Nach Vergabe der Fußball-WM 2018

Korruptionsvorwürfe: Putin verteidigt FIFA

SID
Freitag, 03.12.2010 | 12:02 Uhr
Wladimir Putin wehrt sich nach der WM-Vergabe entschieden gegen Korruptionsvorwürfe
© Getty
Advertisement
Primera Division
Sa20:45
Atletico - Real: Wer siegt im Derbi madrileño?
Primera División
Getafe -
Alaves
Premier League
Arsenal -
Tottenham
Premiership
Ross County -
Celtic
Premier League
Liverpool -
Southampton
Championship
Reading -
Wolverhampton
Primera División
Leganes -
Barcelona
Ligue 1
PSG -
Nantes
Serie A
AS Rom -
Lazio
Premier League
Man United -
Newcastle
Primera División
Sevilla -
Celta Vigo
Championship
Fulham -
Derby County
Ligue 1
Dijon -
Troyes
Ligue 1
Guingamp -
Angers
Ligue 1
Straßburg -
Rennes
Ligue 1
Toulouse -
Metz
Premier League
Leicester -
Man City (DELAYED)
Eredivisie
Breda -
Ajax
Primera División
Atletico Madrid -
Real Madrid
Serie A
Neapel -
AC Mailand
Premier League
West Bromwich -
Chelsea (DELAYED)
Premier League
Bournemouth -
Huddersfield (DELAYED)
Premier League
Crystal Palace -
Everton (DELAYED)
Premier League
Burnley -
Swansea (DELAYED)
Primera División
Malaga -
La Coruna
Serie A
Crotone -
Genua
Super Liga
Ivanjica -
Partizan
Championship
Leeds -
Middlesbrough
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Lokomotiva Zagreb
Ligue 1
Caen -
Nizza
Serie A
Benevento -
Sassuolo
Serie A
Sampdoria -
Juventus
Serie A
SPAL -
Florenz
Serie A
FC Turin -
Chievo Verona
Serie A
Udinese -
Cagliari
Primera División
Espanyol -
Valencia
Premier League
Zenit -
Tosno
Ligue 1
Lyon -
Montpellier
Premier League
Watford -
West Ham
First Division A
Brügge -
Waasland-Beveren
Superliga
Bröndby -
Nordsjaelland
Primera División
Las Palmas -
Levante
Serie A
Flamengo -
Corinthians
Primera División
Bilbao -
Villarreal
Serie A
Inter Mailand -
Atalanta
Ligue 1
Bordeaux -
Marseille
Superliga
Boca Juniors -
Racing
Ligue 1
Amiens -
Lille
Serie A
Hellas Verona -
Bologna
Premier League
Brighton -
Stoke
Primera División
Eibar -
Real Betis
Copa Sudamericana
Libertad -
Independiente
Championship
Ipswich -
Sheffield Wed
Copa Libertadores
Gremio -
Lanus
Indian Super League
Chennai -
NorthEast United
Copa Sudamericana
Flamengo -
Junior
Indian Super League
Kerala -
Jamshedpur
Ligue 1
St. Etienne -
Straßburg
Premiership
Dundee -
Rangers
Premier League
West Ham -
Leicester
Primera División
Celta Vigo -
Leganes
A-League
FC Sydney -
Brisbane
Primera División
Alaves -
Eibar
Championship
Barnsley -
Leeds
Serie A
Bologna -
Sampdoria
Championship
Norwich -
Preston
Primera División
Real Madrid -
Malaga
Ligue 1
Rennes -
Nantes
Serie A
Chievo Verona -
SPAL
Serie A
Sassuolo -
Hellas Verona
Premier League
Liverpool -
Chelsea
Primera División
Real Betis -
Girona
Championship
Sheff Utd -
Birmingham
Ligue 1
Caen -
Bordeaux
Ligue 1
Dijon -
Toulouse
Ligue 1
Metz -
Amiens
Ligue 1
Montpellier -
Lille
Ligue 1
Troyes -
Angers
Premier League
Tottenham -
West Bromwich (DELAYED)
Primera División
Levante -
Atletico Madrid
Premier League
Swansea -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Crystal Palace -
Stoke (DELAYED)
Premier League
Man United -
Brighton (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
Watford (DELAYED)
J1 League
Cerezo Osaka -
Kobe
J1 League
Kashima -
Kashiwa
Primera División
La Coruna -
Bilbao
Eredivisie
Excelsior -
PSV
Premier League
Southampton -
Everton
Super Liga
Cukaricki -
Roter Stern
Ligue 1
Nizza -
Lyon
Serie A
Genua -
AS Rom
Serie A
AC Mailand -
FC Turin
Serie A
Udinese -
Neapel
Primera División
Real Sociedad -
Las Palmas
Ligue 1
Marseille -
Guingamp
Premier League
Huddersfield -
Man City
Serie A
Lazio -
Florenz
Primera División
Villarreal -
Sevilla
Premier League
Burnley -
Arsenal (DELAYED)
First Division A
Brügge -
Zulte-Waregem
Primera División
Valencia -
Barcelona
Serie A
Juventus -
Sampdoria
Ligue 1
Monaco -
PSG
Primeira Liga
Benfica -
Setubal
Superliga
River Plate -
Newell's Old Boys
Premier League
Spartak -
Zenit
Serie A
Atalanta -
Benevento
Championship
QPR -
Brentford
Primera División
Espanyol -
Getafe
Ligue 1
Amiens -
Dijon
Ligue 1
Straßburg -
Caen
Coppa Italia
Sampdoria -
Pescara
Ligue 1
Bordeaux -
St. Etienne
Premier League
Watford -
Man United
Copa del Rey
Real Madrid -
Fuenlabrada
Premier League
Brighton -
Crystal Palace (DELAYED)
Premier League
West Bromwich -
Newcastle (DELAYED)
Premier League
Leicester -
Tottenham (DELAYED)
Copa Sudamericana
Independiente -
Libertad
Coppa Italia
Chievo Verona -
Hellas Verona
Ligue 1
Angers -
Rennes
Ligue 1
Guingamp -
Montpellier
Ligue 1
Lyon -
Lille
Ligue 1
Metz -
Marseille
Ligue 1
Nantes -
Monaco
Ligue 1
Toulouse -
Nizza
Copa del Rey
Barcelona -
Murcia
Premiership
Rangers -
Aberdeen
Cup
Anderlecht -
Lüttich
Ligue 1
PSG -
Troyes
Premier League
Stoke -
Liverpool
Copa del Rey
Atletico Madrid -
Elche
Premier League
Bournemouth -
Burnley (DELAYED)
Premier League
Arsenal -
Huddersfield (DELAYED)
Premier League
Man City -
Southampton (DELAYED)
Premier League
Everton -
West Ham (DELAYED)
Premier League
Chelsea -
Swansea (DELAYED)
Copa Libertadores
Lanus -
Gremio
Indian Super League
Goa -
Bengaluru
Coppa Italia
Udinese -
Perugia
Copa del Rey
Villarreal -
Ponferradina
Cup
Zulte-Waregem -
Brügge
Coppa Italia
Genua -
Crotone
Copa Sudamericana
Junior -
Flamengo
Indian Super League
Jamshedpur -
Kalkutta
Serie A
AS Rom -
SPAL
Primeira Liga
Sporting -
Belenenses
Ligue 1
Dijon -
Bordeaux
Serie A
Neapel -
Juventus
Championship
Leeds -
Aston Villa
Primera División
Malaga -
Levante
Primeira Liga
Porto -
Benfica

Der russische Ministerpräsident Wladimir Putin hat nach der Vergabe der Fußball-WM 2018 an sein Land den Weltverband FIFA energisch gegen Korruptionsvorwürfe verteidigt.

Wladimir Putin zeigte sich in der Stunde des Triumphes bestens gelaunt. Mit einem launigen "Grüezi" begrüßte der russische Regierungschef am späten Donnerstagabend die Medienvertreter im Messezentrum von Zürich.

Um 16.37 Uhr, knapp fünf Stunden zuvor, hatte FIFA-Präsident Joseph S. Blatter die Vergabe der Weltmeisterschaft 2018 an Russland verkündet. "Die ganze Welt hat erfahren - Russland ist nicht nur Wodka und warme Mützen", schrieb "Sport-Express".

"Skrupelloser Wettbewerb"

Gleich im Anschluss an die Entscheidung der FIFA hatte sich der ehemalige russische Staatspräsident, der aus Verärgerung über einen "skrupellosen Wettbewerb" zunächst auf eine Anreise in die Bankenmetropole verzichtet hatte, doch ins Flugzeug gesetzt, um sich vor Ort entsprechend in Szene zu setzen.

"Wir sind geehrt, diesen harten und fairen Kampf gewonnen zu haben", kommentierte Putin nun und kritisierte die Enthüllungen über die Bestechlichkeit einiger Mitglieder des Exekutivkomitees des Weltverbandes, des Entscheidungsgremiums der FIFA, durch britische Journalisten.

"Leute wurden der Korruption bezichtigt, ohne jeden Grund, ohne Fundament und Rechtfertigung. Das war nur ein Druckmittel gegen die FIFA. Es war inakzeptabel, dass dies in England in die Medien transportiert wurde. Das ist ein Beispiel für unlauteren Wettbewerb", äußerte Putin. Eine höchst umstrittene Sichtweise, die Ursache und Wirkung völlig außer Kraft setzt.

FIFA sperrt Exko-Mitglieder

Die FIFA hatte im Vorfeld die Exko-Mitglieder Reynald Temarii (Tahiti) und Amas Adamu (Nigeria) für ein bzw. drei Jahre gesperrt, weil sie den fingierten Offerten von Journalisten der Sunday Times auf dem Leim gegangen waren und ihre Stimmen für die WM-Vergabe 2018 und 2022 quasi feilgeboten hatten.

Statt 24 stimmten am Donnerstag nur 22 Exekutiv-Mitglieder über die Weltmeisterschaften ab, England wurde im Ringen um 2018 abgestraft und flog mit zwei mickrigen Stimmen bereits nach dem ersten Wahlgang raus. Die Frage eines britischen Reporters, ob das Fußball-Mutterland bei der Abstimmung betrogen wurde, beantwortete Putin dennoch mit einem klaren "Nein".

Putin erklärte auch nochmals sein Fernbleiben zur finalen Präsentation am Donnerstagvormittag in Zürich: "Wir mussten den Exekutiv-Mitgliedern der FIFA die Möglichkeit geben, die Entscheidung ohne Druck von außen und ganz objektiv fällen zu können."

Visafreiheit und Gratisreisen

Gleichzeitig nutzte der russische Ministerpräsident die Gelegenheit, um ein gigantisches Turnier in siebeneinhalb Jahren zu versprechen. "Es gibt Visafreiheit in unseren Land und Gratisreisen zwischen den Städten", verkündete Putin, was nicht nur Aktive, Funktionäre und Journalisten, sondern auch Fans mit Eintrittskarten betrifft.

Putin versprach ein Rundumsorglospaket für die Gäste: "Die Stadien werden rechtzeitig fertig sein. Wir werden alles tun, um unseren Gästen einen angenehmen und sicheren Aufenthalt zu garantieren."

Milliardenschwere Investitionen

Knapp drei Milliarden Euro werden investiert - vornehmlich in die Arenen. Es folgen Investionen in Höhe von geschätzt rund 37 Milliarden Euro für Flughäfen, Infrastruktur und Hotels. In diesem Zusammenhang verwies Putin gerne auf die Goldreserven des russischen Staates in Höhe von einer halben Billion US-Dollar (350 Milliarden Euro).

Russland kann sich nun als Weltmeister im Veranstalten von Großereignissen fühlen. 2014 finden die Olympischen Winterspiele in Sotschi am Schwarzen Meer statt, die Fußball-WM vier Jahre später ist aber die Krönung für den smarten Putin.

Putin setzt sich ein

2007 hatte er sich in Guatemala-Stadt höchstpersönlich für Olympia-Bewerber Sotschi ins Zeug gelegt. Anno 2010 war sein zunächst angekündigter Verzicht auf eine Reise in die Schweiz ein cleverer Schachzug.

Die Gegner wurden matt gesetzt. Dann kam Wladimir Wladimirowitsch Putin doch - zum Feiern, damit er den Triumph persönlich auskosten konnte.

SPOX-Meinung zur WM-Vergabe: Ebay für ältere Herrschaften

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung