Donnerstag, 18.03.2010

Fußball

Abschaffung von Stehplätzen gefordert

Nach den Fanausschreitungen im Berliner Olympiastadion hat sich die Zentrale Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS) der Polizei gegen Stehplätze in den Arenen ausgesprochen.

In Berlin kam es zu erschreckenden Szenen nach dem Spiel zwischen Hertha und Nürnberg
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In Berlin kam es zu erschreckenden Szenen nach dem Spiel zwischen Hertha und Nürnberg

Die Zentrale Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS) der Polizei hat sich nach den Krawallen im Berliner Olympiastadion für einen Wegfall der Stehplätze in deutschen Fußball-Arenen ausgesprochen.

"Eine dauerhafte Reduzierung oder die gänzliche Abschaffung von Stehplätzen sind aus polizeilicher Sicht zu begrüßen, um zu verhindern, dass Gewalttäter im Schutz der dort größeren Anonymität Straftaten begehen", sagte der stellvertretende ZIS-Leiter Hendrik Große Lefert.

Fanverbände, aber auch Vertreter aus der Bundesliga wie Borussia Dortmunds Präsident Hans-Joachim Watzke hatten zuletzt mögliche Pläne für eine Abschaffung der Stehplätze heftig kritisiert.

Große Lefert: "Friedliche Fans sollen sich von Gewalt distanzieren"

Neben einer Umsetzung des "Nationalen Konzeptes Sport und Sicherheit" hält Große Lefert eine "deeskalierende Kommunikation mit den Fans" für ebenso wichtig wie die "konsequente Anwendung von Präventions- und Sanktionsmaßnahmen gegen indentifizierte Gewalttäter - auch durch Vereine und weitere Verantwortliche".

Friedliche Fans und insbesondere öffentlich auftretende Fanvertreter sollten sich "deutlich von Gewalt und gewalttätigen Störern distanzieren".

Bilder des Tages - 18. März
Rauten sind dieses Jahr wieder IN. Rafael Nadal und Juan Monaco stellen beim ATP-Turnier in Indian Wells die Frühjahrskollektion vor
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Brent Seabrook von den Chicago Blackhawks wurde in der NHL ordentlichst gecheckt und saß anschließend mit Kopfschmerzen auf der Bank
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Bundesweite Stadionverbote hätten sich laut Große Lefert als grundsätzlich wirksames Mittel gegen Gewalttaten innerhalb und außerhalb der Stadien erwiesen. "Nach Erkenntnissen der ZIS ist der Anteil von Personen mit bundesweitem Stadionverbot, die bei Ausschreitungen und Störungen in und um Stadien anlassbezogen auffallen, sehr gering", sagte Große Lefert.

Mögliche Lösung: Personengebundener Verkauf von Eintrittskarten"

Ein personengebundener Verkauf von Eintrittskarten, der nach den Krawallen von Berlin vermehrt gefordert wurde, könne letztlich nur dann Wirkung entfalten, "wenn auch eine personengebundene Zutrittsgewährung vorgenommen wird".

Die ZIS ist das maßgebliche Organ der Polizei für die Sicherheitskoordination in deutschen Fußballstadien. Die Arbeit der Behörde, die ins Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste in Nordrhein-Westfalen eingebettet ist, war insbesondere während der weitgehend friedlich verlaufenen WM 2006 weltweit gelobt worden.

Polizeigewerkschaft für Geisterspiele in Berlin


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