Getty
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Erneut sorgen Berichte über zweifelhafte Praktiken von Spitzenfunktionären des Fußball-Weltverbandes FIFA für Aufsehen.

Erneut sorgen Berichte über zweifelhafte Praktiken von Spitzenfunktionären des Weltverbandes FIFA für Aufsehen. FIFA-Vizepräsident Jack Warner soll Englands Bewerbungskomitee im Herbst 2009 ein Jahr vor der Vergabe der WM-Endrunde 2018 zur Finanzierung eines Erziehungszentrums in seinem Heimatland Trinidad und Tobago aufgefordert haben.

Das berichtet die angesehene Londoner Tageszeitung The Times und beruft sich dabei auf Erinnerungen von Englands damaligem Bewerbungschef Davids Triesman und seines Vertreters David Richards an entsprechende Aussagen Warners.

Im Falle der Finanzierungszusage Einfluss pro England

Dem Blatt zufolge soll bei der Unterredung unausgesprochen der Eindruck enstanden sein, dass Warner im Falle der Finanzierungszusage als Boss des Kontinentalverbandes CONCACAF (Nord- und Mittelamerika sowie die Karibik) seinen Einfluss zugunsten der Briten geltend machen wollte.

"Er hat nicht gesagt: 'Tut dies, und ich stimme für Euch.' Aber das war immer in meinem Hinterkopf. Was er sagte, war, dass England dieses Zentrum als Hinterlassenschaft für die ganze Welt errichten sollte, dass Trinidad und Tobago ein solches Zentrum wolle und er das für die Kinder in Trinidad und Tobago wolle. Ich signalisierte Triesman direkt, dass wir uns nicht darauf einlassen sollten", berichtete Richards.

England mit Kandidatur kläglich gescheitert

England war im vergangenen Dezember mit seiner Kandidatur für 2018 kläglich gescheitert. Im Vorfeld der Entscheidung hatten englische Medien korrupte Machenschaften von Mitgliedern der FIFA-Exekutive aufgedeckt.

Warner war in der Vergangenheit schon mehrfach wegen undurchsichtiger Geschäfte in Zusammenhang mit FIFA-Aktivitäten in den Ruch von Korruption geraten.

Der CONCACAF-Boss wies die Behauptungen der Engländer postwendend zurück. "Ich weiß nicht, wovon da gesprochen wird. Warum sollte ich einen David Freestone oder sonstwen um den Bau von Büros oder sonstwas in meinem Land fragen? Warum sollte ich? Das macht doch keinen Sinn", sagte Warner.

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