Fußball

Amerell will Schiedsrichter verklagen

SID
Donnerstag, 04.03.2010 | 21:10 Uhr
Manfred Amerell war jahrelang beim DFB in der Schiedsrichterbeobachtung tätig
© Getty
Advertisement
Erlebe
deinen Sport
live
J1 League
Sa12:00
Kawasaki -
Kobe
CSL
Sa13:35
Jiangsu Suning -
Shanghai SIPG
Allsvenskan
Sa16:00
Malmö -
Eskilstuna
CSL
So13:35
Tianjin Quanjian -
Guangzhou Evergrande
Serie A
So21:00
Flamengo -
Sao Paulo
Serie A
Di01:00
Fluminense -
Chapecoense
J1 League
Mi12:00
Kawasaki -
Urawa
J1 League
Sa12:00
Vissel Kobe -
Vegalta Sendai
CSL
Sa13:35
Beijing Guoan -
Guangzhou Evergrande
Serie A
So00:00
Corinthians -
Ponte Preta
J1 League
So11:30
Urawa -
Nigata
CSL
So13:35
Tianjin -
Shandong
Serie A
So21:00
Cruzeiro -
Palmeiras
Serie A
Mo00:00
Santos -
Sao Paulo

Der Schiedsrichter-Skandal um Manfred Amerell hat offenbar noch ein Nachspiel. Amerell kündigte am Donnerstag in der "Sat.1"-Sendung Kerner an, Michael Kempter und drei weitere Schiedsrichter verklagen zu wollen.

Die vier Referees hatten Amerell in eidesstattlichen Versicherungen sexuelle Belästigung vorgeworfen. "Alle vier werden demnächst vom Staatsanwalt hören", sagte der ehemalige Schiedsrichtersprecher, der sich am Nachmittag noch vor dem Landgericht München I mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) außergerichtlich geeinigt hatte.

Laut der Einigung darf der DFB weiter von sexueller Belästigung sowie Übergriffen gegen Schiedsrichter durch Amerell sprechen. Der 62-Jährige bekam dafür im Gegenzug Akteneinsicht.

"Ich bin sehr zufrieden mit der Verhandlung. Ziel war es, nach vier Wochen, wo ich mich in einem Zustand befand, der in einem Rechtsstaat nicht möglich ist, endlich Akteneinsicht zu erhalten. Ich habe erreicht, was ich wollte", sagte Amerell.

Amerell kritisiert Zwanziger

Unterdessen richtete Amerell harsche Kritik an DFB-Präsident Theo Zwanziger: "Wenn Herr Zwanziger auf Menschen achten würde und Interesse an ihnen hätte, dann hätte er beide Parteien am 11. Januar angehört. Seine Amtspflicht wäre gewesen, beide Parteien aus dem Verkehr zu ziehen. Er hat zwei Menschen auf dem Altar seines Amtes ausgeliefert."

Sein Rücktritt, so der Hotelbesitzer weiter, sei eine glatte Lüge gewesen. "Ich bin regelrecht erpresst worden. Das Präsidium hat gesagt, wenn ich mich nicht augenblicklich krank melde oder meine Ämter ruhen lasse, treffen sie eine Entscheidung", sagte Amerell.

Sein Verhältnis zu Kempter sei "eng und freundschaftlich" gewesen, aber keine Liebesbeziehung. "Dazu gehört ständiger Kontakt. Ich mochte ihn sehr gern und umgekehrt war das auch so", ergänzte der frühere Bundesliga-Schiedsrichter.

Amerell und DFB einigen sich außergerichtlich

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung