Jubel in Russland und im Katar

SID
Donnerstag, 02.12.2010 | 18:38 Uhr
David Beckham ist nach der WM-Vergabe an Russland niedergeschlagen - England scheitert erneut
© Getty
Advertisement
NFL
Sa21.01.
US-Kommentar gesucht? DAZN lässt dir die Wahl!
Primera División
Live
Atletico Madrid -
Girona
Ligue 1
Live
Nantes – Bordeaux
Premier League
Live
Man City -
Newcastle
Primera División
Live
Villarreal -
Levante
Championship
Live
Sheffield Wed -
Cardiff
Ligue 1
Amiens -
Guingamp
Ligue 1
Montpellier -
Toulouse
Ligue 1
Rennes -
Angers
Ligue 1
Straßburg -
Dijon
Ligue 1
Troyes -
Lille
Premier League
Arsenal -
Crystal Palace (DELAYED)
Primera División
Las Palmas -
Valencia
Premier League
West Ham -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Burnley -
Man United (DELAYED)
Premier League
Stoke -
Huddersfield (DELAYED)
Premier League
Leicester -
Watford (DELAYED)
Premier League
Everton -
West Bromwich (DELAYED)
A-League
Melbourne City -
Adelaide Utd
Primera División
Alaves -
Leganes
Serie A
Atalanta -
Neapel
Eredivisie
Ajax -
Feyenoord
Ligue 1
Nizza -
St. Etienne
Serie A
Bologna -
Benevento
Serie A
Lazio -
Chievo Verona
Serie A
Hellas Verona -
Crotone
Serie A
Sampdoria -
Florenz
Serie A
Udinese -
SPAL
Serie A
Sassuolo -
FC Turin
Primera División
Real Madrid -
La Coruna
Eredivisie
Heracles -
PSV
Ligue 1
Monaco -
Metz
Premier League
Southampton -
Tottenham
First Division A
Genk -
Anderlecht
Serie A
Cagliari -
AC Mailand
Primera División
Real Sociedad -
Celta Vigo
Primera División
Real Betis -
FC Barcelona
Serie A
Inter Mailand -
AS Rom
Ligue 1
Lyon -
PSG
Serie A
Juventus -
CFC Genua
Premier League
Swansea -
Liverpool
Primera División
Eibar -
Malaga
Coupe de France
Nantes -
Auxerre
League Cup
Bristol City -
Man City
Premiership
Partick Thistle -
Celtic
Coupe de France
Epinal -
Marseille
Copa del Rey
FC Sevilla -
Atletico Madrid
Coupe de France
PSG -
Guingamp
Serie A
Lazio -
Udinese
Copa del Rey
Alaves -
Valencia
Serie A
Sampdoria -
AS Rom
League Cup
Arsenal -
Chelsea
Coupe de France
Monaco -
Lyon
Copa del Rey
Real Madrid -
Leganes
Indian Super League
Kalkutta -
Chennai
First Division A
Brügge – Oostende
Coupe de France
Straßburg -
Lille
Copa del Rey
FC Barcelona -
Espanyol
A-League
Melbourne Victory -
FC Sydney
Ligue 1
Dijon -
Rennes
Primera División
Bilbao -
Eibar
Primera División
La Coruna -
Levante
Championship
Bristol City -
QPR
Primera División
Valencia -
Real Madrid
Ligue 1
PSG -
Montpellier
Serie A
Sassuolo -
Atalanta
Primera División
Malaga -
Girona
Ligue 1
Angers -
Amiens
Ligue 1
Guingamp -
Nantes
Ligue 1
Metz -
Nizza
Ligue 1
St. Etienne -
Caen
Ligue 1
Toulouse -
Troyes
Primera División
Villarreal -
Real Sociedad
Serie A
Chievo Verona -
Juventus
Primera División
Leganes -
Espanyol
Eredivisie
Utrecht -
Ajax
Eredivisie
Feyenoord -
Den Haag
Ligue 1
Lille -
Strassburg
Serie A
Turin – Benevento
Serie A
Neapel – Bologna
Serie A
Crotone -
Cagliari
Serie A
Florenz -
Hellas Verona
Serie A
CFC Genua -
Udinese
Premiership
Ross County -
Rangers
Primera División
Atletico Madrid -
Las Palmas
Ligue 1
Bordeaux – Lyon
First Division A
Lüttich – Anderlecht
Primera División
FC Sevilla -
Getafe
Primera División
FC Barcelona -
Alaves
Serie A
AS Rom -
Sampdoria
Ligue 1
Marseille -
Monaco
Primera División
Celta Vigo -
Real Betis
Primeira Liga
Belenenses -
Benfica
Coppa Italia
Atalanta -
Juventus
Premier League
Huddersfield -
Liverpool
Coupe de la Ligue
Rennes -
PSG
Premier League
West Ham -
Crystal Palace (Delayed)
Premier League
Swansea -
Arsenal (Delayed)
Coppa Italia
AC Mailand – Lazio
Premier League
Tottenham -
Man United
Coupe de la Ligue
Monaco -
Montpellier
Primeira Liga
Sporting -
Guimaraes
Premier League
Man City -
West Brom (Delayed)
Premier League
Everton -
Leicester (Delayed)
Premier League
Stoke -
Watford (Delayed)
Premier League
Southampton -
Brighton (Delayed)
Premier League
Chelsea -
Bournemouth (Delayed)
Premier League
Newcastle -
Burnley (Delayed)
Indian Super League
Mumbai City – Jamshedpur

Freudentaumel und Jubelarien in Russland und im Emirat Katar, blankes Entsetzen und Trübsinn bei den großen WM-Verlierern - vor allem im Fußball-Mutterland England und in den USA.

