Fussball

Schiri Kempter auch von der FIFA ausgebremst

SID
Michael Kempter pfiff sein erstes Bundesliga-Spiel im August 2006
© Getty

Nach der Affäre um den zurückgetretenen Schiedsrichterbeobachter Manfred Amerell wird Michael Kempter bis auf Weiteres auch keine Länderspiele leiten. Das erklärte die FIFA.

Schiedsrichter Michael Kempter wird bis auf Weiteres auch keine Länderspiele leiten.

Die "Verantwortung bei der Aufarbeitung" liege beim Deutschen Fußball-Bund, so ein Sprecher des Weltverbandes FIFA.

Die Frage nach einer Ansetzung von Kempter bei Länderspielen stelle sich zurzeit aus FIFA-Sicht nicht.

Bis zur WM in Südafrika gebe es Testspiele, bei denen die Ansetzung der Schiedsrichter von den jeweiligen nationalen Verbänden vorgenommen werde.

Für die WM ist Kempter ohnehin nicht vorgesehen.

Schwere Vorwürfe gegen Kempter

Ob Kempter, mit 27 Jahren jüngster deutscher FIFA-Referee, seine Karriere nach der Affäre um den zurückgetretenen früheren Schiedsrichterbeobachter Manfred Amerell überhaupt fortsetzen darf, ist äußerst fraglich.

Denn der Unparteiische aus Sauldorf sieht sich schweren Vorwürfen ausgesetzt.

Amerell hatte in der vergangenen Woche eine angebliche Mail von Kempter veröffentlicht.

In dieser Mail vor dem 0:2 von Bayern München in der Champions League am 11. April 2007 gegen den AC Mailand hieß es: "Hoffentlich fliegen die Bayern gleich raus, dann können wir anstoßen."

Zudem hatte Amerell die Glaubwürdigkeit von Kempter, der dem 63-Jährigen sexuelle Belästigung vorwirft, extrem erschüttert.

Comeback verschoben

Das zunächst vorgesehene Comeback von Kempter am vergangenen Sonntag beim Zweitligaspiel Union Berlin gegen MSV Duisburg war vom DFB verschoben worden.

Sein letztes Spiel hatte der Bankkaufmann in der ersten Liga zum Rückrundenstart am 17. Januar beim 1:0 von Schalke 04 gegen den 1. FC Nürnberg geleitet.

Kempter will sich bei Bayern entschuldigen

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