Fall Eigendorf: Moldenhauer begrüßt Ermittlungen

SID
Donnerstag, 11.02.2010 | 13:32 Uhr
Hans-Georg Moldenhauer ist Vorsitzender des NOFV
© Getty
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Der NOFV-Vorsitzende Hans-Georg Moldenhauer würde "weitere Untersuchungen" im ungeklärten Fall um den Tod des Ex-DDR-Trainers Lutz Eigendorf begrüßen.

Hans-Georg Moldenhauer hat die Forderung nach neuen Ermittlungen im bislang ungeklärten Fall um den Tod des einstigen DDR-Fußballers Lutz Eigendorf begrüßt. "Man darf nichts unter den Tisch fallen lassen. Wenn es tatsächlich neue Hinweise gibt, bin ich für weitere Untersuchungen", sagte der Vorsitzende des Nordostdeutschen Fußball-Verbandes (NOFV).

Für den obersten Fußball-Funktionär Ostdeutschlands hat der Fall auch Jahrzehnte nach Eigendorfs Tod noch eine besondere Brisanz. "Er hat uns gezeigt, dass Dinge in der DDR passiert sind, die man selbst nie für möglich gehalten hat", sagte der Magdeburger. Allerdings, so Moldenhauer, müsse genau geprüft werden, ob die Aussagen des neuen Zeugen als seriös zu betrachten seien.

Eigendorf starb am 7. März 1983

Vor dem Düsseldorfer Landgericht hatte zuletzt ein wegen schweren Raubes angeklagter Mann erklärt, dass er im Falle Eigendorf den Mordauftrag von der Staatssicherheit der DDR übernommen, aber nie ausgeführt habe. Damit wurde erstmals ein Mordauftrag bestätigt.

Der frühere Fußball-Profi Eigendorf war am 20. März 1979 in den Westen geflüchtet und am 7. März 1983 unter misteriösen Umständen bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Von Beginn an gab es Mutmaßungen, dass die Staatssicherheit beim Tod des Flüchtlings die Hände im Spiel hatte.

"Dieser Zeuge war eine zentrale Rolle in dem Fall. Der Mann hat kurz nach dem Tod eine Prämie erhalten", sagt Hubertus Knabe. Den Direktor der Berliner Stasiopfer-Gedenkstätte hat die Aussage des früheren Stasi-Mitarbeiters vor dem Gericht in Düsseldorf veranlasst, bei der Staatsanwaltschaft Berlin die Wiederaufnahme des Verfahrens zu beantragen.

Großes Talent floh in den Westen

Dort wurde der Fall bis 2004 untersucht. Zudem will Knabe prüfen lassen, ob der Leichnam exhumiert werden könne, da es in den Unterlagen des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) Hinweise auf eine Vergiftung Eigendorfs gebe.

Eigendorf galt als großes Talent des einstigen DDR-Vorzeigeklubs BFC Dynamo Berlin, ehe ihm vor drei Jahrzehnten die Flucht in den goldenen Westen gelang. Am 20. März 1979 hatte er ein Spiel im Rahmen des gesamtdeutschen Sportverkehrs beim 1. FC Kaiserslautern zur Flucht genutzt. Vier Jahre später starb er im Alter von 26 Jahren bei einem Auto-Unfall.

Der gebürtige Brandenburger bestritt sechs Auswahlspiele für die DDR. Im Westen stand er beim 1. FC Kaiserslautern (1980 bis 1982) sowie bei Eintracht Braunschweig (1982 bis 1983) unter Vertrag.

Neue Hinweise im "Fall Eigendorf"

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