Als FIFA-Präsident Sepp Blatter in Zürich um 16.37 Uhr Ortszeit zunächst die Russen als Gastgeber der WM-Endrunde 2018 verkündete und kurz darauf den Wüstenstaat Katar als Ausrichter der Weltmeisterschaft 2022 bekanntgab, brandeten fast zeitgleich in den jeweilige Hauptstädten Moskau und Doha Jubelstürme auf den Plätzen und Hauptstraßen aus, lagen sich die Fans vor Freude in den Armen.

Zeitgleich herrschte bei den Mitbewerbern Tristesse. Vor allem in London und Washington, den Hauptstädten der beiden Favoriten, flossen Tränen der Enttäuschung.

Am persischen Golf herrschte dagegen bei 27 Grad plus ebenso überschäumende Freude wie in der Kältekammer Moskau und anderen russischen Metropolen bei minus 18 Grad. Russlands Regierungschef Wladimir Putin, der der WM-Vergabe ferngeblieben war und erst am Donnerstagabend von Moskau nach Zürich reiste, um sich bei der FIFA-Exekutive in Zürich persönlich zu bedanken, war ebenso wie seine Landsleute aus dem Häuschen.

Medwedew: "Hurra, Sieg"

"Die Entscheidung zeigt, dass Russland vertrauenswürdig ist und sagt viel aus über unsere wirtschaftliche Möglichkeiten und unsere politische Stabilität", sagte Putin, dessen Land vier Jahre vor der WM bereits die Olympische Winterspiele in Sotschi ausrichtet.

"Hurra, Sieg", twitterte unterdessen der russische Präsident Dmitri Medwedew kurz nach dem Sieg, und sein Finazminister Alexej Kudrin versicherte, dass Russland problemlos in der Lage sei, Olympische Spiele und die Fußball-WM zu stemmen: "Wir haben einen klaren Plan, es muss an keinem Ende gespart werden." In den Millionen-Metropolen Moskau und Sankt Petersburg wurde deshalb ebenso mit Wodka angestoßen wie im eisigen Nowosibirsk, wo die Menschen trotz klirrenden Kälte auf der Straße feierten.

Ein grandioses und vor allem geschichtsträchtiges Event kündigte Katars Staatsoberhaupt Scheich Mohammed bin Chalifa Al Thani. "Die erste WM auf arabischem Boden wird etwas ganz Besonderes. Der Fußball wird die Kulturen weiter verbinden. Dass wir so eine Veranstaltung organisieren können, haben wir bei den Asien-Spielen 2006 bewiesen", sagte Al Thani. Und sein OK-Chef Hassan al Thawadi versprach für 2022 "hochmoderne Stadien und eine perfekte Infrastruktur."

Großer Jubel in Katar

Unterdessen versammelten sich in seiner Heimat Tausende Menschen spontan an der Uferstraße Corniche und den wichtigsten Plätzen in Doha, um die Sensation gebührend zu feiern. Immer wieder brüllte die Menge "Katar, Katar", die meisten Kataris schwenkten dabei die Landesflagge, und auf einem Plakat, das von einer Gruppe junger Menschen aus verschiedenen Nationalitäten in die Höhe gehoben wurde, stand: "Wir sind alle für Katar".

Jung und Alt veranstalteten in der täglich wachsenden Stadt zudem mit den aus Südafrika bekannten Vuvuzelas einen Höllenlärm. "Das ist eine tolle Party und vor allem eine Ehre für alle Araber", sagte ein in Doha lebender Ägypter, und auch ein libanesischer Einwohner sagte: "Die WM wird allen Menschen auch in wirtschaftlicher Hinsicht etwas bringen."

Beckham desillusioniert

Untergangsstimmung herrschte dagegen in England und bei den anderen Verlierer-Staaten. "Wir haben alles getan, was in unserer Macht steht. Es hat leider nicht gereicht", sagte ein desillusionierter David Beckham, eines der Gesichter der englischen WM-Bewerbung. Und Verbands-Generalsekretär Alex Home rang um Fassung: "Wir sind maßlos enttäuscht, dass wir nicht gewonnen haben."

Der Gastgeber der Olympischen Sommerspiele 2012, der angeblich schon im ersten Wahlgang scheiterte, erwies sich aber als fairer Verlierer. "Wir gratulieren Russland, sie werden eine tolle WM auf die Beine stellen", sagte Home, und Beckham meinte süffisant: "Dann müssen wir 2018 halt sportlich von uns reden machen."

In den USA war man nicht ganz so amused. "Das ist eine politische Verrücktheit", kritisierte der frühere Nationalspieler Alexi Lalas und fügte herablassend hinzu: "Wenn Katar es nicht kann, kommt die WM doch noch zu Recht in die USA."

Russland und Katar bekommen den Zuschlag

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung